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	<title>derfarbfleck &#187; Wirtschaft</title>
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	<description>mehr als nur schwarz auf weiß</description>
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		<title>Die Vorhersagen von “Hui Buh”</title>
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		<pubDate>Mon, 26 Jan 2015 19:59:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[derfarbfleck]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ein Plädoyer für mehr wirtschaftliche Zuversicht von Lukas Hornung  Vor wenigen Tagen erregte ein Beitrag des Vortragsabends am LGH Aufsehen, der nicht nur von rassistischen und verschwörungstheoretischen Aussagen geprägt war, wie Lea es treffend in ihrem Artikel beschreibt, sondern der auch Deutschlands wirtschaftliche Zukunft in einem düsteren Bild malte. Die Rede war dabei, von “großen [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>Ein Plädoyer für mehr wirtschaftliche Zuversicht<a href="http://www.derfarbfleck.de/old/wp-content/uploads/2015/01/money-money-money.jpg"><img class="alignright wp-image-6626 " src="http://www.derfarbfleck.de/old/wp-content/uploads/2015/01/money-money-money-300x225.jpg" alt="money money money" width="311" height="233" /></a></em></strong></p>
<p><em>von Lukas Hornung </em></p>
<p>Vor wenigen Tagen erregte ein Beitrag des Vortragsabends am LGH Aufsehen, der nicht nur von rassistischen und verschwörungstheoretischen Aussagen geprägt war, wie Lea es treffend in ihrem <a href="http://www.derfarbfleck.de/old/2015/01/18/hui-buh-und-die-sozialistische-diktatur/">Artikel beschreibt</a>, sondern der auch Deutschlands wirtschaftliche Zukunft in einem düsteren Bild malte.</p>
<p>Die Rede war dabei, von “großen Aufständen” die wir bei uns erleben würden, sowie von einem drastischen Rückgang der wirtschaftlichen Entwicklung. Untermauern konnte der Vortragende, a.k.a. “Hui-Buh”, seine steilen Thesen dabei nicht. Eine solche Sicht auf die Zukunft ist dabei meiner Meinung nach nicht nur unbegründet, nein, sie ist reine Schwarzmalerei.</p>
<p>Denn Deutschland befindet sich, wie kaum ein anderes Land, in einer momentan sehr guten wirtschaftlichen Lage, die auch für die Zukunft hoffen lässt. So lassen etwa die bei uns sehr starken Unternehmen der Chemie-, Pharma-  und Stahlindustrie gerade die Korken knallen &#8211; durch den gesunkenen Ölpreis profitieren sie nämlich direkt. Doch ebenfalls in den anderen auf Export fokussierten Wirtschaftszweigen ist die Stimmung wieder sehr gut &#8211; die massive Abwertung des Euros stärkt sie ungemein.</p>
<p>In gleicher Weise unterstützt die Politik der Europäischen Zentralbank das aufkeimende Wachstum. Mario Draghi verkündete, wie von vielen erwartet, vor wenigen Tagen ein Programm der massiven Ankäufe von Staatsanleihen, im Rahmen von rund 60 Milliarden Euro pro Monat. Damit schließt man sich der erfolgreichen Politik der Fed. an, die unter anderem maßgeblich war für Amerikas nun erstarkte Konjunktur. Die EZB kommt damit aber auch ihrem wichtigsten Auftrag nach: sie hält die Preisentwicklung stabil und treibt die Inflation damit von momentanen 0,6 % wieder auf ein optimales Niveau bei knapp unter 2%. Die deutsche Wirtschaft frohlockt dabei, der ZEW-Konjunkturindex stieg im Januar 2015, allein aufgrund der Erwartung dieser Maßnahmen, von 13,5 auf 48,4 (!) Punkte in die Höhe.</p>
<p>Unser bereits genannter Redner erwähnte ebenso mehrmals China und die “abzockenden Chinesen” in seinen Ausschweifungen. Doch auch die chinesische Politik kann der deutschen Wirtschaft Mut machen. Hier schlägt sich immer mehr die eingeschlagene Strategie der Stärkung des Binnenmarktes in den Zahlen nieder. Die dortige Wirtschaft ist im vergangenen Jahr so “nur noch” um 7,4% gewachsen, der Trend geht weiterhin nach unten. Ebenso büßten ihre Exporte an Menge ein, 6,4 Prozent  sind diese im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Am Wichtigsten für Deutschland ist aber die enorme Steigerung der Nachfrage, entstanden durch das ehrgeizige Ziel, das Chinesische Pro-Kopf-Einkommen bis 2015 zu verdoppeln.  Davon profitieren die deutschen Unternehmen, denn schon heute sind hochwertige Waren “Made in Germany” dort sehr gefragt. Audi und der Küchengerätehersteller WMF  beispielsweise können ein Liedchen davon singen.</p>
<p>Und nun erschrecken Sie bitte nicht, liebe Leser, für die deutsche Wirtschaft hat auch ein anderes Projekt viel Gutes zu bieten: Der Teufel hat einen Namen, er lautet: “<em>Transatlantic Trade and Investment Partnership</em>”, kurz TTIP. Denn bei aller Kritikwürdigkeit des Abkommens, es hat auch sehr gute Aspekte. Die Frage, ob man lieber salmonellenverseuchtes und mit Antibiotika vollgestopftes “gutes deutsches Huhn”, oder eines dieser gefährlichen, amerikanischen “Chlorhühnchen” (wer weiß ob die einen auch abhören!!) essen will, sei dabei einmal dahingestellt. Die neuen Richtlinien, mit denen Standards in der Industrie angepasst werden sollen, begünstigen nämlich vor allem den deutschen Mittelstand, der damit seine Produkte für den amerikanischen Markt weitaus günstiger anbieten kann. In der Maschinenbauindustrie geht man davon aus, dass man rund 18% der Kosten einsparen kann &#8211; ermöglicht durch die Vereinheitlichung der Standards in TTIP. Da geht jedem baden-württembergischen Bürgermeister doch das Herz auf, wenn er an die Mehreinnahmen aus der Gewerbesteuer denkt.</p>
<p>Man empörte sich beim Vortragsabend auch vor allem über die Aussagen, dass “Hui-Buh” keine Chinesen auf sein Firmengelände lassen würde. Genau diese Statements mit deutlich erkennbar fremdenfeindlichen Inhalt, stellen eine Gefahr für Deutschlands Zukunft dar. Denn wie kein anderes Land sind wir auf Zuwanderung angewiesen, nur so kann der demografische Wandel ausgeglichen werden. In Städten wie Berlin ist hingegen Willkommenskultur schon Realität, wie erst kürzlich die Washington Post <a href="http://www.washingtonpost.com/world/europe/the-new-land-of-opportunity-for-immigrants-is-germany/2014/07/27/93464262-7eff-4931-817c-786db6d21ec8_story.html">berichtete</a>. Ja, auch die Förderung von jungen Menschen in Deutschland muss sich dringend verbessern, was einer der wenigen Punkte ist, in denen ich dem Vortragenden zustimmen kann &#8211; aber ohne Zuwanderung wird es in Zukunft nicht gehen.</p>
<p>Viele wirtschaftspolitische Entwicklungen stimmen zuversichtlich für die Zukunft, auf diesen darf sich die deutsche Politik nun nicht ausruhen. Schwarzmalerei oder das Schwadronieren über Deutschlands Entwicklung <a href="http://www.derfarbfleck.de/old/2015/01/18/hui-buh-und-die-sozialistische-diktatur/">zur sozialistischen Diktatur</a> sind aber nicht angebracht.</p>
<p><em>Bildquelle: pixabay.com</em></p>
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		<title>Das Geld der Zukunft?</title>
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		<pubDate>Wed, 09 Jul 2014 16:11:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[derfarbfleck]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[von Gilbert Hörmann Was sind Bitcoins? Bitcoin ist eine Form von virtuellem Geld. Sie wurde 2009 von Studenten des MIT (Massachusetts Institute of Technology), einer renommierten Universität in Boston entwickelt. Man kann sie auf Computern mit den Betriebssystemen Windows, Linux und Mac OS X benutzen, nachdem man sich ein entsprechendes Programm heruntergeladen und in das [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>von Gilbert Hörmann<img class="alignnone size-medium wp-image-6315 alignright" src="http://www.derfarbfleck.de/old/wp-content/uploads/2014/07/bitcoin-300x282.jpg" alt="bitcoin" width="300" height="282" /></em></p>
<p>Was sind Bitcoins?</p>
<p>Bitcoin ist eine Form von virtuellem Geld. Sie wurde 2009 von Studenten des MIT (Massachusetts Institute of Technology), einer renommierten Universität in Boston entwickelt. Man kann sie auf Computern mit den Betriebssystemen Windows, Linux und Mac OS X benutzen, nachdem man sich ein entsprechendes Programm heruntergeladen und in das Netzwerk aufgenommen wurde. Bitcoins können gekauft, gemint oder verdient werden.</p>
<p>Wer sich 2009 Bitcoins gekauft hätte, wäre jetzt mit großer Wahrscheinlichkeit sehr reich. 2009 lag der Preis pro Bitcoin noch bei rund 20 €. Momentan bekommt man sie erst ab 320 €. Wenn man sich 2009 100 Stück gekauft hätte, dann hätte man mittlerweile 30.000 € Gewinn gemacht.</p>
<p>Ein erhöhtes Risiko besteht jedoch für Anbieter, welche Bitcoins gegen Geld handeln. Dabei kann man seine Bitcoins z. B. auf seine Kreditarte überweisen. Doch es gibt dabei keinen Schutz, dass die Zahlung nach der Transaktion nicht wieder rückgängig gemacht wird. Dienste wie Paypal blockieren Bitcoins. Zudem gibt es Hacker, die die Accounts knacken können, doch diese sind eher selten.</p>
<p>Bitcoins sind das einfachste und schnellste Zahlungsmittel im Internet. Sie auszutauschen ist genauso einfach wie E-Mails zu verschicken. Nachdem man die Bitcoin-Adresse eingegeben hat muss man nur noch die Anzahl der Bitcoins eingeben und dann kann man sie sofort verschicken. Außerdem sind Bitcoins fälschungssicher, da sie aus einem sehr langen Code bestehen, welcher nicht kopiert werden kann.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Und wie werden sie beschafft?</p>
<p>Kaufen: Bitcoins zu kaufen muss man sich erst einmal einen „Digitalen Wallet“ einrichten. Danach kann man sich auf Seiten wie www.bitcoin.de Bitcoins gegen andere Währungen, also Überweisungen oder Bargeld, kaufen.</p>
<p>Minen: Beim Minen braucht man zunächst eine sehr gute Grafikkarte. Wenn man die hat, kann man in einem Online-Pool nach Bitcoins suchen. Das Einzige, was man dafür bezahlen muss, sind die Stromkosten für den Rechner.</p>
<p>Verdienen: Man kann Bitcoins verdienen indem man „Mini-Aufgaben“ wie zum Beispiel das Sortieren von Seiten erledigt oder seinen Computer für verschiedene Dienste zur Verfügung stellt. So kommt auch neues Geld in das System, dafür gibt es sonst keine andere Möglichkeit.</p>
<p><em>Bild: Casascius über Wikimedia Commons</em></p>
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		<title>The Flower in the Box</title>
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		<pubDate>Tue, 11 Feb 2014 20:05:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[derfarbfleck]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[von Camil Kotkowski Im Rahmen des Junior-Projekts hat der Wirtschaftskurs der 11. Klasse eine Schülerfirma namens trendecor ins Leben gerufen. Das bundesweite JUNIOR-Projekt bietet Schülern die Möglichkeit, ein eigenes Schülerunternehmen zu gründen. Ziel des Projekts ist es, wirtschaftliche Zusammenhänge realitätsnah erlebbar zu machen, um für uns Jugendliche ein aufregendes und spannendes Lernerlebnis zu schaffen. Damit [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em><a href="http://www.derfarbfleck.de/old/wp-content/uploads/2014/02/1800809_1437925136443052_957691623_n.jpg"><img class="size-medium wp-image-6065 alignleft" alt="1800809_1437925136443052_957691623_n" src="http://www.derfarbfleck.de/old/wp-content/uploads/2014/02/1800809_1437925136443052_957691623_n-300x67.jpg" width="300" height="67" /></a>von Camil Kotkowski</em></p>
<p>Im Rahmen des Junior-Projekts hat der Wirtschaftskurs der 11. Klasse eine Schülerfirma namens trendecor ins Leben gerufen.</p>
<p>Das bundesweite JUNIOR-Projekt bietet Schülern die Möglichkeit, ein eigenes Schülerunternehmen zu gründen. Ziel des Projekts ist es, wirtschaftliche Zusammenhänge realitätsnah erlebbar zu machen, um für uns Jugendliche ein aufregendes und spannendes Lernerlebnis zu schaffen. Damit sollen das Verständnis und der Einblick in die Bereiche Wirtschaft, Management, Produktentwicklung und Marketing vertieft werden und berufliche Perspektiven in diesen Bereichen aufgezeigt werden.</p>
<p>Als kompletter Kurs sind wir Schüler aufgefordert, uns als Unternehmen zu organisieren, Aufgaben in diesem Unternehmen zu finden und diese gemeinsam zu koordinieren und zu bewältigen. Wir müssen eine eigene Firmen- und Produktidee entwickeln, eine komplette Finanzplanung aufstellen, Sponsoren, Wirschaftspaten und -partner finden und über Marketing, Medienarbeit und Außendarstellung unser Produkt verkaufen.</p>
<p>Der Name unserer Schülerfirma stammt aus der Verbindung zweier Worte, <i>trend</i> und <i>decor</i>. Wie jedes Unternehmen ist unsere Schülerfirma in verschiedene Abteilungen unterteilt. Die Zusammenarbeit jener Organe koordiniert der Vorstand, bestehend aus der Vorstandsvorsitzenden Thea Kosche und ihrem Vertreter Jan Rohonyi. Ihre Aufgabe ist neben der Leitung auch die Zielfestlegung. Die Abteilungen sind nach den betrieblichen Grundfunktionen eingeteilt. Um die Effizienz in den jeweiligen Sparten zu gewährleisten, verfügt jede Abteilung über eine Leitungsposition, welche einen Platz im erweiterten Vorstand inne hat.</p>
<p>Die große Marketingabteilung wird von Lukas Hornung geleitet. Er verwaltet zum einen die Absatzfunktion, sprich Marktforschung und die Preispolitik, als auch Public Relations. Bei der Preisfestlegung arbeitet Lukas vor allem eng mit Jonathan aus der Finanzabteilung, welche für das Kapital und die Unternehmensbilanz zuständig ist, zusammen. Den produktiven Teil übernimmt die Designabteilung unter Jan Lorch und Carla Rieger aus der Technik. Hier wird das von Jan entworfene Produkt dann von Carla umgesetzt. Bei einer Schülerfirma darf der bürokratische Part natürlich nicht fehlen, deswegen kümmert sich Kim Wolf um die Verwaltungsabteilung.</p>
<p>Der Name unseres Hauptproduktes ist <i>flox</i>, eine Verkürzung des Terms <i>the flower in the box</i>. Grundgedanke war, eine runde Metallic-Dose von zirka 10 cm Durchmesser mit einem Päckchen Blumenerde und einem Päckchen ausgewählter Blumensamen zur Selbstaufzucht der gewünschten Blume zu befüllen. Zur Auswahl stehen Tausendschön, Kamille, Islandmohn, Lobelien und Portulakröschen. Wichtig war uns dabei die einfache Handhabung, ein cooles Design und unterschiedliche Auswahlmöglichkeiten für den Kunden, um auf die verschiedenen Geschmäcker eingehen zu können. Unsere Idee war, anlässlich der Landesgartenschau, aber auch anderer Events, wie der Grünen Woche, eine „Blume in der Dose“ zu verkaufen.<em><a href="http://www.derfarbfleck.de/old/wp-content/uploads/2014/02/1779637_1437925146443051_954741077_n.jpg"><img class="size-medium wp-image-6066 alignright" alt="1779637_1437925146443051_954741077_n" src="http://www.derfarbfleck.de/old/wp-content/uploads/2014/02/1779637_1437925146443051_954741077_n-300x198.jpg" width="300" height="198" /></a></em></p>
<p>Die Dose wird von unserem Design-Team ausgesucht und auf Deckel und Unterseite gestaltet. Außerdem wird sich in einer jeden Dose neben einer kurzen Gebrauchsanweisung eine Kurzinformation zur Blume befinden. Unter anderem wird es wahrscheinlich die Möglichkeit geben, ein Kärtchen mit einer persönlichen Nachricht beifügen zu lassen.</p>
<p>Vor allem in Hinblick auf die diesjährige Landesgartenschau in Schwäbisch Gmünd, sind wir zuversichtlich, dass unser Produkt unseren Anteilseignern einiges an Gewinn bescheren wird.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Bilder: trendecor</em></p>
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		<title>Besteht noch Hoffnung?</title>
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		<pubDate>Mon, 03 Jun 2013 06:38:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[derfarbfleck]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[von Theresa Friedle T-Shirts für fünf Euro , Jeans für zehn, und auch wenn die Sachen nicht gerade das neue Lieblingsstück sind: für das Geld kann man es ja trotzdem mal mitnehmen. Dass bei dieser Rechnung irgendjemand bezahlen muss, konnte sich seit Jahren jeder denken, und wer dazu nicht in der Lage war, konnte es [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;" lang="de-DE" align="CENTER"><img class="alignleft" title="Besteht noch Hoffnung?" src="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/6/6e/Kreuzwinkelst%C3%A4nder.jpg?uselang=de" alt="" width="407" height="305" /><em>von Theresa Friedle</em></p>
<p style="text-align: justify;">T-Shirts für fünf Euro , Jeans für zehn, und auch wenn die Sachen nicht gerade das neue Lieblingsstück sind: für das Geld kann man es ja trotzdem mal mitnehmen. Dass bei dieser Rechnung irgendjemand bezahlen muss, konnte sich seit Jahren jeder denken, und wer dazu nicht in der Lage war, konnte es in diversen Artikeln über Löhne, Arbeitszeiten und Sicherheitsbestimmungen in Bangladesch , Persien oder China nachlesen.</p>
<p style="text-align: justify;">Das Einzige, das wirklich zu interessieren schien, war, ob Kik in dieser Fabrik Kleidung herstellen ließ, ob der Auftrag dafür direkt oder indirekt und wer dafür verantwortlich war. Sogar dem Spiegel war diese Frage einen ganzen Artikel wert. Dabei war es von Anfang an vollkommen gleichgültig, ob Kik nun in genau dieser Fabrik produzieren ließ oder in einer anderen. Letztendlich ist es Zufall, welche Fabrik einstürzt, denn in einem sind sich alle einig: Die schlechte Bauweise und die Nachlässigkeit im Umgang mit Sicherheitsrisiken ist kein Einzelfall. Im Gegenteil: Fabriken wie diese gibt es zu Hunderten in China, Südostasien und inzwischen auch immer mehr in Afrika.</p>
<p style="text-align: justify;">Daher sind jetzt nicht Schuldzuweisungen gefragt, sondern konstruktive Änderungsvorschläge. Und so zynisch es auch klingt, der Einsturz der Fabrik hat auch ein Gutes, denn bisher wurde bei schlechten Arbeitsbedingungen in der Textilbranche meist auf den Konsumenten verwiesen: Wenn die Kleidung nicht billig genug sei, werde dieser sie nicht kaufen. Und das Konsumverhalten der breiten Masse schien dies zu bestätigen. Doch in der aktuellen Debatte wurden immer häufiger auch Stimmen laut, die ein Eingreifen der Konzerne fordern und die Betreiber der Fabriken in die Pflicht nehmen.</p>
<p style="text-align: justify;">Dies ist nun auch geschehen, da Disney angekündigt hat, in Zukunft nicht mehr in Bangladesch produzieren lassen. Außerdem will der Konzern auch nicht mehr in vier weiteren Höchstrisikoländern produzieren lassen und ruft dazu auch weitere Konzerne auf.</p>
<p style="text-align: justify;">H&amp;M, C&amp;A und Zara-Tochter Inditex wollen einen anderen Weg gehen: Anstatt das Land vollständig zu boykottieren und damit den Näherinnen dort die Lebensgrundlage zu rauben, wollen sie die Arbeitsbedingungen der Arbeiterinnen ändern. Dem schließt sich auch die Regierung Bangladeschs an: Arbeiter sollen nun, um eine Gewerkschaft gründen zu dürfen, nicht mehr die Zustimmung ihres Arbeitgebers benötigen und auch der gesetzliche Monatslohn, der bisher bei circa 30 Euro im Monat liegt, soll angehoben werden.</p>
<p style="text-align: justify;">Die vielleicht größten Auswirkungen wird jedoch vermutlich die Vereinbarung zwischen internationalen Gewerkschaften, westlichen Großabnehmern und Fabrikbetreibern haben. In Dieser verpflichten sich die Konzerne, die Instandhaltungskosten für die Fabriken zu übernehmen, die Vereinbarung beinhaltet unabhängige Sicherheitsinspektionen und bindet die Arbeiter und Gewerkschaften stärker in Entscheidungen mit ein.</p>
<p style="text-align: justify;">Mit diesen Maßnahmen ist endlich ein wichtiger Schritt getan, denn es wurde die Verantwortung vom Kunden weg zu denen geschoben, die wirklich etwas ändern können: Den Modemarken und den Arbeitgebern. Es besteht also doch noch Hoffnung, dass wir irgendwann in einer fernen Zukunft nicht mehr automatisch davon ausgehen müssen, dass jedes Kleidungsstück von unterbezahlten und ungebildeten Kindern gefertigt wurde.</p>
<p style="text-align: justify;"><em>Bildquelle:</em> By Jared Preston (own work), (CC-BY-SA-3.0(http://www.wikimediacommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de)), Via Wikimedia Commons</p>
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		<title>Eine griechisch-zypriotische Tragödie</title>
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		<pubDate>Mon, 08 Apr 2013 09:03:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[derfarbfleck]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[von Theresa Friedle Schuldenkrise, Staatspleiten, Rettungsschirme &#8211; die meisten können es langsam nicht mehr hören. Die wollen doch alle nur Geld von uns! Doch nachdem nun nach Griechenland auch Zypern vor dem Abgrund steht, fragt sich auch der eine oder andere, wie es weitergehen soll. Denn in dieser Krise geht es keineswegs nur um Banken [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><img class="alignleft" src="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/7/7c/Flag_of_Cyprus_%282006%29.svg" alt="" width="382" height="229" />von Theresa Friedle</p>
<p style="text-align: justify;">Schuldenkrise, Staatspleiten, Rettungsschirme &#8211; die meisten können es langsam nicht mehr hören. Die wollen doch alle nur Geld von uns! Doch nachdem nun nach Griechenland auch Zypern vor dem Abgrund steht, fragt sich auch der eine oder andere, wie es weitergehen soll. Denn in dieser Krise geht es keineswegs nur um Banken und Staaten, wie das Beispiel Zypern zeigt, wo der Staat sich seine Schulden einfach mal von Anlegern bezahlen lässt. Damit wird das sowieso schon geplagte Volk in die Pflicht genommen. Denn während in Deutschland die meisten Menschen es als Grundrecht betrachten, dass sie im Notfall Geld von der Bank abheben können, waren diese in Zypern nun für zwei Wochen geschlossen. Und auch wenn sie jetzt wieder geöffnet sind, wird die zyprische Börse noch bis zum Ersten April geschlossen bleiben. Und wer ist schuld daran? Natürlich mal wieder die Deutschen mit ihrer Sparpolitik. Denn das neue Sparprogramm der EU sah vor, dass die beiden größten Banken Zyperns zusammengelegt werden. Für diese Umstrukturierung mussten die Banken geschlossen werden. Doch wie konnte das passieren? Zwar war Zypern schon lange verschuldet, doch eine so drastische Maßnahme war nicht einmal in Griechenland nötig gewesen.</p>
<p style="text-align: justify;">Dazu muss man zuerst wissen, dass die zyprischen Banken aufgrund der gemeinsamen Sprache viele Geschäftsbeziehungen mit Griechenland hatten, vor allem waren beide Banken im Besitz von griechischen Staatsanleihen. So waren beide schon 2009, als die griechische Tragödie ihren Lauf nahm, tief in die griechische Wirtschaft verstrickt. Dennoch bestanden sie noch 2010 zwei Stresstests von der europäischen Aufsicht mit Bravour. Dies konnte nur geschehen, weil die Initianten des Tests nicht auf die Idee kamen, dass auch Staatsanleihen an Wert verlieren könnten, und somit ein beträchtliches Risiko darstellten. Da beide Banken über ein beträchtliches Eigenkapital verfügten, bestanden sie die Stresstests, so dass sie keinen Grund sahen, ihren Kurs zu ändern. Im Gegenteil: bis 2011 nahmen sie immer mehr griechische Staatsanleihen auf und stürzten sich auf Investitionsmöglichkeiten in dem Land, das andere Investoren inzwischen wie die Pest fürchteten. Gleichzeitig schütteten die Banken, ermutigt durch die Stresstests, üppige Dividenden aus, sodass das Kapital immer weiter schwand. Erst Ende 2011, nachdem die EU im Zuge eines Rettungsschirms für Griechenland auch deren Staatspapiere herabgestuft hatte, machten die Banken eine Kehrtwende. Man werde versuchen, die Anlagen in griechische Papiere zu verringern, hieß es.</p>
<p style="text-align: justify;">Doch diese Einsicht kam zu spät. Obwohl die Banken hastig Kreditvergaben zusammenstrichen, wurden sie bei einem dritten Stresstest im Dezember 2011 zu den 31 Finanzinstituten gerechnet, die zusätzliches Eigenkapital brauchen. Bis Juni 2012 hatten die Banken Zeit, neues Kapital zu beschaffen. Sie haben es nicht geschafft, und rissen so ganz Zypern mit in den Abgrund.</p>
<p style="text-align: justify;">Deshalb ist nun wieder einmal ein Rettungsschirm fällig, nach Griechenland, Irland, Portugal und Spanien ist Zypern das fünfte Land, das diesen in Anspruch nimmt. Überraschenderweise wird sich auch Russland an der Rettung beteiligen, und zwar mit einem Kredit von 2,5 Milliarden Euro, der schon im Sommer 2011 vergeben wurde.</p>
<p style="text-align: justify;">Doch selbstverständlich kommt dieser Rettungsschirm nicht umsonst. Und damit wären wir wieder bei den ganz normalen Leuten auf der Straße, die nun nämlich Zypern retten müssen. Dafür muss zunächst die Einkommenssteuer, die bisher eine der niedrigsten der Welt war, steigen. Außerdem sollte jeder Kontoinhaber eine Abgabe von fast 10% zahlen. Dies trifft jedoch nicht nur zyprische Bürger, die die Abgabe als sehr ungerecht empfinden, sondern auch russische und vor allem griechische Sparer. Um eine Kapitalflucht zu unterbinden wurden die Banken geschlossen, bis das entsprechende Gesetz verabschiedet worden war. Wurde es aber nicht. Kein einziger der zyprischen Abgeordneten stimmte für das Gesetz. Stattdessen sollte ein Solidaritätsfond helfen. Außerdem hoffte Zypern auf weitere Hilfe aus Russland. Putin jedoch enttäuschte diese Hoffnungen. In den nächsten Tagen scheiterte auch der Wunderfond. Und nun da alle Stricke reißen, kommt die Zwangsabgabe wieder auf den Tisch. Doch zunächst kam Zypern den Rettern entgegen, indem es der Aufspaltung der zweitgrößten Bank des Landes zustimmte. Und dann ist sie wieder da: alle Einlagen bei der größten Bank Zyperns über 100 000 Euro sollen mit einer einmaligen Steuer von 20% belegt werden. Auch andere Banken sollen, wenn auch geringere, Steuern verlangen. Damit ist die Apokalypse abgewendet, der Austritt Zyperns aus der Eurozone oder gar sein Bankrott ist vom Tisch, dennoch bleibt die Frage: Was ist die Lektion dieses Dramas? Vielleicht, dass schwere Entscheidungen manchmal unabwendbar sind. Und dass die Eurokrise noch längst nicht ausgestanden ist.</p>
<p style="text-align: justify;"><em>Bildquelle: von User:Vzb83 (Eigenes Werk) [Public domain], via Wikimedia Commons</em></p>
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		<title>fair Crowd! &#8211; Neue Schülerfirma am LGH</title>
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		<pubDate>Sun, 25 Nov 2012 15:39:22 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[Wir hier drinnen]]></category>
		<category><![CDATA[Fair Crowd]]></category>
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		<description><![CDATA[von Arndt Kröger und Jonathan Weber Gewalt in Stadien – eine Problematik, die in den letzten Jahren immer mehr in das Zentrum öffentlicher Aufmerksamkeit gerückt ist. Die Freude an Sport und Wettkampf wird inzwischen von drastischer Fangewalt überschattet. Der Wirtschaftskurs der elften Klasse des Landesgymnasiums für Hochbegabte hat sich klar gegen Fangewalt ausgesprochen und möchte [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.derfarbfleck.de/old/wp-content/uploads/2012/11/FairCrowd.png"><img class="alignleft  wp-image-4753" title="FairCrowd" src="http://www.derfarbfleck.de/old/wp-content/uploads/2012/11/FairCrowd.png" alt="" width="756" height="148" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">von Arndt Kröger und Jonathan Weber</p>
<p style="text-align: justify;">Gewalt in Stadien – eine Problematik, die in den letzten Jahren immer mehr in das Zentrum öffentlicher Aufmerksamkeit gerückt ist. Die Freude an Sport und Wettkampf wird inzwischen von drastischer Fangewalt überschattet.</p>
<p style="text-align: justify;">Der Wirtschaftskurs der elften Klasse des Landesgymnasiums für Hochbegabte hat sich klar gegen Fangewalt ausgesprochen und möchte im Rahmen seiner Schülerfirma fair Crowd! auch Fans die Möglichkeit bieten, sich von Hooligans und unsportlichem Verhalten abzugrenzen.</p>
<p style="text-align: justify;">Hierzu wurde ein Geschäftskonzept entwickelt, welches mit Hilfe des Vertriebs von Fanartikeln versucht, den friedlichen Fans die Positionierung gegen Rowdies zu ermöglichen und zu erweitern. Mit prägnanten Slogans soll dabei der Wunsch nach Sportlichkeit und Fairness zum Ausdruck gebracht werden.</p>
<p style="text-align: justify;">Neben der Unterstützung durch das JUNIOR-Projekt, einem Projekt des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln, welches deutschlandweit Schülerfirmen organisatorische und fachliche Hilfe bietet, versucht das Unternehmen zusätzlich Sportvereine für eine Kooperation zu gewinnen und somit engeren Kontakt mit den Fans aufzubauen.</p>
<p>So sollen in Zukunft nicht nur Buttons, sondern auch Shirts in Vereinsfarben eine attraktive Möglichkeit bieten, den Kampf gegen Fangewalt in deutschen Sportstätten zu unterstützen.</p>
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		<title>Four more years!</title>
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		<pubDate>Thu, 08 Nov 2012 20:26:12 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[von Matthias Böttger Nun ist er es also doch wieder geworden: Barack Obama, seines Zeichens 44. US-Präsident in der bald 57. Amtsperiode, hat es geschafft. Zwar ohne die ganze Ausstrahlung und den einfachen Glamour, den er 2008 an den Tag gelegt hat, ohne „change&#8221; und „hope&#8221;, ohne die Unverbrauchtheit eines Immigrantenkindes mit für die USA [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>von Matthias Böttger</p>
<p><a href="http://www.derfarbfleck.de/old/wp-content/uploads/2012/11/65389143.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-4665" title="65389143" src="http://www.derfarbfleck.de/old/wp-content/uploads/2012/11/65389143-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a>Nun ist er es also doch wieder geworden: Barack Obama, seines Zeichens 44. US-Präsident in der bald 57. Amtsperiode, hat es geschafft. Zwar ohne die ganze Ausstrahlung und den einfachen Glamour, den er 2008 an den Tag gelegt hat, ohne „change&#8221; und „hope&#8221;, ohne die Unverbrauchtheit eines Immigrantenkindes mit für die USA regelrecht revolutionären Ansätzen, die Politik umzugestalten. Aus Obama ist ein Realist geworden, er hat die Vorzeichen erkannt, unter denen die Weltpolitik in einer Zeit<br />
des Aufstiegs Chinas und des Arabischen Frühlings steht. Seinen Idealismus aber, gerade in der Innenpolitik, hat er keinesfalls über Bord geworfen: jetzt muss er keine Rücksicht mehr nehmen, um seine eigene Wiederwahl zu sichern. Er kann frei entscheiden, was er für richtig hält – solange das Repräsentantenhaus, weiter in republikanischer Hand, es gutzuheißen vermag.</p>
<p style="text-align: justify;">Doch für manchen klingen Obamas Vorschläge wie eine Wunschliste, deren Bezug zu den Interessen der Welt, denen der anderen Staaten und insbesondere der strategischen Partner vergeblich gesucht wird. Mehr denn je zuvor steht gerade das Wohl des eigenen Landes im Mittelpunkt. Nachdem er 2008 im Wahlkampf Berlin besucht hat, wurde Europa fast vollständig ignoriert. Engere Kooperation, „Bündnisse reparieren“, was er nach der aggressiven Bush-Politik tun wollte, das hat er nicht geschafft. Ob Romney diese Politik allerdings geändert hätte, bleibt fraglich. Obamas Fokus jedenfalls liegt auf Asien – doch auch dort ist das nationale Interesse mehr und mehr in den Vordergrund gerückt. Handelsvorteile werden proklamiert und so China auf einem Gebiet diskreditiert, auf dem es eigentlich gar nicht entgegen westlicher Moralvorstellungen handelt. Vielmehr rein ökonomisch, auf einen – seinen Aufstieg zur Weltmacht hin. Warum ist es den Amerikanern nicht möglich, die Erfüllung des Amerikanischen Traumes auch anderen zu gönnen?</p>
<p style="text-align: justify;">Vielleicht weil der Anspruch der Gründerväter, jedem Menschen die Chance auf ein Leben ohne Armut, mit individueller Freiheit und höchstem, persönlichem Glück zu bieten, nicht mehr realisiert werden kann. Vielleicht, weil Amerika schwach geworden ist. Vielleicht, weil falsche Anreize gesetzt wurden. Vielleicht aber auch einfach nur, weil Amerika faul geworden ist. Gern rühmt man sich, durch Leistung stark geworden, eine Führungsnation, ein liberales Imperium zu sein. Aber: bleibt diese Leistung aus, kann auch nicht mehr angenommen werden, dass die anderen Staaten der Welt diese Ansprüche zu akzeptieren bereit sind.</p>
<p style="text-align: justify;">Der Ansatz Romneys an dieser Stelle war es, den Einfluss des Bundes und des Staates im Allgemeinen auf das Leben der Bevölkerung zurückzudrängen. Damit kam er an, fast 60 Prozent der Weißen stimmten für ihn, 50% mehr als für Obama. Aber der Präsident überzeugte viele, gerade die Menschen ohne Schulabschluss, die bildungsfernen Schichten, dass der Staat die Chancen für eine wahre Ausfüllung des Amerikanischen Traumes schaffen muss, indem Unterschiede ausgemerzt werden. So konnte er mehr mobilisieren. Was Immigranten angeht, lag die Wahlbeteiligung, gerade in wichtigen Staaten wie Ohio, wo der Anteil dieser an den Wählern von elf Prozent auf 15 Prozent hochschnellte deutlich höher als 2008.</p>
<p style="text-align: justify;">Doch die Europäisierung, das heißt der massive Ausbau der sozialen Sicherungssysteme, beispielsweise durch die Gesundheitsreform, und die weitgehende Öffnung des Bildungssystems, wird vor allem von Konservativen gerügt. Sie könnte auch der Grund sein, warum Obama sich nie direkt mit Europa identifizieren wollte. Denn eigentlich sind Amerikas Probleme ähnlich derer hierzulande. Jetzt hat der Präsident um das Budget zu kämpfen. Ohne Einigung werden zum nächsten Jahr automatisch die Ausgaben zusammengestrichen und Steuern, wohl für viele Unternehmer schmerzlich, erhöht.<br />
Diesen neuen Herausforderungen muss sich Obama stellen; wenn er mit der eher mageren Bilanz der letzten Jahre in die Geschichte eingehen würde, dann sicherlich nur als erster farbiger Präsident.</p>
<p style="text-align: justify;">Freunde hat Obama trotz seiner scheinbaren persönlichen Abneigung allerdings viele in Europa: Bundeskanzlerin Merkel hat ihn eingeladen, damit er das Land endlich auch in seinem Amt kennenlernt. Auch viele andere, weniger bekannte Politiker aus Bund und Ländern, aber auch aus den anderen europäischen Staaten, haben gratuliert. François Hollande, der Präsident der französischen Republik, tat das aber etwas peinlich. Als ob es sich um eine Wiederversöhnung gehandelt hätte, schrieb er „friendly, François Hollande“ unter seinen Brief. Als Franzose konnte er ja gar nicht wissen, dass ein Wort wie „amicalement“ kaum wörtlich zu übersetzen sei!</p>
<p style="text-align: justify;">Angesichts dessen, was Obama in seiner weiteren Amtszeit „for four more years“ durchsetzen und erreichen kann, bleibt abzuwarten, welche Ergebnisse und Allianzen die Welt und das US-amerikanische Volk zu erwarten haben. Sollte dazu auch der sozialistische Präsident Frankreichs<br />
gehören, kann man nur mit „best regards“, also besten Aussichten hoffen, dass die Ergebnisse bessere sein werden als das, was die Obama-Administration bislang seit 2008 erreicht hat.</p>
<p style="text-align: justify;">Obwohl auch vieles erreicht wurde und die Kommunikation in den USA aber auch nach außen hin weitgehend verbessert wurde, muss der Präsident nun auch noch die Inhalte der Politik ändern. Nur so kann der Amerikanische Traum mitsamt allem Führungsanspruch noch lange Bestand haben!</p>
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