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Nach den hellen Fluren des Palastes bin ich hier draußen wie blind.

Ich laufe weiter, kann hier nicht anhalten, muss vom Palast wegkommen. Meine Sinne sind geschärft und ich glaube hunderte leise Großstadtgeräusche zu hören, vielleicht ist es jedoch auch die Angst die aus mir spricht.

Als ich an der ersten Kreuzung ankomme, pausiere ich kurz um mich in der Dunkelheit zu orientieren. Ich spüre das neue Paket an meiner Brust und den Drang es zu öffnen in meinem Herzen.

Vielleicht wäre es das Richtige, die Queen würde sich freuen, über Ärger in ihrem Palast informiert zu sein. Wer es wohl ist?

Es ist nicht ungewöhnlich, dass die Dienerschaft oder das Königshaus selbst in Halbkriminalitäten verwickelt ist und für Männer wie mich ist das keine schlechte Sache, von Zeit zu Zeit kann eine kleine Gefälligkeit einem das Leben retten. Eine Gefälligkeit, wie das öffnen eines Pakets.

Ich scheue mich in der Straße um, kann jedoch niemanden entdecken. Langsam ziehe ich das dunkel eingeschlagene Packet aus meinem Mantel. Kein Adressat, kein Absender, nur teures schwarzes Seidenpapier. Ich glaube ein Geräusch hinter mir zu hören und lasse das Päckchen schnell wieder verschwinden. Kalte, langfingrige Hände schließen sich fest um meinen Hals…

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