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	<title>derfarbfleck &#187; Pegida</title>
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		<title>Unser Januar</title>
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		<pubDate>Fri, 13 Feb 2015 21:26:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Unser Monat]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[Unser Monat startet in die fünfte Staffel. Diesmal mit Neokonservativen, gleich zweimal verkürztem Unterricht, Schnee, Läusen und Ropa-Rage. Besonders hohe Einschaltquoten gab es beim letzten Vortragsabend – wann hat man schon die Möglichkeit einen echten Rechten zu treffen und das auch noch unter Androhung von Strafe? Referent war der millionenschwere Billyboy vom Hessischen Turnverein (HTV). [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.derfarbfleck.de/old/wp-content/uploads/2014/03/titelbild-300x223.jpg"><img class="alignleft wp-image-6127 size-full" src="http://www.derfarbfleck.de/old/wp-content/uploads/2014/03/titelbild-300x223.jpg" alt="titelbild-300x223" width="300" height="223" /></a>Unser Monat startet in die fünfte Staffel. Diesmal mit Neokonservativen, gleich zweimal verkürztem Unterricht, Schnee, Läusen und Ropa-Rage.</p>
<p>Besonders hohe Einschaltquoten gab es beim <a title="Hui Buh und die sozialistische Diktatur" href="http://www.derfarbfleck.de/old/2015/01/18/hui-buh-und-die-sozialistische-diktatur/" target="_blank">letzten Vortragsabend</a> – wann hat man schon die Möglichkeit einen echten Rechten zu treffen und das auch noch unter Androhung von Strafe? Referent war der millionenschwere Billyboy vom Hessischen Turnverein (HTV). Ruhestandsverweigerer Billyboy faselte wirres, zusammenhangloses Zeug auf der Bühne, erwies sich aber sonst als echter Entertainer. So gab er uns zwischen <span style="text-decoration: line-through;">beinharten</span> beinahe volksverhetzenden Aussagen <img class="alignright size-full wp-image-6178" src="http://www.derfarbfleck.de/old/wp-content/uploads/2014/04/kultur.jpg" alt="kultur" width="227" height="142" />(Deutschland sei eine sozialistische Diktatur geworden/Wir sind auf dem Weg in einen totalitären Staat) und sich stark in Grenzen haltender Ausländerfreundlichkeit (Er lässt keine Chinesen auf sein Firmengelände/Die wollen uns eh nur beklauen.) auch einen Buchtipp &#8211; Das Nulpen-Feld: Auf der Suche nach dem Böhnchen Grips in dem grauhaarigen Kopf. Wenn man das gelesen hat, kann man mit Tieren reden und auch Gedanken kontrollieren. Eigentlich wollte er uns auch noch zeigen, wie man Reis ohne Kochbeutel kocht, ohne ihn anbrennen zu lassen, aber es gab nur chinesischen.</p>
<p>Warum wir keine Muslime auf unser Schulgelände lassen sollen und dass die uns eh nur in die Luft sprengen wollen, lernen wir beim nächsten Vortragsabend mit PEGIDA als Referenten.</p>
<p><strong>Abgehakt – die Kurzmeldungen des Monats: </strong><em>+++ Die Besucherzahlen des Tag der offenen Tür werden in verkauften Essensportionen gemessen. Diese sind leicht zurückgegangen. Grund dafür ist sicher nicht die fehlende Attraktivität der Schule, sondern die des Mensaessens. +++ Elternsprechtag und Tag der offenen Tür. Verkürzter Unterricht for the win. +++ Am Tag der offenen Tür konnte man bedruckte Taschen für drei Euro kaufen, oder sie gratis im Kunstraum selbst bedrucken. +++ Wer hat Angst vorm schwarzen Mann mit Taschenlampe? +++Billyboy verhütet die Islamisierung des christlichen Abendlandes. +++ Pressesprecher der Stadt samt Tochter auf dem Campus eingezogen. +++ Pressesprecher erhält exklusives gratis Abonnement des Monats. +++ BagS ArtS Gmünd ist die einzige Firma, die abgekürzt BAG ergibt. +++ Das DSB bleibt überschwemmt. Zwar wird sich jetzt einigermaßen an die Schriftgröße gehalten, aber der Zeilenabstand bleibt recht undefiniert. +++</em></p>
<p><a href="http://www.derfarbfleck.de/old/wp-content/uploads/2015/02/malropa.jpg"><img class="alignleft  wp-image-6642" src="http://www.derfarbfleck.de/old/wp-content/uploads/2015/02/malropa.jpg" alt="malropa" width="177" height="73" /></a>Zur Feier des Einzugs des Pressesprechers der Stadt schaltete Ropa das Internet der Mentoren ab – so ein Ereignis muss schließlich entsprechend gewürdigt werden. Währenddessen zeigt die Firma munter mit dem Finger auf andere – wie im Kindergarten, aber so sollen sich Bürgermeister und Ropa-Chef schließlich auch kennengelernt haben – und unterstellt uns, an der ganzen Sache Schuld zu sein. Wartet nur bis wir den Sand zurück werfen! Der kann nämlich ganz schön fies in der Unterhose kratzen.</p>
<p>Ropa hat im letzten Geschäftsjahr mehr als eine Million Euro Gewinn gemacht – aber womit? Vielleicht sollte man den Mitarbeitern dieser Firma mal den Informatikbiber ans Herz legen, da bekommt man nämlich schon eine Teilnahmeurkunde allein fürs richtige Buchstabieren seines Namens. Wenn nicht mit Dienstleistungen in der IT-Branche, dann vielleicht mit dem Handel von Sklaven, WLAN-Kabeln oder Mondgrundstücken? Es lohnt sich für das Finanzamt oder das Kartellamt sicherlich, mal einen Blick in die Geschäftsbücher zu werfen, denn IT machen die bestimmt nicht.</p>
<p><em><strong>Abgereist &#8211; die Exkursionen des Monats</strong></em><em>:</em><em>+++ Delegation des LGHs reist nach Boston, um ein von Drogenhandel geplagtes Land zu vertreten. Noch nie hat Guinea Bissau solch eine wichtige Rolle in der Weltpolitik gespielt. +++ Außerunterrichtlich engagierte Spanischschüler dürfen nach Oberstdorf und Pavillons reparieren. +++ Baguette in Berlin. Zum deutsch-französischen Kultüraustausch dürfte eine &#8216;aufen Schüler nach Berlin fa’ren. +++ Skitage: Die Siebtklässler kühlen ihre Läuse beim Skifahren auf Minusgrade und hoffen so, dem Kammerjäger zu entgehen. +++ Nach Rom fuhren Italienischlernende jeden Grades. +++ Beim Tag der Kombinatorik wurde wieder eifrig Mathe gemacht. +++ Nachdem die Stufe 11 mit Unterstützung durch die Stufe 12 die Bundeswehr bei POL&amp;IS wahnsinnig gemacht hat, existierten die Philippinen nicht mehr und China ist endgültig pleitegegangen. Sehr zu Billyboys Freude.+++</em></p>
<p>Mit nur ganz knappem Vorsprung hat es <em>lausig</em> gegenüber <em>crealitiv®</em>, ein Wort das sich Billyboy morgens unter der &#8211; natürlich &#8211; warmen Dusche erdacht hat <a href="http://www.derfarbfleck.de/old/wp-content/uploads/2012/11/the-word.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-4617" src="http://www.derfarbfleck.de/old/wp-content/uploads/2012/11/the-word-300x225.jpg" alt="the-word" width="300" height="225" /></a>und dementsprechend stolz darauf ist, zum Wort des Monats geschafft. Den Schülern, die es trotz wiederholter Aufforderung nicht schaffen, sich gründlich den Kopf waschen zu lassen, sollte man den Schädel kahl rasieren, sie mit Weihwasser besprenkeln und im Biotop versenken, oder besser doch so konsequent sein und ihnen die Anreise verweigern. Stattdessen musste Frau Peters frühmorgens die verfetteten Haare einiger Unterstüfler durchsuchen, alle Mädchen ihre Haare in der Mensa zusammenbinden und der Rest den Wortwitz im Elternbrief ertragen.</p>
<p>Den Frühbucherrabatt für das <a href="http://www.derfarbfleck.de/unserinternatisteinverdammteshotel/" target="_blank">Komfort-Hotel</a> an der Rems haben sich 25 <a href="http://www.derfarbfleck.de/unserinternatisteinverdammteshotel/"><img class="alignleft wp-image-6331 size-medium" src="http://www.derfarbfleck.de/old/wp-content/uploads/2014/07/monat_hotel-300x187.png" alt="monat_hotel" width="300" height="187" /></a>Schüler und Schülerinnen aus Hangzhou gesichert. Im Mai werden sie auf wärmste Empfehlung der Ungarn hin unseren idyllischen Campus besuchen. Stolz wurden die aktuellen Zahlen und Fakten des Hotels im Elternbrief veröffentlicht: Wir sind ausgebucht bis zur letzten Reisstrohmatte. Ob dann aber auch eine Schülergruppe von uns nach China reist, hängt <em>von unserem Interesse</em> ab.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Sollte sich jemand an dieser Stelle angegriffen oder verletzt fühlen, möchte ich ihm eine Weisheit aus einer der letzten Vollversammlungen mit auf den Weg geben: Solange man nur provoziert, sei alles erlaubt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>von Pascal Winterhalter</em></p>
<p><em>Bildnachweise: Morio (Wikimedia Commons)</em></p>
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		<title>Hui Buh und die sozialistische Diktatur</title>
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		<pubDate>Sun, 18 Jan 2015 12:50:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[derfarbfleck]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Die Welt da draußen]]></category>
		<category><![CDATA[AfD]]></category>
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		<description><![CDATA[von Lea Frauenknecht Ein Gespenst geht um in Deutschland. Es ist das Gespenst, dem viele gebannt verfallen sind, wenn es durch die durch Krieg und Terror verängstigten Köpfe spuckt und schauerliche Parolen heult wie etwa: „Unsere abendländische Kultur soll nicht islamisiert werden!“ oder „Deutsche sollen gefälligst in Deutschland bleiben und die vaterländische Wirtschaft stärken!“. Viele [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>von Lea Frauenknecht<a href="http://www.derfarbfleck.de/old/wp-content/uploads/2015/01/Berlin_schaltet_Pegida_das_Licht_aus-z.jpg"><img class="alignright wp-image-6617 " src="http://www.derfarbfleck.de/old/wp-content/uploads/2015/01/Berlin_schaltet_Pegida_das_Licht_aus-z.jpg" alt="Berlin_schaltet_Pegida_das_Licht_aus-z" width="349" height="261" /></a></em></p>
<p>Ein Gespenst geht um in Deutschland. Es ist das Gespenst, dem viele gebannt verfallen sind, wenn es durch die durch Krieg und Terror verängstigten Köpfe spuckt und schauerliche Parolen heult wie etwa: „Unsere abendländische Kultur soll nicht islamisiert werden!“ oder „Deutsche sollen gefälligst in Deutschland bleiben und die vaterländische Wirtschaft stärken!“. Viele sind dem gespenstischen Geheule verfallen, doch die wenigsten geben es zu. Wenn man es bei seinem Namen nennt &#8211; Rassismus heißt der kleine Quälgeist – behaupten die meisten, die seiner geistarmen Rhetorik nicht widerstehen konnten, es trüge einen ganz anderen Namen: „Neokonservatismus“, „gesunder Nationalismus“ oder gar „Kampf gegen jegliche Radikalisierung“.</p>
<p>Einen glühenden Verfechter dieses Spukes bekamen wir auch beim letzten Vortragsabend zu sehen. Hui Buh* beteuerte zwar, seine Ansichten hätten „nichts mit Rassismus zu tun“. Trotzdem verbreitete er munter das Bild der diebischen Chinesen, die scheinbar nur auf eine zufällig offen gelassene Hintertür warten, um die Geheimnisse seines Unternehmens zu stehlen und in China zu verbreiten. Dass ebendiese Volksgruppe mit einer nicht unbeträchtlichen Anzahl im Publikum vertreten war, schien Hui Buh allerdings nicht zu interessieren. Außerdem ist er der festen Ansicht, Deutsche sollten am Besten in Deutschland bleiben, um die nationale Wirtschaft zu unterstützen, anstatt sich als Europäer oder gar als Weltbürger zu fühlen. Und: Deutschland ist, so Hui Buh, mittlerweile eine „sozialistische Diktatur“. Wie meinen? Das soll jetzt etwa „nichts mit Rassismus“ und nichts mit einer sehr rechten Ideologie zu tun haben?</p>
<p>Auch AfD und Pegida ordnen sich ja nicht im rechtskonservativen Kästchen des aktuellen politischen Rasters ein. Etwaige rassistische Hintergründe weist man in diesen Lagern komplett von sich. Trotzdem ist klar, dass allein hinter solchen Namen wie „Alternative für Deutschland“ und „Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“ der Spuk eines längst totgeglaubten Ideologie-Gespenstes steckt, das zur Zeit mit seinen schauderhaften Sprüchen wieder vermehrt Zuspruch findet. Es ist der braune Rassismus, der sich unter einem scheinbar blütenweißen Bettlaken des Neokonservatismus und des „gesunden Menschenverstandes“ versteckt hat. Und leider lassen sich nur allzu viele Menschen von diesem <em>Wolf im Schafspelz 2.0</em> täuschen.</p>
<p>Wie ernst die Lage wirklich ist, zeigte sich in der Neujahrsrede der Bundeskanzlerin: Wenn selbst Angela Merkel, die ja jetzt nicht gerade als linke Socke verschrien ist, ausdrücklich vor dem rechtsradikalen Hintergrund der Pegida-Demonstrationen warnt und zu deren Boykott aufruft, ist es wirklich kurz vor Geisterstunde. Trotzdem boten die letzten Wochen auch mehrfach Beispiele dafür, dass viele Menschen diesem Spuk ein Ende bereiten wollen: In zahlreichen deutschen Städten konnten Pegida-Aufmärsche durch zahlenmäßig überlegene Gegendemos blockiert werden.</p>
<p>Und auch die kritischen Fragen, die von Seiten der Schülerschaft am Donnerstagabend die weiße Verkleidung von Hui Buh in Frage stellten und die braune Gestalt darunter erfolgreich enttarnten, beweisen, dass eine erfreuliche Mehrheit nicht dazu bereit ist, die rechten Parolen einfach zu akzeptieren und den Geistern ihren Glauben zu schenken. Ein Gespenst geht um in Deutschland. Nur wer das Geheule kritisch hinterfragt, setzt dem Spuk ein Ende!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>* Name von der Autorin geändert, damit es ihr später nicht wie Faust ergehen wird („Die Geister, die ich rief&#8230;“)</p>
<p><em>Bildquelle: Andreas Augstein über Wikimedia Commons</em></p>
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