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In der Mensa gibt es Berliner, darauf freue ich mich schon die ganze

vierte Stunde.

Eilig laufe ich aus dem Schulhaus in die Mensa. Ein kurzer Blick auf den Vertretungsplan, vergeblich, und dann direkt weiter. Ich bin nicht die einzige, fast schon feierlich steht eine Gruppe um die Kiste voller Gebäck.

Schnell ein Griff in die Kiste, eine Serviette und dann direkt weiter. Abistress eben. Oder so. Gekonnt kurve ich um die heraneilenden Schüler herum, den Blick immer fest auf den Schatz in meiner Hand. Ein erneuter Blick auf den Vertretungsplan, vergeblich.

Ich mache mich auf den Weg ins Internat, biege nach links ab.

Mit großen Schritten laufe ich zügig an den Tennisplätzen vorbei.

Dann aber… auf Höhe der Sporthalle kommt mir jemand vom Internat entgegen. Wo bloß hingucken? Gebannt starre ich auf den Asphalt, hebe den Blick erst wieder, als ich rechts vom Weg abkomme. Hat der das bemerkt? Hektisch suche ich nach meinem Handy. Das muss hier doch irgendwo… Nichts. Wohl auf dem Zimmer liegen gelassen. Was nun?

Der Berliner! Ich beiße hinein, Marmelade quillt heraus, tropft mir auf den Mantel.

Er kommt immer näher.

20 Meter, 15, 10 Meter. Schnell reiße ich den Kopf hoch, ein beiläufiges Nicken. Sehr gut!

Erleichtert laufe ich weiter, geschafft! Transponder raus und hoch die Treppe in mein Zimmer.

Ein kurzer Blick in den Spiegel, der Blick bleibt hängen, ich mache einen Schritt zurück.

Puderzucker. Puderzucker über mein ganzes Kinn verteilt. Ich seufzte, zucke mit den Schultern.

Ein frustrierter Biss in den Berliner. Morgen versuche ich es nochmal.

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