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…Paleo was?? – werden sich die meisten von euch schon bei der Überschrift gefragt haben. Das ist absolut verständlich, denn im Gegensatz zum Vegetarismus oder Veganismus ist die Steinzeit-Diät relativ unbekannt. Wer sich nach Paleo-Regeln ernährt, versucht, sich an unseren Vorfahren zu orientieren – die, wie der Name schon sagt, im Paläolithikum gelebt haben. Menschen, die sich nach diesem Prinzip ernähren, versprechen sich davon, Zivilisationskrankheiten wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen umgehen zu können.

Erlaubt sind dementsprechend bei dieser Ernährung:

  • Obst, Gemüse, Nüsse und Samen
  • Fleisch, Fisch und Eier
  • Fette und Öle

Nicht erlaubt sind allerdings:

  • Getreideprodukte, Hülsenfrüchte
  • Industriezucker
  • Milchprodukte
  • Allgemein verarbeitete Lebensmittel

Natürlich gibt es wie bei allen modernen Ernährungsformen auch hier Ausnahmen, Besonderheiten und teilweise verschiedene Auslegungsmöglichkeiten.

Wir nahmen uns also gutgläubig vor, das neue Projekt wie die Bisherigen am nächsten Tag zu starten und fünf Tage durchzuführen.

Falsch gedacht: Am Mittag des ersten Tages nach Obst zum Frühstück und einem nicht existenten Mittagessen (denn abgesehen von gekochten Gemüsebeilagen und unserem gedämpften Seelachsfilet werden beinahe alle Gerichte durch kulinarische Verarbeitung hergestellt), wurde uns klar, wie schwierig das tatsächlich werden würde. Diese Woche unterschied sich allzu deutlich von den anderen, was dazu führte, dass sie entschieden radikal auf einen A-Sonntag verkürzt wurde – so starteten wir gut vorbereitet einen zweiten Anlauf.

Zum Frühstück gab es Trauben und Nüsse, an sich eine durchaus ausgewogene Mahlzeit mit Kohlenhydraten, gesunden Fetten und Proteinen. Ob es allerdings einem Sonntags-Frühstück angemessen ist, bleibt jedem selbst überlassen. In die Mensa zum Brunchen gingen wir erst gar nicht, um uns die Enttäuschung zu ersparen.

Gegen Mittag war der Hunger dann doch groß genug, um uns zum Kochen zu bewegen: Aus den extra besorgten Kartoffeln, Karotten und Lachs machten wir uns an die Zubereitung eines echten Paleo-Mahls. Glücklicherweise waren wenigstens Snacks in Form von Obst jederzeit verfügbar. Keinerlei Getreide essen zu können ist auf Dauer aber eine gewaltige Einschränkung.

Abends war ein großer Salat mit Nussmischung dann der mehr oder weniger krönende Abschluss unseres Tages.

Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass diese Form der natürlichen Ernährung gerade am LGH sicherlich nicht einfach umzusetzen ist, da die Mensa nicht im Entferntesten dafür ausgelegt ist. Wer aber tatsächlich so viel Willenskraft aufbringen möchte, auf Zivilisationsfood zu verzichten, hat damit bessere Chancen, wenn er sich mensaunabhängig ernährt.

Wir sind jedenfalls froh, nicht in der Steinzeit zu leben!

1,5 / 10 Punkten

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