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	<title>derfarbfleck &#187; LGH</title>
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		<title>Unser April</title>
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		<pubDate>Wed, 06 May 2015 13:45:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Unser Monat]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[Besuch von einem Polizeibeamten, die Schülerzahl vorläufig um drei verringert, VfR Aalen(letzter Tabellenplatz) getröstet – ein stinklangweiliger Monat eben. Vollversammlungen Es begab sich etwa zu der Zeit als Herr Dr. Sauer noch Leiter des Kompetenzzentrums war, die Geschirrwagen am richtigen Platz standen, es runde Tische in der Mensa gab, Herr Neudert weit und breit gefürchtet [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.derfarbfleck.de/old/wp-content/uploads/2014/03/titelbild-300x223.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-6127" src="http://www.derfarbfleck.de/old/wp-content/uploads/2014/03/titelbild-300x223.jpg" alt="titelbild-300x223" width="300" height="223" /></a>Besuch von einem Polizeibeamten, die Schülerzahl vorläufig um drei verringert, VfR Aalen(letzter Tabellenplatz) getröstet – ein stinklangweiliger Monat eben.</p>
<p><strong>Vollversammlungen</strong></p>
<p>Es begab sich etwa zu der Zeit als Herr Dr. Sauer noch Leiter des Kompetenzzentrums war, die Geschirrwagen am richtigen Platz standen, es runde Tische in der Mensa gab, Herr Neudert weit und breit gefürchtet und Herr Schuck noch der General genannt wurde.</p>
<p>Die Abreise erfolgte nicht vor 20.00 Uhr. Für den Turnusputz war eine ganze Doppelstunde vorgesehen und wer es geschafft hatte sich sein Zimmer abnehmen zu lassen, konnte vor dem Schulabend noch in Ruhe Abend essen. Im Anschluss an den Schulabend verabschiedete man sich herzlich von den Mitschülern, die dablieben, und stieg in die Busse zum Bahnhof. Wer eine weite Heimreise auf sich nehmen musste, dem blieb nur die Möglichkeit am Freitagmorgen nach Hause zu fahren. <a href="http://www.derfarbfleck.de/old/wp-content/uploads/2013/12/gernot-hassknecht-einen-scheic39f.jpg"><img class="alignright wp-image-5944 size-medium" src="http://www.derfarbfleck.de/old/wp-content/uploads/2013/12/gernot-hassknecht-einen-scheic39f-300x163.jpg" alt="gernot-hassknecht-einen-scheic39f" width="300" height="163" /></a>Vollversammlungen fanden außerplanmäßig, zu Unterrichtszeiten, allerhöchstens dreimal jährlich statt.</p>
<p>Wir befinden uns nun in der NS-Zeit (Nach-Schödel). Man fing an sich Gedanken über eine frühere Heimreise zu machen. Um aber dennoch den Turnus gemeinsam zu beenden, veranstaltete man die Vollversammlung nun regelmäßig (B-Donnerstag 5. Stunde). Die Vollversammlung bestand aus musikalischen Darbietungen der Musikkurse &#8211; teils <span style="text-decoration: line-through;">auf</span> vor der neu angeschafften Orgel, teils auf der Bühne –, Ehrungen von Schülern mit erfolgreichen Wettbewerbsteilnahmen und einem klitzekleinen Rapport der Schulleitung.</p>
<p>Es kam wie es kommen musste, die Abreise erfolgte immer früher und die Vollversammlung rutschte im Zeitplan immer weiter nach oben. Schließlich stand man unter Zeitdruck und verzichtete notgedrungen auf die Musik und den unterhaltenden Charakter.</p>
<p>Es scheint fast, als wäre die Vollversammlung nur noch ein Relikt aus alten Zeiten, von dem man den eigentlichen Zweck nicht mehr genau wisse, aber um des Alters willen das Monstrum nicht einfach einschläfern lassen kann.</p>
<p>Es gab unzählige Umfragen über den zeitlichen Ablauf der Vollversammlung, aber die eigentlich sinnvollere Frage stellt niemand – weil man die Antwort schon kennt.</p>
<p><strong><em>Abgehakt – Die Kurzmeldungen des Monats:</em></strong><em> +++ Beim Frühlingsball ernährte sich in etwa die Hälfte der Teilnehmer vegetarisch. Unfreiwillig. Wer sich halt falsch anstellt. +++ </em>Polizeiprävention am LGH &#8211; offene Zimmer verleiten zu Diebstählen!<em> +++ Der Aufsichtsratchef des VfR Aalens besorgte uns Freikarten und die Möglichkeit echten Fußballern Nachhilfe geben zu können. +++ Die Achtklässler besuchten Elmar, der sich mit einer Kreissäge die Fingerkuppe abtrennte. +++ ES VERSTEHT SICH VERDAMMT NOCHMAL VON SELBST, DASS MAN NICHT AUF FRÖSCHE TRITT! DIE FLECKEN GEHEN NUR SCHWER WIEDER RAUS. +++</em></p>
<p><strong>Notunterkünfte</strong></p>
<p><a href="http://www.derfarbfleck.de/old/wp-content/uploads/2013/12/the-word.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-5933" src="http://www.derfarbfleck.de/old/wp-content/uploads/2013/12/the-word-300x225.jpg" alt="the-word" width="300" height="225" /></a>Die Stadt Schwäbisch Gmünd hat unweit des Lidl ein Flüchtlingslager errichtet, wo bereitwillig Asylsuchende aufgenommen werden. Auch zögert man nicht lange und quartiert eine notleidende Gruppe Ungarn in den Internaten ein. Aber die eigenen Schüler? Wen interessiert schon ob die Bahn streikt? Macht, dass ihr nach Hause kommt! Hier darf noch deutlich nachgebessert werden.</p>
<p><em>von Pascal Winterhalter</em></p>
<p><em>Bildnachweise: Morio (Wikimedia Commons)</em></p>
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		<title>Unser März</title>
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		<pubDate>Thu, 16 Apr 2015 14:55:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Unser Monat]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[Unser Monat meldet sich zurück aus den Osterferien und hat eine frohe Botschaft für euch: Nur noch 6 Wochen bis zu den nächsten Ferien! Die Sache hat nur einen kleinen Haken: Trotz nochmals umgeworfener Unterrichtszeiten am B-Donnerstag &#8211; Kein Mensch braucht die Vollversammlung! – wird die Abreise nicht vor 15.00 Uhr stattfinden. Das traditionelle Frühjahrskonzert [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.derfarbfleck.de/old/wp-content/uploads/2014/03/titelbild-300x223.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-6127" src="http://www.derfarbfleck.de/old/wp-content/uploads/2014/03/titelbild-300x223.jpg" alt="titelbild-300x223" width="300" height="223" /></a></p>
<p>Unser Monat meldet sich zurück aus den Osterferien und hat eine frohe Botschaft für euch:</p>
<p>Nur noch 6 Wochen bis zu den nächsten Ferien!</p>
<p>Die Sache hat nur einen kleinen Haken: Trotz nochmals umgeworfener Unterrichtszeiten am B-Donnerstag &#8211; Kein Mensch braucht die Vollversammlung! – wird die Abreise nicht vor 15.00 Uhr stattfinden. Das traditionelle Frühjahrskonzert ohne den traditionellen Kompositionswettbewerb findet nämlich statt. Yay!</p>
<p><strong>Vortragsabend</strong></p>
<p>Der Vortragsabe<img class="alignleft size-full wp-image-6178" src="http://www.derfarbfleck.de/old/wp-content/uploads/2014/04/kultur.jpg" alt="kultur" width="227" height="142" />nd diesen Monat hat äußerst positiv überrascht! Herr Palm verstand es, sein Publikum zu fesseln und selbst Physikfremde Schüler in Begeisterung ausbrechen zu lassen.</p>
<p>Weiter so!</p>
<p>Schade war nur, dass ausgerechnet an diesem Vortragsabend die Zwölfer (versehentlich?) von ihrer Anwesenheitspflicht entbunden wurden.</p>
<p>Nicht, dass die Anwesenheitspflicht bislang irgendwen interessiert hätte – sie wurde als Druckfehler aufgefasst und flugs handschriftlich korrigiert.</p>
<p><strong>Abgehakt – die Kurzmeldungen des Monats: </strong><em>+++ Das Casting hat begonnen. An insgesamt vier Tagen verstopften potentielle neue Schüler die Anstellwege in der Mensa. +++ Um einen größeren Anreiz für die Teilnahme am Mathe-Känguru zu schaffen, legte man die Teilnahme auf den B-Do</em><em>nnerstag 4. Stunde. +++ </em><em>Über den Schulabend schweigen wir diesen Monat lieber nur betreten… +++ Das schriftliche Abitur wurde von den Zwölfern geschrieben. +++ Die Alumni waren da! Wir sagen Danke für die tolle Studienberatung. +++ Das LGH Running Team disqualifizierte sich beinahe für alle zukünftigen Stadtläufe. Wenigstens den 4. Platz überließen sie einem Gmünder. +++ Herr Bauer war mit sieben Schülern beim CERN und hat uns keine Antimaterie mitgebracht. +++ Das Improtheater begeisterte im Leuchtturm. +++</em></p>
<p><strong>Schülerzeitung</strong></p>
<p>Seit fast zwei Monaten veröffentlich derfarbfleck.de nur noch Artikel der Chefredaktion und Hausaufgaben aus dem Elite-<a href="http://www.derfarbfleck.de/old/wp-content/uploads/2013/12/the-word.jpg"><img class="alignleft  wp-image-5933" src="http://www.derfarbfleck.de/old/wp-content/uploads/2013/12/the-word-300x225.jpg" alt="the-word" width="219" height="164" /></a>Deutschkurs Prietz. Was ist denn da los? Hat die gesamte Redaktion die Masern bekommen und kann ihrer Schreibarbeit nicht mehr nachgehen?</p>
<p>Da ist eine neue Ausgabe der aktuellen Wahrheit längst überfällig! Zeigt dem Farbfleck, was eine Schülerzeitung ist.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em> </em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em><em>von Pascal Winterhalter</em></em></p>
<p><em>Bildnachweise: Morio (Wikimedia Commons)</em></p>
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		<title>Kaffeekochen aus dem Ff</title>
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		<pubDate>Tue, 17 Mar 2015 22:25:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[derfarbfleck]]></dc:creator>
				<category><![CDATA["Und wenn es gar nichts geworden ist, dann sag, es sei ein Essay."]]></category>
		<category><![CDATA[Kolumnen]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Essay]]></category>
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		<description><![CDATA[von Wenke Grahneis Herzlich Willkommen zur ersten Ausgabe der Farbfleckkolumne     [&#8230;] aus dem Ff! „Ich bin fast 18 und habe keine Ahnung von Steuern, Miete oder Versicherungen. Aber ich kann ’ne Gedichtsanalyse schreiben. In 4 Sprachen.“ (Naina, 17) Die hitzige Diskussion, die der Tweed einer Kölner Schülerin auslöste, weckte die deutsche Bildungslandschaft aus [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>von Wenke Grahneis</em><img class="alignright" src="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/1/10/Hier_k%C3%B6nnen_Familien_Kaffee_kochen.jpg/800px-Hier_k%C3%B6nnen_Familien_Kaffee_kochen.jpg" alt="File:Hier können Familien Kaffee kochen.jpg" width="453" height="303" data-file-width="2740" data-file-height="1834" /></p>
<p style="text-align: left;">Herzlich Willkommen zur ersten Ausgabe der Farbfleckkolumne     <em>[&#8230;] aus dem Ff!</em></p>
<p style="text-align: left;">„Ich bin fast 18 und habe keine Ahnung von Steuern, Miete oder Versicherungen. Aber ich kann ’ne Gedichtsanalyse schreiben. In 4 Sprachen.“ (Naina, 17)</p>
<p style="text-align: left;">Die hitzige Diskussion, die der Tweed einer Kölner Schülerin auslöste, weckte die deutsche Bildungslandschaft aus dem Winterschlaf.</p>
<p>Es ist eine Grundsatzdiskussion, in der sich alles um die zentrale Frage dreht, ob die Schüler im Unterricht auf das Leben vorbereitet werden. Denn zwischen Gedichtsvergleich und komplexen Zahlen, entdeckt so mancher –hui buh- den Zeitgeist des 21sten Jahrhunderts in der Erkenntnis, die den römischen Philosophen Seneca bereits vor zwei Jahrtausenden ereilte: „Non vitae, sed scholae discimus“ – Nicht für das Leben, sondern für die Schule lernen wir.</p>
<p>Hierzulande war im letzten Jahrzehnt ein enormer Wandel der Bildungslandschaft zu beobachten. Infrastrukturelle Großprojekte wurden im Schnellverfahren durchgeboxt und umgesetzt. Allerlei Straßenbaumaßnahmen, wie der Ausbau der neuen Bildungsautobahn G8, dem Bau entlastender Umgehungsstraßen und Zubringer, oder die Zunahme der von privaten Unternehmern subventionierten Mautstraßen, erhöhten zwar die Mobilität der Verkehrsteilnehmer, aber das verwinkelte Straßennetz mit all seinen Abzweigungen erhöhte gleichzeitig auch das Risiko, sich zu verfahren. Erschwerend hinzu kommt die Aufhebung der Zulassungsbeschränkung für langsamere Fahrzeuge, die Aufhebung der Geschwindigkeitsbegrenzung, des Park- und des Überholverbots. Vor allem aber die geplante Sperrung der soliden Hauptstraßen führt zu einem steigenden Unfallrisiko, zu erschwerten Arbeitsbedingungen für die Weisungsbefugten des öffentlichen Dienstes und somit in letzter Konsequenz zu einem Verkehrschaos. Es ist, als drehe man Jahr für Jahr, Runde um Runde auf dem <em>Place du Charles de Gaulle Étoile </em>auf der Suche nach der richtigen Ausfahrt, während die Pariser Straßenwacht damit beschäftigt ist, Straßenschilder und Wegweiser Abzuschrauben, Ampeln abzuschalten. Sie wechseln nicht mehr von Rot, zu Gelb, zu Grün. Nichts nimmt mehr seinen gewohnten Gang. Alles wird schneller, voller, hektischer. Anhalten kann man sich nicht leisten.Also fährt man weiter Runde um Runde im ewigen Triumphbogenkarussell.</p>
<p>Damit die ewige Fahrerei euch keinen Drehwurm verpasst, habt ihr hier die Chance, anzuhalten und auszusteigen, mitzukommen auf einen Spaziergang, abseits befestigter Straßen, auf Trampelpfaden und Umwegen, ein Reiten durch Weiten, Hieven in Tiefen, Entdecken der Ecken, der vergessenen Flecken, der Meere, der Leere der Bildungslandschaft. Ein Spaziergang zu schließen die Bildungslücken, um außerhalb der LGH-Käseglocke, sozusagen in freier Wildbahn, zu überleben.</p>
<p>Ich werde wohl nie vergessen, wie ich einen ersten Blick auf die beachtliche Käseglocke erhaschte. Ich entdeckte sie, konfrontiert mit einer Frage, die mich gleichsam schockierte und amüsierte. Ich war gerade dabei den Genozid an den pathogenen Bakterienstämmen, die sich im WG-Spülbecken angesiedelt hatten, voranzutreiben, als mich die Worte: „Wenke, was kommt nochmal zuerst in den Topf?&#8230;. das Wasser, oder die Nudeln?&#8230;“, erstarren ließen. Das Gesagte brauchte einige Augenblicke, um in meine Hirnwindungen vorzudringen, aber der Ausdruck, in dem meine Gesichtsmuskeln schließlich erstarrten, war vermutlich köstlicher als die Pasta, die es am besagten Abend noch geben sollte. Wann ich meine Stimme wiederfand und was ich antwortete, weiß ich nicht mehr. Ich hatte nur noch einen Gedanken: Das Gute an einer Käseglocke ist der Käse, man verhungert wenigstens nicht.</p>
<p>Geprägt von dieser Grenzerfahrung, fühle ich mich berufen, den unersättlichen Wissendurst der Spezies Choloepus ingeniosus zu stillen. Ohne einen Mangel an Allgemeinbildung zu unterstellen und um wirklich niemanden zu überfordern, habe ich beschlossen ganz simpel mit der Kunst des Kaffeekochens anzufangen. Eine durchaus sehr nützliche Fähigkeit, da der Durchschnittsstudent &#8211; und dieses Schicksal wird die meisten von euch ereilen &#8211; dazu neigt, Schlaf durch Koffein zu ersetzen. Zwar hat heute beinahe jeder eine Pad- oder Kapselmaschine, deren Bedienung, wie George Clooney im Fernsehen eindrucksvoll beweist, ziemlich idiotensicher ist. Dennoch können die Kosten für Selbige schnell das Budget des Noch-nicht-Verdieners übersteigen, vor allem, wenn es nicht bei der einen Tasse am Morgen bleibt. Die Schlüsselqualifikation des Kaffeekochens bringt auch im Hinblick auf die Karrierechancen oftmals den entscheidenden Wettbewerbsvorteil gegenüber Mitbewerbern, mit der man vor allem bei künftigen Vorgesetzen punkten kann.</p>
<p>Nun heißt es also „back to the roots“ und nichts wie ran an den guten alten Filterkaffee. Filterkaffee, ein Wort, das, für den Konsumenten noch vor 50 Jahren Inbegriff von Verlockung und Genuss, zugegeben in den Ohren des trendbewussten Caramel-Macchiato-Liebhabers wie ein Schimpfwort klingen mag. Wer hingegen ab und an die Zeitreise in Omas trautes Heim wagt, weiß, dass im Grunde nichts über einen frisch gebrühten, starken, schwarzen Filterkaffee geht auch, wenn es den dort heute leider nur noch Sonntags gibt, weil das Teufelszeug dem altersschwachen Herz übel mitspiele und die Gesundheit sei schlussendlich, ist die Verlockung noch so süß, oberstes Gebot. Wenn man also schonmal bei der Oma ist, kann man sich auch gleich vom Meister in die Wissenschaft des Kaffeebrauens einweisen lassen. Grundlegend für den Erfolg und den ultimativen Geschmack ist die Verwendung des guten alten Porzellanfilters, der im Gegensatz zu alternativen Materialien wie Plastik auch auf lange Sicht geruchsneutral bleibt. Ansonsten nehme man Filterpapier und natürlich hochwertiges Kaffeepulver, das im Vergleich zu qualitativ vergleichbaren Kaffeepads oder Kapseln wesentlich preiswerter ist. Sollte das, was ihr vorfindet, wenn ihr in die Packung linst, größere Ähnlichkeit mit der Hinterlassenschaft einer Ziege haben, habt ihr den falschen Mahlgrad erwischt. Sollte dies nicht der Fall sein fehlt für den Kaffeegenuss nur noch kochend heißes Wasser und eine Tasse oder Kanne je nach Personenzahl beziehungsweise Schlafpensum. Wie vermutlich niemand geahnt hätte ist das Pulver und damit die Stärke des Kaffees individuell dosierbar. Man ist also immer gut bedient, egal ob einem der Sinn steht, nach einem Ristretto, Volluto, Fortissio oder wie sie doch alle heißen. Die Faustregel beim Filterkaffe ist jedoch ein gehäufter Teelöffel pro Tasse und einen zusätzlich für die Kanne. Ein weiter Vorzug des Filterkaffees ist, dass er im Gegenteil zu seinen kleinen bunten Kapselkollegen, deren Namen sich so temperamentvoll italienisch aussprechen lassen, keine Umweltbelastung darstellt. Die Herstellung des Aluminiums, welches für die Kaffekapseln verwendet wird, ist unheimlich energieaufwändig und Recycling ist, da nicht-italienisch, wohl ein Fremdwort. Es wäre also weder verwunderlich noch im selben Maße realitätsfern wie die meisten anderen Politdebatten, wenn der Bundestag bald über den Kapsel-Kaffee-Ausstieg debattieren würde. Der Kaffesatz des Filterkaffees beglückt hingegen entweder die Regenwürmer auf dem Kompost, oder kann alternativ als Dünger für die Zimmerpflanzen der Studentenbude zum Einsatz kommen, unter denen ja bekanntlich, die nach Spidermans Freundin benannte, sehr gefragt sein soll.</p>
<p>Solltet ihr eines Tages in die Verlegenheit geraten, dass der Filter nass, der Kaffee schwarz, der Kaffeesatz aber auf wundersame weiße verschwunden ist, dann ist das weder ein Beweis für die Existenz von Schwarzen Löchern noch für die von <em>Dobby dem Hauself</em>, sondern schlichtweg die Oma, die älter wird. Ja, so ist das mit dem Älterwerden, man wird vergessen man vergisst, vergisst, dass man in die rote Dose ja zuletzt das <em>HAG</em>-Instantpulver gefüllt hatte.</p>
<p>Bevor auch mich die Altersdemenz einholt und ich am Ende vergesse, zum Ende zu kommen, steht mir jetzt der Sinn nach einer schönen Tasse Kaffee, die ich in der Hoffnung genieße, dass die ein oder andere Leseratte unter euch die Käseglocke entdeckt hat. Also nichts wie hoch damit und ran an den Käs… äh Kaffee!</p>
<p><em>Bild: Wikimedia Commons, Hier können Familien Kaffee kochen, Hans Baluschek, 1895</em></p>
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		<title>Guilty Pleasures</title>
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		<pubDate>Fri, 06 Feb 2015 11:57:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[derfarbfleck]]></dc:creator>
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		<category><![CDATA[Gossip Girl]]></category>
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		<description><![CDATA[von Sophia Hohlbaum Haben wir das nicht alle? Diese eine Sache, die wir lieben, aber es nie freiwillig zugeben würden. Vor ein paar Jahren war das für mich „Gossip Girl“. Die Serie, basierend auf der erfolgreichen Bücherserie mit dem gleichen Namen von Cecily von Ziegesar, verfolgt das skandalöse Leben von privilegierten jungen Menschen aus Manhattans [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>von Sophia Hohlbaum<a href="http://www.derfarbfleck.de/old/wp-content/uploads/2015/02/Gossip_girlz.jpg"><img class="alignright wp-image-6647 " src="http://www.derfarbfleck.de/old/wp-content/uploads/2015/02/Gossip_girlz.jpg" alt="Gossip_girlz" width="384" height="207" /></a></em></p>
<p>Haben wir das nicht alle? Diese eine Sache, die wir lieben, aber es nie freiwillig zugeben würden. Vor ein paar Jahren war das für mich „Gossip Girl“.</p>
<p>Die Serie, basierend auf der erfolgreichen Bücherserie mit dem gleichen Namen von Cecily von Ziegesar, verfolgt das skandalöse Leben von privilegierten jungen Menschen aus Manhattans reicher Upper East Side. Das Ganze wird von einem selbsternannten Gossip Girl moderiert, einer anonymen Bloggerin, die detailreich über die Aktionen der beliebten Jugendlichen berichtet. Geheimnisse lüften sich schnell, wenn sie über Massen von SMS verbreitet werden.</p>
<p>Auch wir am LGH hatten kurzzeitig unser Vergnügen mit einem Gossip Girl. Für eine kurze Zeitspanne wurde ein Tumblr-Blog unter dem Namen <em>„gossipgirllgh“</em> erstellt und veröffentlichte erste „Skandale“. Das Privatleben der erwähnten Personen wurde durch die veröffentlichten Einträge angegriffen und im ersten Post wurde sogar dazu aufgerufen, Geheimnisse anderer an das Gossip Girl weiterzuleiten, damit noch weitere Gerüchte zur Bloßstellung anderer dienen können.  Zum Glück aller Beteiligten entschied sich unser Gossip Girl dazu, diesen Blog samt Account nach kurzer Zeit wieder zu löschen.</p>
<p>Aber was wäre, wenn es sich nicht dazu entschieden hätte? Was wäre, wenn weitere Geheimnisse ans Licht gekommen wären? Wie weit wäre unser Gossip Girl gegangen? Wie viele Menschen wären durch diesen Blog verletzt und gedemütigt worden? Wie lange hätte es gedauert, bis mindestens jeder einmal erwähnt worden wäre? Hätte überhaupt jemand etwas dagegen unternommen?</p>
<p>All diese Fragen sollte man sich stellen, wenn man sich damit auseinander setzt. Das ist kein Thema, das man totschweigen sollte. Über soziale Netzwerke verbreitete Gerüchte können sich von einem harmlosen Streich innerhalb weniger Stunden zu einem schwerwiegenden Fehler entwickeln. Wie sehr es das Leben von jungen Menschen beinträchtigen kann, beweist die fiktive Show Gossip Girl. Dass das alles nur erfunden ist und nicht auf wahren Ereignissen beruht, sollte uns allen klar sein. Doch man sollte zwischen Fiktion und Realität eine klare Grenze ziehen. So etwas wie einen anonymen Blogger, der sich über das Leben anderer lustig macht, sollten wir als Gemeinschaft ernsthaft hinterfragen.</p>
<p>Da wir in einer Generation von Menschen leben, wo Gerüchte über einander unvermeidlich geworden sind, sollten wir uns der Konsequenzen unserer Handlungen bewusst sein.</p>
<p>Mit diesem Artikel möchte ich niemanden angreifen, sondern möchte zum Nachdenken anregen, wieso jemand so ein Bedürfnis verspürt so etwas ins Netz zu stellen ohne dabei die möglichen Konsequenzen zu bedenken. Denn was einmal ins Internet gestellt wurde, kann nie wieder zurückgenommen werden.</p>
<p><em>Bildquelle: Snaevar über Wikimedia Commons</em></p>
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		<title>Die Vorhersagen von “Hui Buh”</title>
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		<pubDate>Mon, 26 Jan 2015 19:59:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[derfarbfleck]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Die Welt da draußen]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
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		<description><![CDATA[Ein Plädoyer für mehr wirtschaftliche Zuversicht von Lukas Hornung  Vor wenigen Tagen erregte ein Beitrag des Vortragsabends am LGH Aufsehen, der nicht nur von rassistischen und verschwörungstheoretischen Aussagen geprägt war, wie Lea es treffend in ihrem Artikel beschreibt, sondern der auch Deutschlands wirtschaftliche Zukunft in einem düsteren Bild malte. Die Rede war dabei, von “großen [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>Ein Plädoyer für mehr wirtschaftliche Zuversicht<a href="http://www.derfarbfleck.de/old/wp-content/uploads/2015/01/money-money-money.jpg"><img class="alignright wp-image-6626 " src="http://www.derfarbfleck.de/old/wp-content/uploads/2015/01/money-money-money-300x225.jpg" alt="money money money" width="311" height="233" /></a></em></strong></p>
<p><em>von Lukas Hornung </em></p>
<p>Vor wenigen Tagen erregte ein Beitrag des Vortragsabends am LGH Aufsehen, der nicht nur von rassistischen und verschwörungstheoretischen Aussagen geprägt war, wie Lea es treffend in ihrem <a href="http://www.derfarbfleck.de/old/2015/01/18/hui-buh-und-die-sozialistische-diktatur/">Artikel beschreibt</a>, sondern der auch Deutschlands wirtschaftliche Zukunft in einem düsteren Bild malte.</p>
<p>Die Rede war dabei, von “großen Aufständen” die wir bei uns erleben würden, sowie von einem drastischen Rückgang der wirtschaftlichen Entwicklung. Untermauern konnte der Vortragende, a.k.a. “Hui-Buh”, seine steilen Thesen dabei nicht. Eine solche Sicht auf die Zukunft ist dabei meiner Meinung nach nicht nur unbegründet, nein, sie ist reine Schwarzmalerei.</p>
<p>Denn Deutschland befindet sich, wie kaum ein anderes Land, in einer momentan sehr guten wirtschaftlichen Lage, die auch für die Zukunft hoffen lässt. So lassen etwa die bei uns sehr starken Unternehmen der Chemie-, Pharma-  und Stahlindustrie gerade die Korken knallen &#8211; durch den gesunkenen Ölpreis profitieren sie nämlich direkt. Doch ebenfalls in den anderen auf Export fokussierten Wirtschaftszweigen ist die Stimmung wieder sehr gut &#8211; die massive Abwertung des Euros stärkt sie ungemein.</p>
<p>In gleicher Weise unterstützt die Politik der Europäischen Zentralbank das aufkeimende Wachstum. Mario Draghi verkündete, wie von vielen erwartet, vor wenigen Tagen ein Programm der massiven Ankäufe von Staatsanleihen, im Rahmen von rund 60 Milliarden Euro pro Monat. Damit schließt man sich der erfolgreichen Politik der Fed. an, die unter anderem maßgeblich war für Amerikas nun erstarkte Konjunktur. Die EZB kommt damit aber auch ihrem wichtigsten Auftrag nach: sie hält die Preisentwicklung stabil und treibt die Inflation damit von momentanen 0,6 % wieder auf ein optimales Niveau bei knapp unter 2%. Die deutsche Wirtschaft frohlockt dabei, der ZEW-Konjunkturindex stieg im Januar 2015, allein aufgrund der Erwartung dieser Maßnahmen, von 13,5 auf 48,4 (!) Punkte in die Höhe.</p>
<p>Unser bereits genannter Redner erwähnte ebenso mehrmals China und die “abzockenden Chinesen” in seinen Ausschweifungen. Doch auch die chinesische Politik kann der deutschen Wirtschaft Mut machen. Hier schlägt sich immer mehr die eingeschlagene Strategie der Stärkung des Binnenmarktes in den Zahlen nieder. Die dortige Wirtschaft ist im vergangenen Jahr so “nur noch” um 7,4% gewachsen, der Trend geht weiterhin nach unten. Ebenso büßten ihre Exporte an Menge ein, 6,4 Prozent  sind diese im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Am Wichtigsten für Deutschland ist aber die enorme Steigerung der Nachfrage, entstanden durch das ehrgeizige Ziel, das Chinesische Pro-Kopf-Einkommen bis 2015 zu verdoppeln.  Davon profitieren die deutschen Unternehmen, denn schon heute sind hochwertige Waren “Made in Germany” dort sehr gefragt. Audi und der Küchengerätehersteller WMF  beispielsweise können ein Liedchen davon singen.</p>
<p>Und nun erschrecken Sie bitte nicht, liebe Leser, für die deutsche Wirtschaft hat auch ein anderes Projekt viel Gutes zu bieten: Der Teufel hat einen Namen, er lautet: “<em>Transatlantic Trade and Investment Partnership</em>”, kurz TTIP. Denn bei aller Kritikwürdigkeit des Abkommens, es hat auch sehr gute Aspekte. Die Frage, ob man lieber salmonellenverseuchtes und mit Antibiotika vollgestopftes “gutes deutsches Huhn”, oder eines dieser gefährlichen, amerikanischen “Chlorhühnchen” (wer weiß ob die einen auch abhören!!) essen will, sei dabei einmal dahingestellt. Die neuen Richtlinien, mit denen Standards in der Industrie angepasst werden sollen, begünstigen nämlich vor allem den deutschen Mittelstand, der damit seine Produkte für den amerikanischen Markt weitaus günstiger anbieten kann. In der Maschinenbauindustrie geht man davon aus, dass man rund 18% der Kosten einsparen kann &#8211; ermöglicht durch die Vereinheitlichung der Standards in TTIP. Da geht jedem baden-württembergischen Bürgermeister doch das Herz auf, wenn er an die Mehreinnahmen aus der Gewerbesteuer denkt.</p>
<p>Man empörte sich beim Vortragsabend auch vor allem über die Aussagen, dass “Hui-Buh” keine Chinesen auf sein Firmengelände lassen würde. Genau diese Statements mit deutlich erkennbar fremdenfeindlichen Inhalt, stellen eine Gefahr für Deutschlands Zukunft dar. Denn wie kein anderes Land sind wir auf Zuwanderung angewiesen, nur so kann der demografische Wandel ausgeglichen werden. In Städten wie Berlin ist hingegen Willkommenskultur schon Realität, wie erst kürzlich die Washington Post <a href="http://www.washingtonpost.com/world/europe/the-new-land-of-opportunity-for-immigrants-is-germany/2014/07/27/93464262-7eff-4931-817c-786db6d21ec8_story.html">berichtete</a>. Ja, auch die Förderung von jungen Menschen in Deutschland muss sich dringend verbessern, was einer der wenigen Punkte ist, in denen ich dem Vortragenden zustimmen kann &#8211; aber ohne Zuwanderung wird es in Zukunft nicht gehen.</p>
<p>Viele wirtschaftspolitische Entwicklungen stimmen zuversichtlich für die Zukunft, auf diesen darf sich die deutsche Politik nun nicht ausruhen. Schwarzmalerei oder das Schwadronieren über Deutschlands Entwicklung <a href="http://www.derfarbfleck.de/old/2015/01/18/hui-buh-und-die-sozialistische-diktatur/">zur sozialistischen Diktatur</a> sind aber nicht angebracht.</p>
<p><em>Bildquelle: pixabay.com</em></p>
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		<title>Hui Buh und die sozialistische Diktatur</title>
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		<pubDate>Sun, 18 Jan 2015 12:50:29 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[von Lea Frauenknecht Ein Gespenst geht um in Deutschland. Es ist das Gespenst, dem viele gebannt verfallen sind, wenn es durch die durch Krieg und Terror verängstigten Köpfe spuckt und schauerliche Parolen heult wie etwa: „Unsere abendländische Kultur soll nicht islamisiert werden!“ oder „Deutsche sollen gefälligst in Deutschland bleiben und die vaterländische Wirtschaft stärken!“. Viele [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>von Lea Frauenknecht<a href="http://www.derfarbfleck.de/old/wp-content/uploads/2015/01/Berlin_schaltet_Pegida_das_Licht_aus-z.jpg"><img class="alignright wp-image-6617 " src="http://www.derfarbfleck.de/old/wp-content/uploads/2015/01/Berlin_schaltet_Pegida_das_Licht_aus-z.jpg" alt="Berlin_schaltet_Pegida_das_Licht_aus-z" width="349" height="261" /></a></em></p>
<p>Ein Gespenst geht um in Deutschland. Es ist das Gespenst, dem viele gebannt verfallen sind, wenn es durch die durch Krieg und Terror verängstigten Köpfe spuckt und schauerliche Parolen heult wie etwa: „Unsere abendländische Kultur soll nicht islamisiert werden!“ oder „Deutsche sollen gefälligst in Deutschland bleiben und die vaterländische Wirtschaft stärken!“. Viele sind dem gespenstischen Geheule verfallen, doch die wenigsten geben es zu. Wenn man es bei seinem Namen nennt &#8211; Rassismus heißt der kleine Quälgeist – behaupten die meisten, die seiner geistarmen Rhetorik nicht widerstehen konnten, es trüge einen ganz anderen Namen: „Neokonservatismus“, „gesunder Nationalismus“ oder gar „Kampf gegen jegliche Radikalisierung“.</p>
<p>Einen glühenden Verfechter dieses Spukes bekamen wir auch beim letzten Vortragsabend zu sehen. Hui Buh* beteuerte zwar, seine Ansichten hätten „nichts mit Rassismus zu tun“. Trotzdem verbreitete er munter das Bild der diebischen Chinesen, die scheinbar nur auf eine zufällig offen gelassene Hintertür warten, um die Geheimnisse seines Unternehmens zu stehlen und in China zu verbreiten. Dass ebendiese Volksgruppe mit einer nicht unbeträchtlichen Anzahl im Publikum vertreten war, schien Hui Buh allerdings nicht zu interessieren. Außerdem ist er der festen Ansicht, Deutsche sollten am Besten in Deutschland bleiben, um die nationale Wirtschaft zu unterstützen, anstatt sich als Europäer oder gar als Weltbürger zu fühlen. Und: Deutschland ist, so Hui Buh, mittlerweile eine „sozialistische Diktatur“. Wie meinen? Das soll jetzt etwa „nichts mit Rassismus“ und nichts mit einer sehr rechten Ideologie zu tun haben?</p>
<p>Auch AfD und Pegida ordnen sich ja nicht im rechtskonservativen Kästchen des aktuellen politischen Rasters ein. Etwaige rassistische Hintergründe weist man in diesen Lagern komplett von sich. Trotzdem ist klar, dass allein hinter solchen Namen wie „Alternative für Deutschland“ und „Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“ der Spuk eines längst totgeglaubten Ideologie-Gespenstes steckt, das zur Zeit mit seinen schauderhaften Sprüchen wieder vermehrt Zuspruch findet. Es ist der braune Rassismus, der sich unter einem scheinbar blütenweißen Bettlaken des Neokonservatismus und des „gesunden Menschenverstandes“ versteckt hat. Und leider lassen sich nur allzu viele Menschen von diesem <em>Wolf im Schafspelz 2.0</em> täuschen.</p>
<p>Wie ernst die Lage wirklich ist, zeigte sich in der Neujahrsrede der Bundeskanzlerin: Wenn selbst Angela Merkel, die ja jetzt nicht gerade als linke Socke verschrien ist, ausdrücklich vor dem rechtsradikalen Hintergrund der Pegida-Demonstrationen warnt und zu deren Boykott aufruft, ist es wirklich kurz vor Geisterstunde. Trotzdem boten die letzten Wochen auch mehrfach Beispiele dafür, dass viele Menschen diesem Spuk ein Ende bereiten wollen: In zahlreichen deutschen Städten konnten Pegida-Aufmärsche durch zahlenmäßig überlegene Gegendemos blockiert werden.</p>
<p>Und auch die kritischen Fragen, die von Seiten der Schülerschaft am Donnerstagabend die weiße Verkleidung von Hui Buh in Frage stellten und die braune Gestalt darunter erfolgreich enttarnten, beweisen, dass eine erfreuliche Mehrheit nicht dazu bereit ist, die rechten Parolen einfach zu akzeptieren und den Geistern ihren Glauben zu schenken. Ein Gespenst geht um in Deutschland. Nur wer das Geheule kritisch hinterfragt, setzt dem Spuk ein Ende!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>* Name von der Autorin geändert, damit es ihr später nicht wie Faust ergehen wird („Die Geister, die ich rief&#8230;“)</p>
<p><em>Bildquelle: Andreas Augstein über Wikimedia Commons</em></p>
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		<title>Was uns prägt – 10 Jahre LGH</title>
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		<pubDate>Thu, 18 Dec 2014 09:09:47 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[von Lea Frauenknecht 10 Jahre Landesgymnasium – das sind vier Jahre länger als die Zeitspanne, die man von der siebten Klasse bis zum Abitur an dieser Schule verbringt. Doch schon sechs Jahre sind eine nicht zu verachtende Zeit in einer Gemeinschaft, in der man seine Jugend verbringt. Der Abschnitt im Leben also, der einen Menschen [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>von Lea Frauenknecht <a href="http://www.derfarbfleck.de/old/wp-content/uploads/2014/07/LGH-blau.jpg"><img class="alignright wp-image-6595 " src="http://www.derfarbfleck.de/old/wp-content/uploads/2014/07/LGH-blau.jpg" alt="Lowresdatei. Nutzungsvereinbarung. Nur zur privaten Nutzung bestimmt. Bitte vor Veroeffentlichung Nutzungsrechte bei dem Fotografen Andreas Reeg einholen. Landesgymnasium Baden-Wuerttemberg . Foto und Copyright: Andreas Reeg, Tel: +49-171-5449247, andreas.reeg@t-online.de, www.andreasreeg.de" width="407" height="271" /></a></em></p>
<p>10 Jahre Landesgymnasium – das sind vier Jahre länger als die Zeitspanne, die man von der siebten Klasse bis zum Abitur an dieser Schule verbringt. Doch schon sechs Jahre sind eine nicht zu verachtende Zeit in einer Gemeinschaft, in der man seine Jugend verbringt. Der Abschnitt im Leben also, der einen Menschen prägt und zu dem Individuum formt, als das er die Schule am Ende verlässt. Ausschlaggebend für diese Individualität ist dabei nicht unbedingt nur die Schule an sich: Sie hilft zwar dabei, Stärken zu finden, Interessen zu vertiefen und mit Addita ein möglichst interessensorientiertes Programm zu ermöglichen und gibt hiermit durch den Aspekt der Bildung eine Möglichkeit zur „Selbstfindung“. Viel wichtiger erscheint jedoch die Aufgabe der Gemeinschaft: Die Erziehung zu Selbständigkeit und Eigenverantwortung, die das Internat erfordert, das soziale Verhalten und die Sozialisation in einer Wohngemeinschaft. Aber auch die Entwicklung eines eigenen sozialen Umfelds in Form von Freundschaften, die auf gemeinsamen Erlebnissen innerhalb und außerhalb dieser Gemeinschaft beruhen. Nicht umsonst erscheint es so schwierig, den gemeinsamen Nenner mit Nicht-LGHlern zu finden – die Internatsgemeinschaft ist und bleibt ein Phänomen, das Außenstehenden nur in Einzelfällen zugänglich wird.</p>
<p>So blicken die meisten von uns mit einem lachenden und einem weinenden Auge ihrem Abitur und damit dem Ende ihrer Zeit am LGH entgegen. Das lachende Auge erblickt hierbei die Freiheit von kleinlichen erscheinenden -wenn auch notwendigen- Regelwerken sowie dreckigen Geschirrstapeln in der WG-Küche und auch auf eine Art normaler Privatsphäre, die im Internat nicht unbedingt gewährleistet werden kann. Das lachende Auge vermittelt einen Anschein von Macht, ein neues Kapitel zu beginnen, das sich abseits von schimmelnden Lebensmitteln, WG-Zeiten und Nachmittagsunterricht zuträgt. Der Anfang eines neuen Kapitels bedeutet in diesem Fall aber auch, wie das weinende Auge feststellt, gewachsene Freundschaften zwar nicht aufzugeben, aber zu dezentralisieren, nicht mehr nur eine Zimmertür weitergehen zu müssen, um jemanden zum Quatschen zu haben und auch nicht mehr zu einer so behütenden Gemeinschaft wie der des LGH zu gehören.</p>
<p>Aber auch diese Gemeinschaft hat sich über die Jahre hinweg verändert. Während ich in der siebten Klasse noch jeden LGHler mit Namen kannte und doch über jeden eine Kleinigkeit hätte sagen können – und dies galt damals noch für eine große Mehrheit der Schule -, weiß ich heute bei vielen Mitschülerinnen und Mitschülern nicht einmal mehr, welcher Klassenstufe ich sie zuordnen soll. Denn nicht nur wuchsen wir selbst über die Jahre, auch die Schulgemeinschaft durchlief in den letzten Jahren pubertär anmutende Wachstumsschübe. Diesem alljährlichen Wuchs folgte eine immer größer werdende Anonymität innerhalb der Schülerschaft und man kann es darum nur begrüßen, dass das LGH mit seiner jetzigen Schülerzahl (vorerst (?)) sein Maximum erreicht hat.</p>
<p>Ein wichtiges Thema ist nicht nur das Wachstum der Schule, sondern auch die steigende Fluktuation auch in der Schülerschaft, aber vor allem innerhalb des Lehrkörpers. Eine ehemalige Schülerin soll das LGH einmal mit einem Wackelpudding verglichen haben – wer sich in dessen Innern befinde, sei sofort ein fester Teil der Gemeinschaft und sei ihr zugehörig, doch wer den Wackelpudding verlasse, sei schnell vergessen. Dies scheint heute mehr denn je auf die Schulgemeinschaft zu zu treffen. An einer hohen Fluktuation ist ja per se nicht auszusetzen, denn es scheint durchaus verständlich, dass man nicht seine gesamte Schulzeit oder sein gesamtes Berufsleben unter Hochbegabten und in der Ostalb-Metropole Schwäbisch Gmünd verbringen möchte. Dennoch wird durch dieses ständige Kommen und Gehen die Gemeinschaft lockerer, die Unsicherheiten damit größer, wichtige Säulen im Schulbetrieb brechen weg und lassen eine gewisse Leere zurück. Von diesen Brüchen in der Gemeinschaft her mag auch rühren, dass sich viele Lehrerinnen und Lehrer seit Beginn des Schuljahres mehr denn je über das Arbeitsverhalten und die Kompetenzen der Schülerschaft echauffieren, was wiederum mit dem Versuch der größtmöglichen Distanz, vor allem im Internatsbereich, erwidert wird.</p>
<p>Diese Entwicklung erscheint fast dramatisch, denkt man an die Zeiten zurück, in denen WG-Abende in der Wohnung des Mentors, gemeinsame Ausflüge und sogar Freundschaften zwischen Schülern und Lehrern zum Internatsleben dazugehörten. Es bleibt also der Appell an die Schüler, das Vertrauensverhältnis, das das Internat zwischen Schülerschaft und Lehrern ermöglicht, nicht durch zu viel Distanz aus der Mode kommen zu lassen und die Bitte an die Lehrerschaft, so faul wir auch manchmal sein mögen, über eine gewisse Betriebsblindheit hinwegzusehen und zu überlegen, ob die Schülerinnen und Schüler an normalen Gymnasien wirklich so viel strebsamer, fleißiger und besser sind als wir. Auch die Förderung und Forderung von Individualität sollte im selben Atemzug genannt werden wie eine gewisse pädagogische Milde und vor allem nicht in Vergessenheit geraten – denn immerhin ist sie Teil des schulischen Leitkonzepts. Immer häufiger könnte einen der Verdacht beschleichen, angepasste und brave Mitschülerinnen und Mitschüler wären in der Lehrerschaft besser angesehen als solche, die sich noch die in der Leitlinie geforderten Ecken und Kanten bewahrt haben.</p>
<p>Zum zehnjährigen Jubiläum des Landesgymnasiums bleibt also ein Loblied auf die Gemeinschaft, die uns als prägendes Element in unserer Jugend begleitet, uns zum Unikat macht und der Grund ist, warum wir die Schule nur mit gemischten Gefühlen verlassen. Eine klare Absage an noch mehr Anonymität innerhalb besagter Gemeinschaft und eine deutliche Abfuhr an eine Bevorzugung der Angepasstheit soll aber dennoch erwähnt sein. Was das LGH seit jeher auszeichnet, ist schließlich die Gemeinschaft individueller Charakterköpfe und nicht die graue Masse angepasster 08/15-Schüler.</p>
<p><em>Bildquelle: Schulhomepage</em></p>
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		<title>Du darfst auch Sie zu mir sagen</title>
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		<pubDate>Sun, 12 Oct 2014 10:28:54 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[von Pascal Winterhalter Gespannt wartete ich auf die Frage die allen Gerüchten nach am Anfang der Oberstufe gestellt werden würde. Siezen oder Duzen? Die Tage vergingen, der erste Turnus ging vorüber und nicht ein Lehrer hat mir diese Frage gestellt. Sollte das Siezen doch nur eine Mythe sein, überliefert aus einer Zeit ohne IKEA? Wir [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_6476" style="width: 354px" class="wp-caption alignright"><a href="http://www.derfarbfleck.de/old/wp-content/uploads/2014/10/ikea-siezen.jpg"><img class="wp-image-6476" src="http://www.derfarbfleck.de/old/wp-content/uploads/2014/10/ikea-siezen-300x150.jpg" alt="ikea siezen" width="344" height="172" /></a><p class="wp-caption-text">Duzen Siezen Oberstufe Lehrer IKEA</p></div>
<p><em>von Pascal Winterhalter</em></p>
<p>Gespannt wartete ich auf die Frage die allen Gerüchten nach am Anfang der Oberstufe gestellt werden würde. Siezen oder Duzen? Die Tage vergingen, der erste Turnus ging vorüber und nicht ein Lehrer hat mir diese Frage gestellt.</p>
<p>Sollte das Siezen doch nur eine Mythe sein, überliefert aus einer Zeit ohne IKEA?</p>
<p>Wir leben mit unseren Lehrern auf unserem gemeinsamen Campus, werden von ihnen geweckt, unterhalten uns mit ihnen, kochen gemeinsam mit ihnen und werden von ihnen unterrichtet. Wir bilden, ob es uns nun passt oder nicht, eine große LGH-Familie, zu der eben auch unsere Lehrer gehören; und trotzdem siezen wir unsere Lehrer, weil es sich so gehört.</p>
<p>In Schulbüchern, in Aufgabenstellungen, in Studienratgebern und sogar im Abitur werden wir Schüler gesiezt, nur unseren Lehrern fällt das nicht einmal ein.</p>
<p>„Dürfte ich bitte Ihren Ausweis einmal kurz sehen?“, die nette Dame an der Supermarktkasse siezt mich; „Entschuldigen Sie bitte, wo geht es denn hier zur Landesgartenschau?“, der orientierungslose Autofahrer siezt mich; „Womit kann ich Ihnen behilflich sein?“, der forsche Beamte, der meinen Reisepassantrag bearbeitet, siezt mich; nur unseren Lehrern fällt das nicht einmal ein.</p>
<p>Sherlock siezt Watson, Lanz siezt Lohmann,  Netzer siezt Delling; nur unseren Lehrern fällt das nicht einmal ein.</p>
<p>Es ist sicherlich ein komisches Gefühl bei einem Schüler, den man jahrelang geduzt hat, plötzlich zum Sie zu wechseln. Gerade das  Internat kann da ein Gefühl der Beklommenheit hervorrufen &#8211; hat man den Schüler in der WG, spielt mit ihm Skat, hat man ihn als GM-Schüler, so ist es durchaus nachzuvollziehen warum die Lehrer gerne beim Du bleiben würden.</p>
<p>Suggeriert man den Schülern mit dem Sie nicht aber andererseits auch, dass sie jetzt reifer sind, mehr Freiheiten, Pflichten, Verantwortung haben und die Erwartungen an Sie höher geschraubt werden?</p>
<p>Ich erwarte keinesfalls gesiezt zu werden – ich gehöre zu den Leuten, die das als unangenehm empfänden. Aber finde es dennoch mehr als schade, dass die fakultative Frage – meinetwegen mit dem hastig angefügten „Aber wir bleiben doch beim Du!?“ – ausbleibt und einfach das Thema totgeschwiegen wird.</p>
<p><em>Bildquelle: privat</em></p>
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		<title>Unser September</title>
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		<pubDate>Wed, 08 Oct 2014 20:29:26 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Die Zuguhr zeigt bereits seit einer Stunde 05.10.2014 18:39 an – hoppla, es ist schon Oktober? Aber zunächst alles von vorne: Anreise ab 11.00 Uhr in der Frühe. Schlaftrunken steht man vor den Internatsgebäuden und überlegt wo man denn jetzt nun hingehört. Glücklicherweise ist man nicht der erste und so erschließt sich recht bald, dass [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.derfarbfleck.de/old/wp-content/uploads/2014/03/titelbild-300x223.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-6127" src="http://www.derfarbfleck.de/old/wp-content/uploads/2014/03/titelbild-300x223.jpg" alt="titelbild-300x223" width="300" height="223" /></a></p>
<p>Die Zuguhr zeigt bereits seit einer Stunde 05.10.2014 18:39 an – hoppla, es ist schon Oktober?</p>
<p>Aber zunächst alles von vorne: Anreise ab 11.00 Uhr in der Frühe. Schlaftrunken steht man vor den Internatsgebäuden und überlegt wo man denn jetzt nun hingehört. Glücklicherweise ist man nicht der erste und so erschließt sich recht bald, dass sich glücklicherweise nichts geändert hat. In der WG wird man sehnlichst erwartet; ein Stapel Formulare bearbeitend wird sich höflich nach dem Befinden und den Ferien erkundigt und schon geht die Schlepperei los.</p>
<p><em><strong>Abgehakt – die Kurzmeldungen des Monats:</strong> +++ FFF – <span style="text-decoration: line-through;">Fitness für Ferrückte </span>Flasche für Flasche. Bei Herrn Sachsenmaier sind vergammelte Spülschwämme gegen neue und leere Flaschen gegen volle eintauschbar. +++ Schule als Staat ist tot. Es kam kein Schüleradditum zustande, das Interesse daran ist zu gering – im Gegensatz zu einer Frischküche… +++ der farbfleck hat ein neues Aussehen. +++ Die Printeditionen des farbfleck sind <a href="http://www.derfarbfleck.de/archiv/" target="_blank">online</a>. +++</em></p>
<p><strong>Veränderungen<a href="http://www.derfarbfleck.de/old/wp-content/uploads/2012/11/the-word.jpg"><img class="alignright wp-image-4617 size-medium" src="http://www.derfarbfleck.de/old/wp-content/uploads/2012/11/the-word-300x225.jpg" alt="the-word" width="300" height="225" /></a></strong></p>
<p>Sich mit dem Gedanken abfindend einer höheren Klasse anzugehören trottet man brav zum ersten Abendessen in die Mensa und trifft dort auf eine Ansammlung langer eckiger Tische. In Ordnung, so sehen Tische im Allgemeinen aus. Die Geschirrwagen stehen leider immer noch am falschen Ende und darüber thront neuerdings ein grinsendes Katzengesicht. Halt. Stopp. Die Tische sind eckig. Hat <span style="text-decoration: line-through;">maier</span> man doch tatsächlich die runden Tische entfernt, damit auch alle Oberstüfler daran Platz finden?! Es scheint als wolle man demnächst eine Pflicht für die Teilnahme einführen, um sicherzustellen dass auch die 16 (!) zusätzlichen Plätze belegt sind.</p>
<p>Die Türsummer funktionieren nicht mehr, man könnte versehentlich Gesinde hineinlassen. Und zu allem Überfluss haben die WGs in Haus 25 nun Türknäufe, zu Öffnen sind diese nur noch mit dem passenden Schlüssel. Aber die Türen sind ja schließlich auch nicht als Türen <a title="Über die Utopie einer Internats-WG" href="http://www.derfarbfleck.de/old/2011/02/25/utopie-einer-internats-wg/" target="_blank">konzipiert</a> worden, dem Architekten wird jetzt volle Rechnung getragen.</p>
<p><strong>LGH-Kultur?!</strong></p>
<p><a href="http://www.derfarbfleck.de/old/wp-content/uploads/2014/04/kultur.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-6178" src="http://www.derfarbfleck.de/old/wp-content/uploads/2014/04/kultur.jpg" alt="kultur" width="227" height="142" /></a><a title="Geht’s uns noch gut?" href="http://www.derfarbfleck.de/old/2014/09/29/gehts-uns-noch-gut/" target="_blank">Geht’s uns noch gut?</a> Abgesehen von den beiden äußerst peinlichen Auftritten der Kleinen &#8211; man munkelt es sei auf dem Mist des WG-Mentors gewachsen – glänzten glatte vier WGs (alles Oberstufe) mit gehobenem Niveau am ersten Schulabend. Es sieht aber rosig aus, WG Hanisch richtet mit WG Weber den ersten Schulabend aus und beide haben immerhin einen Ruf zu verlieren. Wir werden gespannt sein.<br />
<em>Von Pascal Winterhalter</em><br />
<em>Bildnachweise: Morio (Wikimedia Commons)</em></p>
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		<title>Be new &#8211; Be you</title>
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		<pubDate>Mon, 06 Oct 2014 14:01:20 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[von Michelle Braun Am 15. September diesen Jahres begann für rund 50 von insgesamt 240 Schülern ein neuer Lebensabschnitt am LGH. Auch ich war eine von ihnen. Mittlerweile sind zwar schon ein paar Wochen vergangen, doch wenn ich ehrlich bin, ist der sogenannte „Alltagstrott“ immer noch nicht eingekehrt. Einführungsmodule in verschiedensten Bereichen, Immatrikulationsfeiern oder die [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>von Michelle Braun<a href="http://www.derfarbfleck.de/old/wp-content/uploads/2014/10/Immatrikulation1.jpg"><img class="alignright wp-image-6459 size-medium" src="http://www.derfarbfleck.de/old/wp-content/uploads/2014/10/Immatrikulation1-300x200.jpg" alt="Immatrikulation" width="300" height="200" /></a></em></p>
<p>Am 15. September diesen Jahres begann für rund 50 von insgesamt 240 Schülern ein neuer Lebensabschnitt am LGH. Auch ich war eine von ihnen. Mittlerweile sind zwar schon ein paar Wochen vergangen, doch wenn ich ehrlich bin, ist der sogenannte „Alltagstrott“ immer noch nicht eingekehrt.</p>
<p>Einführungsmodule in verschiedensten Bereichen, Immatrikulationsfeiern oder die berühmt berüchtigten Hüttentage für alle neuen Schüler haben dazu geführt, dass bis jetzt gerade einmal eine Woche regulärer Unterricht stattfinden konnte. Dazu kommen Termine wie Schülerratssitzungen, Schulabende und Vollversammlungen oder Vorträge die das ganze Jahr über wohl selbst eine „normale“ Schulwoche zu einem spannenden Veranstaltungsterminkalender machen werden. Da stellt sich mir die Frage, ob die neuen Schüler überhaupt wussten, auf was sie sich da am LGH einlassen?</p>
<p>Diese Frage kann ich wohl selbst am besten beantworten. Nein, ich wusste zwar, dass das LGH auf irgendeine Art und Weise Veränderung in mein Leben bringen würde, aber mit so viel Veränderung auf einmal hatte ich nicht gerechnet. Ich kann euch sagen, und ich bin mir sicher, dass einige mir zustimmen würden (immerhin war jeder von uns einmal ganz neu an dieser Schule): es ist nicht einfach. Die Umstellung auf das selbstständige Internatsleben und die damit verbundene oft stundenlange An- und Abreise, beziehungsweise die Verlängerung des Schulwegs für Externe von rund 5 Minuten Fußweg auf fast 1 Stunde mit Bus und Bahn, ist für die meisten sehr ungewohnt. Man vermisst seine Eltern, egal wie oft man sich früher zu Hause mit ihnen gestritten hat. Es fehlen einem ebenso die alte Schule und die Freunde, um nicht zu sagen die Familie, die man dort über Jahre hatte. Die Situation jetzt dagegen: Die Stundenpläne werden voller, weil man sich vor Addita-Angeboten kaum retten kann und am liebsten alles ausprobieren möchte. Das für uns neue Schienensystem fördert uns da, wo unsere Stärken liegen und gleichzeitig fordert der Unterricht teilweise mehr als wir geben und verstehen können. Außerdem finden wir am LGH eine Gemeinschaft vor, die nur die wenigsten von uns so von ihrer alten Schule kannten. Viele von uns sind ans LGH gekommen, da sie gemerkt haben, dass sie vielleicht irgendwie anders und damit nicht von den anderen akzeptiert waren. Zu wissen, dass es auch anderen so ging und jetzt auf einmal genau diese Akzeptanz zu bekommen fühlt sich gut an.</p>
<p>Die Liste der Veränderungen, wohlgemerkt positive Veränderungen, ist lang, doch ich habe gemerkt, dass wenn man sich erst einmal darauf einlässt ist sie gut so, diese Veränderung. Wir alle haben Menschen um uns herum, die uns helfen. Unsere neuen Mitschüler, denen es genauso geht, ältere Schüler, die das alles schon kennen, oder engagierte Lehrer, die sich Mühe geben, dass es uns gut geht und wir uns bestmöglich einleben können. Ich glaube fest daran, dass sich der „Alltagstrott“ früher oder später von selbst einspielen wird. Die Entscheidung ans LGH zu wechseln ist für jetzt und auch für unsere Zukunft eine gute Wahl.</p>
<p><em>Bildquelle: Schulhomepage</em></p>
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