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	<title>derfarbfleck &#187; Studium</title>
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	<description>mehr als nur schwarz auf weiß</description>
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		<title>Uni alla Bologna &#8211; über das Studieren in Europa</title>
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		<pubDate>Thu, 22 May 2014 18:00:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[derfarbfleck]]></dc:creator>
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		<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Bologna-Reform]]></category>
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		<description><![CDATA[von Jennifer Habbes Als junges Opfer unseres Bildungssystems sehe ich mich mit den kuriosesten Aufgaben konfrontiert. Mit einem Handball zu tanzen, inzestuöse Beziehungen zu analysieren oder eben eine schmissige Abhandlung darüber zu verfassen, was man in meinem Alter über die EU denkt. Ich setze mich also an meinen PC und nach drei Stunden hilflosen Recherchierens [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft wp-image-6251 size-medium" src="http://www.derfarbfleck.de/old/wp-content/uploads/2014/05/800px-Cottbus_University_Audimax-300x225.jpg" alt="800px-Cottbus_University_Audimax" width="300" height="225" />von Jennifer Habbes</p>
<p>Als junges Opfer unseres Bildungssystems sehe ich mich mit den kuriosesten Aufgaben konfrontiert. Mit einem Handball zu tanzen, inzestuöse Beziehungen zu analysieren oder eben eine schmissige Abhandlung darüber zu verfassen, was man in meinem Alter über die EU denkt. Ich setze mich also an meinen PC und nach drei Stunden hilflosen Recherchierens schreibe ich auf das virtuelle Papier: „Ich finde die EU total toll, weil“. Nach einer weiteren halben Stunde intensiven Grübelns fällt mir auf, dass es neben den diversen Vorschriften bezüglich Bananen, Glühbirnen oder der Emission von Schmalspurkraftfahrzeugen eigentlich nur ein Thema gibt, welches mich als Abiturientin betrifft. Also schreibe ich:</p>
<p>Ich finde die EU total toll, weil sie eine hervorragende Bildungslandschaft geschaffen hat. Was ich an dieser Bildungslandschaft am allertollsten finde, sind die hervorragende Ausstattung mit Fördermitteln, das hochqualifizierte Lehrpersonal, die vorbildliche Verwaltungsstruktur und die vielen interessanten Denkansätze, die man aus jeder Veranstaltung mitnimmt.</p>
<p>Ja, ich bin wirklich froh, Europäer zu sein, denn das bringt mir im Vergleich zu anderen Studenten unfaire Vorteile bezüglich der Studienfinanzierung.</p>
<p>Aber nicht nur das: Die EU ist sogar so toll, dass sie den einzelnen Staaten die Entscheidung, wie sie ihre Studenten ausbilden will, abnimmt, indem sie Maßstäbe und Richtlinien setzt, an die sich alle halten müssen. Solche wären zum Beispiel eine unvergleichliche Mobilität der Studenten, oder die bessere Wettbewerbsfähigkeit im internationalen Raum. Wir brauchen den Wettbewerb und wir brauchen Vergleichbarkeit. Ja, Vergleichbarkeit ist wichtig. Warum, weiß mittlerweile auch niemand mehr, aber dass wir mehr Vergleichbarkeit brauchen, steht außer Frage. Wenn wir Vergleichbarkeit nicht bräuchten, würde ja der europaweite Bologna-Prozess gar keinen Sinn mehr machen.</p>
<p>Wenigstens werden unsere Studenten jetzt auf internationalem Niveau ausgebildet und das Wechseln zwischen den Universitäten zwischen Bachelor- und Masterabschluss funktioniert ja auch vollkommen ohne Probleme. Wenn man nicht eines der tausenden Orchideenfächer wie „The Beatles, Popular Music and Society“ studiert.</p>
<p>Außerdem bereitet der Bologna-Prozess unsere Studenten deutlich besser als die früheren landesspezifischen Studienmethoden vor. Und das sogar in weniger Zeit! Obwohl das Studium wegen der verkürzten Studienzeit eher einer Fortsetzung der Schule ähnelt, soll man in etwa schon drei Jahren mit dem Bachelor einen arbeitsmarktreifen Abschluss erlangt haben. Gegen einen Bachelor of Engineering kann ein Diplomingenieur einpacken!</p>
<p>Schließlich ist der Bachelor sogar so schwierig, dass die Abbrecherzahlen in nahezu allen Studienfächern außer den Gesellschaftswissenschaften seit Bologna in die Höhe geschossen sind. Wer heutzutage ein Chemiestudium durchhält, dessen Einladung nach Stockholm wird nicht mehr lange auf sich warten lassen.</p>
<p>Mehr Druck, mehr Existenzangst, und einen herabgesetzten Bildungsanspruch in der ständigen Jagd nach Credit Points – an diesen Zielen sollten wir alle festhalten. Ohne gewisse Entbehrungen erreichen wir schließlich nie unser Endziel der Vergleichbarkeit – damit wenigstens alle gleich mies ausgebildet sind.</p>
<p>Ich glaube, ihr wisst gar nicht, wie gut es euch gerade geht. Vor euch hat die Bewertungsgesellschaft mal einen Augenblick Pause, während hier auf dem Papier der schulisch–zukunftsentscheidende Überlebenskampf droht. Lest ihr jetzt nicht weiter, habe ich versagt und der Traum einer akademischen Karriere ist geplatzt. Wer hier versagt, geht als gebrochener Mensch nach Hause und darf hoffen, dass er noch einen Studienplatz für etwas wie Eventmanagement oder BWL bekommt, in der Hoffnung, nicht unter der Brücke landen zu müssen. Wobei das Studium nun auch keine absolute Garantie für eine Einstellung liefert.</p>
<p>Zusammenfassend: Ich finde die EU total toll, weil sie über zwanzig Hochschulsysteme mit ihren jeweiligen Schwächen, aber auch ihren unglaublichen Stärken zu einem homogenen Einheitsbrei zusammengerührt hat. Außerdem bewirkte sie einen Ansturm von Doktoranden, da der Master als akademischer Grad oft nicht mehr ausreicht. Es wurden tausende Studiengänge geschaffen, die so speziell sind, dass sich mit diesen zum einen oft keine Masterstudienplätze mehr finden lassen, geschweige denn eine Anstellung. Der Campus einer Universität degradiert immer mehr von einem Ort des Lehrens und Lernens zu einer Maschinerie der Massenabfertigung, in der der einzelne Student untergeht. Vor der Europawahl an diesem Sonntag habe ich nur noch ein Wort an Brüssel zu richten: Der Bologna-Prozess hätte eine gute Sache werden können, doch er richtet unsere Hochschullanschaft zu Grunde. Studenten mit Burnout und Halbwissen sind wirklich nichts, was man wirtschaftlich nennen kann.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Bild: Sane via Wikimedia Commons</p>
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		<title>Eine nicht unwesentliche Baustelle</title>
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		<pubDate>Fri, 25 Jan 2013 17:08:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[derfarbfleck]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[von Viktoria Kamuf Wir lieben die Schule und hassen sie zugleich. Die meisten von uns begleitet sie 12 Jahre der Kindheit und Jugend und es wäre eine Lüge, zu behaupten, sie würde einen nicht prägen. Doch dann kommt der Tag, an dem jeder ein schlichtes Blatt mit Zahlen darauf in die Hand gedrückt bekommt und [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><img class="alignleft" src="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/a/a4/Stamp_Germany_2001_-_Lebenslanges_Lernen.jpg" alt="" width="360" height="232" />von Viktoria Kamuf</p>
<p style="text-align: justify;">Wir lieben die Schule und hassen sie zugleich. Die meisten von uns begleitet sie 12 Jahre der Kindheit und Jugend und es wäre eine Lüge, zu behaupten, sie würde einen nicht prägen.</p>
<p style="text-align: justify;">Doch dann kommt der Tag, an dem jeder ein schlichtes Blatt mit Zahlen darauf in die Hand gedrückt bekommt und die Türen sich hinter einem schließen, während Luftballons in den Himmel aufsteigen. Und dann steht man da und fragt sich, wie es weiter geht. Die einen fragen sich das natürlich länger als die anderen und wohl alle machen sich ihre Gedanken auch schon weit vor diesem Tag.<br />
Eine Zukunftsberatung von unserer Seite wäre hier nicht angebracht, hat doch jeder seine ganz eigenen, individuellen Vorstellungen, der eine wird getrieben von seinem Fernweh, während der nächste sich sofort ins Studium stürzt.</p>
<p style="text-align: justify;">Heutzutage stehen einem alle Türen offen, die Möglichkeiten sind unbegrenzt und man wird förmlich überschwemmt mit Angeboten und Ideen. In nicht wenigen Zimmern dürften sich Flyer stapeln. Das ist wunderbar, das ist gut. Jeder hat die Chance, seinen eigenen Weg zu finden, auch wenn das mit der Gefahr einhergeht, immer die Angst zu haben, sich nun doch vielleicht für das Falsche entschieden zu haben und wäre das andere nicht besser und hätte ich lieber auf den hören sollen… Unter anderem aus diesem Grund gibt es nicht wenige Studienabbrecher.</p>
<p style="text-align: justify;">30% der Schüler, die sich für ein Studium entschieden erreichten laut einer Studie aus dem Jahre 2010 einen Hochschulabschluss. Die Hälfte der Schüler hat überhaupt diese Möglichkeit. Und das bedeutet wiederum, dass die aktuelle Quote Hochschulabsolventen bei 6 Prozent liegt im Hinblick auf die Gesamtschülerzahl Deutschlands. Diese Zahlen sollen natürlich steigen und das sind sie auch schon in den letzten Jahren, die Chance auf eine hohe Qualifizierung soll nicht nur einer elitären Minderheit vorbehalten sein. Zudem muss der Bedarf an Arbeitskräften gedeckt werden.<br />
Die Bildungsstätten Deutschlands stehen hier aber vor einer großen Aufgabe: Sie müssen es schaffen, die Zahl der Absolventen hoch zu halten und gleichzeitig die Gefahr der Noteninflation und dadurch entstehende Absenkung des Niveaus verhindern. Dieser Fall ist teilweise aber schon eingetreten: Der Notenspiegel in Deutschland hebt sich stetig. An den Universitäten herrscht oft eine Mentalität des Bulimie- Lernens, können die Klausuren inzwischen doch oft per Schablone von den Prüfern korrigiert werden. Die Nachhaltigkeit des Lernens bleibt hierbei auf der Strecke. Und auch die „Werkzeuge“, die Ausdruck, Sprache und Argumentation eines jeden Schülers bestimmen, muss sich niemand mehr aneignen. Praktischerweise muss der Schüler demzufolge auch nicht mehr selbst denken, keine eigenen Lösungen mehr finden, keine Kompetenzen beweisen.<br />
Immer mehr können und wollen also an die Uni und der Prozentsatz soll weiter gehoben werden, von 50 auf 75%. Das Studium wird dieser geplanten Entwicklung angepasst. Somit entsteht allerdings auch eine Gegenbewegung einiger Schüler, die sich zunächst von den Universitäten und den, vor allem in den großen Studiengängen im Zuge der Bologna-Reform entstandenen Problemen, fernhalten und trotz sehr gutem Schulabschluss über eine Ausbildung nachdenken oder auf besondere, auf anglo-sächsischem Prinzip bestehende, Studiengänge ausweichen. In letzteren wird gezielt noch das Handwerk des Lernens vermittelt und der Student hat die Möglichkeit seinen eigenen individuellen Weg zu entwickeln.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Bildung in Deutschland ist fantastisch im Vergleich zu anderen Ländern, aber für sich gesehen bleibt auch sie eine Baustelle. Denn das Lehren und Lernen endet nicht mit dem Ende der Schule.Hier wird nur das extrem wichtige Fundament begründet für eine hoffentlich gute Zukunft.</p>
<p style="text-align: justify;"><em>Bildquelle: By s.u. [Public domain], via Wikimedia Commons</em></p>
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		<title>Nach der Schule ins Ausland</title>
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		<pubDate>Wed, 19 Oct 2011 18:12:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[derfarbfleck]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[Was an anderen Schulen als Utopie abgetan wird und daher nie wirklich in Betracht gezogen wird, ist die Auswahl einer ausländischen Universität zur Fortführung der akademischen Bildung. Dieses Faktum ist an unserer Schule (fast schon) normal. Jedes Jahr bewerben sich Schüler unserer Schule an Colleges und Universitäten im sowohl im deutschsprachigen, als auch im englischsprachigen [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p lang="de-DE"><span style="font-size: small;">Was an anderen Schulen als Utopie abgetan wird und daher nie wirklich in Betracht gezogen wird, ist die Auswahl einer ausländischen Universität zur Fortführung der akademischen Bildung. Dieses Faktum ist an unserer Schule (fast schon) normal. Jedes Jahr bewerben sich Schüler unserer Schule an Colleges und Universitäten im sowohl im deutschsprachigen, als auch im englischsprachigen Ausland – noch sind die Staaten, wie Frankreich, Italien, Spanien oder der osteuropäische Raum eher die Ausnahme.<span id="more-3459"></span>Meist beschränkt es sich nicht nur auf die Bewerbung, was Vertreter an Universitäten in der Schweiz, Österreich, England, Schottland und der USA zeigen. Bekannte Namen wie Harvard, das Massachusetts Institute of Technology, Cambrigde, Edinburgh, die Hochschule St. Gallen und die Eidgenössische Technische Hochschule stehen auf der Liste, neben den renommierten deutschen Universitäten. Im vergangenen Jahr konnten sich v.a. Universitäten des Vereinigten Königreichs auf Schüler unserer Schule freuen.</span></p>
<p lang="de-DE"><span style="font-size: small;">Zu den Beweggründen zählen neben dem Interesse an fremden Kulturen und Sprachen, exzellente Ausbildung, Reputation und Fernweh. Um dies zu erfüllen werden keine Mühen und Kosten gescheut. SAT, SAT Subject, ACT, TOEFL, CAE, CPE, TSA und viele andere Tests, Interviews in Deutschland, dem deutschsprachigen Ausland und Großbritannien gehören zum normalen Programm. Und es ist ja nicht so, dass der unterrichtsbezogene Lernaufwand im letzten Jahr abnimmt. </span></p>
<p lang="de-DE"><span style="font-size: small;">Auch im kommenden Jahr werden sich wieder einige Schüler auf Universität im Ausland bewerben, circa ein Dutzend wollen ins englischsprachige. In den nachfolgenden Jahren scheint der Strom der Schüler, die sich für Universitäten außerhalb der Bundesrepublik bewerben wollen nicht abzureißen, was auch durch den Doppeljahrgang und die darauffolgenden „Nachrückerjahrgänge“ nicht gehemmt wird. Die Auslandsoption mag hier sowohl sozial, als auch eine gute Alternative sein. Eines ist es jedoch sicher nicht: Einfacher.</span></p>
<p lang="de-DE"><span style="font-size: small;">Was ist also alles nötig, um sich erfolgreich auf eine Universität im Ausland zu bewerben?</span></p>
<p lang="de-DE"><span style="font-size: small;">Zuerst einmal lässt sich allgemein sagen, dass es länderspezifisch und universitätseigen ist, was wirklich gefordert wird. Teilweise unterscheiden sich sogar innerhalb der Universität die Aufnahmebedingungen in unterschiedlichen Fächern. </span></p>
<p lang="de-DE"><span style="font-size: small;">Während die Schweiz und Österreich relativ ähnlich zu Deutschland sind, was die Aufnahmebedingungen betrifft, gibt es in Großbritannien schon verschärfte Bedingungen. Jede Bewerbung auf eine britische Universität läuft über das zentrale Studienverwaltungssystem UCAS. Neben dem Abiturschnitt und der Fächerkombination, ist v.a. das Personal Statement und die Lehrerbeurteilung sehr bedeutend im Bewerbungsprozess. Bei Englischtests à la TOEFL, CPE und IELTS werden Bestnoten vorausgesetzt. Die renommierten Universitäten in Cambrigde und Oxford laden erfolgreiche Bewerber der ersten Runde zu Interviews und Tests ein, die vor Ort laufen. </span></p>
<p lang="de-DE"><span style="font-size: small;">Die meisten bekannten Universitäten in Großbritannien können sich aus Tausenden Bewerbern ihre Elite selektieren. Aufnahmeraten von 10 Prozent oder weniger sind keine Besonderheit.</span></p>
<p lang="de-DE"><span style="font-size: small;">Manche Fächer, wie z.B. Jura oder spezielle Kombinationen wie Philosophie, Politik und Wirtschaft, können zusätzlich fachspezifische Zulassungstests fordern.</span></p>
<p lang="de-DE"><span style="font-size: small;">Dies wird von den Vereinigten Staaten mühelos in den Schatten gestellt. Zehntausende Bewerber auf wenige Hundert freie Plätze, stundenlange Zulassungstests, eigene Essays, mehrere Lehrerbewertungen und Alumni-Gespräche. </span></p>
<p lang="de-DE"><span style="font-size: small;">Wer an amerikanische Colleges denkt, dem fallen sicher sofort die Ivy Universitäten und ihr Pendant auf der gegenüberliegenden Seite, die Pacific-12 ein. Die beiden weltbekannten naturwissenschaftlichen Universitäten M.I.T. und Caltech folgen. </span></p>
<p lang="de-DE"><span style="font-size: small;">Neben den College Admission Tests SAT und ACT verlangen die meisten Universitäten SAT Subject Tests und den TOEFL bzw. CPE, CAE oder IELTS. Diese Test prüfen neben Sprachfertigkeiten und Fachkenntnissen logisches Denken, Schulwissen, Rhetorik und Kreativität – nach eigenen Angaben, alles was für einen erfolgreichen Start in die Uni nötig ist. Dazu kommt der Personal Essay, der anders als in UK ein umfassendes Bild des Bewerbers zeichnen sollte. Zwei oder mehrere Lehrerevaluationen und je nach persönlichen Umständen Urkunden und andere Zertifikate sind auch vorausgesetzt. Die meisten Universitäten verlangen zudem Alumni Gespräche, bei denen College-Absolventen die prospektiven Studenten umfassend zu Persönlichkeit, Werdegang und Fähigkeiten befragen. Anders als in Großbritannien und Deutschland hängt in den Vereinigten Staaten die Aufnahmeentscheidung nicht nur von der schulischen Leistung ab, sondern wird von der Persönlichkeit abhängig gemacht – so zumindest die Präsentation nach außen.</span></p>
<p lang="de-DE"><span style="font-size: small;">Was man sich klar machen sollte, egal wohin man sich bewerben möchte, ist dass es häufig mit sehr hohen Kosten verbunden ist. Während in den Vereinigten Staaten finanzielle Unterstützungsangebote zur Verfügung stehen, sind Stipendien in Großbritannien sehr rar und selbst wenn man sich für Scholars oder finanzielle Unterstützung qualifizieren kann, so sind die Kosten für Lebenshaltung normalerweise nicht mit einbegriffen. </span></p>
<p lang="de-DE"><span style="font-size: small;">Für alle die auf den Geschmack gekommen sind lohnt es sich auf jeden Fall möglichst früh mit der Informationssammlung zu beginnen.</span></p>
<p lang="de-DE"><span style="font-size: small;">Viel Erfolg bei der Bewerbung ;-)</span></p>
<p lang="de-DE"> <span style="font-size: small;">Von Sebastian Feifel</span></p>
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		<title>Abitur mit 17 &#8211; Vom Regen in die Traufe</title>
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		<pubDate>Fri, 02 Apr 2010 06:00:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[derfarbfleck]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Die Welt da draußen]]></category>
		<category><![CDATA[Farbflecken]]></category>
		<category><![CDATA[Studium]]></category>

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		<description><![CDATA[von Lena Langhoff Das achtjährige Gymnasium wurde eingeführt um Deutschland im Vergleich zu unseren europäischen Nachbarn wettbewerbsfähiger zu machen. Soweit, so gut – doch ich bin jetzt 17, hab bald mein Abitur, aber keine wirklichen Perspektiven. Meine Mitschüler sprechen von Weltwärts, dem Freiweilligendienst des Bundesministerium für Entwicklung, sie sprechen von Studieren in Städten weit weg [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_1478" style="width: 118px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://farbfleck.files.wordpress.com/2010/04/zeugnis.jpg"><img class="size-thumbnail wp-image-1478" title="Quelle: Hans-Jochen Fritz Karl Krank-Hover" src="http://farbfleck.files.wordpress.com/2010/04/zeugnis.jpg?w=108" alt="" width="108" height="150" /></a><p class="wp-caption-text">Foto: Hans-Jochen Fritz Karl Krank-Hover</p></div>
<p>von Lena Langhoff</p>
<p>Das achtjährige Gymnasium wurde eingeführt um Deutschland im Vergleich zu unseren europäischen Nachbarn wettbewerbsfähiger zu machen. Soweit, so gut – doch ich bin jetzt 17, hab bald mein Abitur, aber keine wirklichen Perspektiven.</p>
<p><span id="more-1408"></span><br />
Meine Mitschüler sprechen von Weltwärts, dem Freiweilligendienst des Bundesministerium für Entwicklung, sie sprechen von Studieren in Städten weit weg von Zuhause, sie sprechen von all den Freiheiten die sich ergeben mit dem Abitur in der Tasche – und dem Geburtsjahr 1992.<br />
Doch ich bin ein 93er und damit 17 bei meinem Abitur und auch noch ziemlich lange danach. Das achtjährige Gymnasium ist der Grund dafür. Meiner Meinung nach ist gegen das G8 nichts einzuwenden, die Einführung war meiner Meinung nach sogar längst überfällig, eben damit unser wir unsere Chancen im internationalen Wettbewerb erhöhen und mit anderen europäischen Ländern auf Augenhöhe bleiben. Die vom statistischen Bundesamt 2002 veröffentlichte Tabelle mit dem Alter der Abiturienten zeigt das ein Abitur mit 19 oder 20 Jahren völlig normal ist. Im europäischen Vergleich liegen wir damit am unteren Ende. Von dem Gesichtspunkt ist das G8 also völlig legitim.</p>
<blockquote><p><em>Alter der Absolventen<br />
18 Jahre und jünger	05,4 %<br />
19 Jahre	41,5 %<br />
20 Jahre 	43,9 %<br />
21 Jahre	08,0 %<br />
22 Jahre	01,1 %</em></p></blockquote>
<p>Doch meiner Meinung nach fehlt dem achtjährigen Gymnasium immer noch die komplette Durchdachtheit. Verschiebt man die Altersangaben jetzt um ein Jahr nach vorne, so sind mindestens 5,4 % der Abiturienten unter 18 Jahren. So viele sind also in der gleichen Position wie ich. In meiner Stufe haben fast ein Drittel meiner Mitschüler ihr Abitur mit 17. Die Möglichkeiten sind hier deutlich eingeschränkt.</p>
<p>Studieren mit 17 ist zwar prinzipiell möglich, doch unabhängig sein nicht. Meine Eltern müssen zum Beispiel für mich den Mietvertrag unterschreiben.<br />
Zudem bin ich immer das Küken, denn studieren mit 17 ist nicht Durchschnitt, der liegt bei knapp 20 Jahren. Und Donnerstags auf Studentenparties  ist auch nicht drin, um 24:00 Uhr muss ich nach Hause, ich schließe mich selbst aus.<br />
Auch meine ehemalige Wunschuni, die Henri-Nannen-Journalistenschule schreibt unter den Bedingungen für eine Bewerbung: „Zugelassen für den 33. Lehrgang sind Bewerber, die bei Ausbildungsbeginn am 5. Juli 2010 mindestens 19 Jahre (…) alt sind. Ausnahmen sind nicht möglich.“. Damit ist sie kein Einzelfall, viele private Universitäten nehmen Bewerber unter 18 nicht auf.</p>
<div id="attachment_1479" style="width: 310px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://farbfleck.files.wordpress.com/2010/04/weltwarts.jpg"><img class="size-medium wp-image-1479" title="Quelle: Toni V http://www.flickr.com/photos/toniphotos/145530455/" src="http://farbfleck.files.wordpress.com/2010/04/weltwarts.jpg?w=300" alt="" width="300" height="199" /></a><p class="wp-caption-text">Foto: Toni V @flickr.com</p></div>
<p>Weltwärts schreibt von sich selbst „Der Freiwilligendienst soll einem möglichst großen Kreis junger Erwachsener offen stehen.“, doch für unter 18 jährige gilt das nicht. In Ausnahmefällen dürfen jedoch auch Jugendliche ab 16 Jahren am Freiwilligendienst teilnehmen, teilt mir Eurodesk nimmt, die auf ihrer Website rausvonzuhaus.de Projekte für Jugendliche in ganz Europa vorstellen. Doch als Ausnahmefall gilt eine Behinderung oder ein fehlender Schulabschluss. Abitur mit 17 gehört da nicht dazu.</p>
<p>Die meisten Aupairagenturen vermitteln nur Bewerber ab 18 Jahren, auch Praktika sind schwer zu bekommen. Eine Weltreise kommt nicht in Frage.</p>
<p>Abitur mit 17 oder sogar 16 ist kein Einzelfall mehr, doch wird immer noch so gehandhabt. Die Gründe, vor allem die rechtlichen Grundlagen, viele Projekte erst ab 18 Jahren anzubieten sind mir durchaus bewusst, doch ich würde mir mehr Offenheit und Vertrauen für 17- jährige Abiturienten wünschen. Nur weil wir rechtlich gesehen noch nicht volljährig sind, so haben wir doch die gleiche schulische und moralische Erziehung genossen und haben damit bestimmt die gleiche Reife wie unsere teilweise nur ein paar Monate älteren Mitschüler, die aber weitaus mehr Möglichkeiten haben.<br />
Im Moment haben wir durch unser Abitur mit 17, eine Leistung die eigentlich gewürdigt werden sollte, mehr Nachteile als Vorteile. Das Jahr, welches wir durch die Verkürzung vom neunjährigen Gymnasium gewonnen haben, können wir nicht nach unseren Vorstellungen und womöglich ineffektiv nutzen. Ich sehe es nicht ein, Statusmeldungen von meinen ehemaligen Mitschülern aus der ganzen Welt auf Facebook zu lesen, während ich immer noch in Deutschland bin. Oder auf eigene Kosten ein Jahr im Ausland zu verbringen, wo meine Möglichkeiten ähnlich eingeschränkt sind wie hier.<br />
Das G8 ist noch lange nicht perfekt und seine jüngsten Absolventen, auf die alle so stolz sind, werden vergessen und allein stehen gelassen. Abitur, egal in welchem Alter, sollte heißen, dass einem nun alle Türen offen stehen. Leider sind davon für mich und alle anderen die nach dem Stichtag geborenen wurden, viele verschlossen.</p>
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