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	<title>derfarbfleck &#187; Rassismus</title>
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	<description>mehr als nur schwarz auf weiß</description>
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		<title>Hui Buh und die sozialistische Diktatur</title>
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		<pubDate>Sun, 18 Jan 2015 12:50:29 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[von Lea Frauenknecht Ein Gespenst geht um in Deutschland. Es ist das Gespenst, dem viele gebannt verfallen sind, wenn es durch die durch Krieg und Terror verängstigten Köpfe spuckt und schauerliche Parolen heult wie etwa: „Unsere abendländische Kultur soll nicht islamisiert werden!“ oder „Deutsche sollen gefälligst in Deutschland bleiben und die vaterländische Wirtschaft stärken!“. Viele [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>von Lea Frauenknecht<a href="http://www.derfarbfleck.de/old/wp-content/uploads/2015/01/Berlin_schaltet_Pegida_das_Licht_aus-z.jpg"><img class="alignright wp-image-6617 " src="http://www.derfarbfleck.de/old/wp-content/uploads/2015/01/Berlin_schaltet_Pegida_das_Licht_aus-z.jpg" alt="Berlin_schaltet_Pegida_das_Licht_aus-z" width="349" height="261" /></a></em></p>
<p>Ein Gespenst geht um in Deutschland. Es ist das Gespenst, dem viele gebannt verfallen sind, wenn es durch die durch Krieg und Terror verängstigten Köpfe spuckt und schauerliche Parolen heult wie etwa: „Unsere abendländische Kultur soll nicht islamisiert werden!“ oder „Deutsche sollen gefälligst in Deutschland bleiben und die vaterländische Wirtschaft stärken!“. Viele sind dem gespenstischen Geheule verfallen, doch die wenigsten geben es zu. Wenn man es bei seinem Namen nennt &#8211; Rassismus heißt der kleine Quälgeist – behaupten die meisten, die seiner geistarmen Rhetorik nicht widerstehen konnten, es trüge einen ganz anderen Namen: „Neokonservatismus“, „gesunder Nationalismus“ oder gar „Kampf gegen jegliche Radikalisierung“.</p>
<p>Einen glühenden Verfechter dieses Spukes bekamen wir auch beim letzten Vortragsabend zu sehen. Hui Buh* beteuerte zwar, seine Ansichten hätten „nichts mit Rassismus zu tun“. Trotzdem verbreitete er munter das Bild der diebischen Chinesen, die scheinbar nur auf eine zufällig offen gelassene Hintertür warten, um die Geheimnisse seines Unternehmens zu stehlen und in China zu verbreiten. Dass ebendiese Volksgruppe mit einer nicht unbeträchtlichen Anzahl im Publikum vertreten war, schien Hui Buh allerdings nicht zu interessieren. Außerdem ist er der festen Ansicht, Deutsche sollten am Besten in Deutschland bleiben, um die nationale Wirtschaft zu unterstützen, anstatt sich als Europäer oder gar als Weltbürger zu fühlen. Und: Deutschland ist, so Hui Buh, mittlerweile eine „sozialistische Diktatur“. Wie meinen? Das soll jetzt etwa „nichts mit Rassismus“ und nichts mit einer sehr rechten Ideologie zu tun haben?</p>
<p>Auch AfD und Pegida ordnen sich ja nicht im rechtskonservativen Kästchen des aktuellen politischen Rasters ein. Etwaige rassistische Hintergründe weist man in diesen Lagern komplett von sich. Trotzdem ist klar, dass allein hinter solchen Namen wie „Alternative für Deutschland“ und „Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“ der Spuk eines längst totgeglaubten Ideologie-Gespenstes steckt, das zur Zeit mit seinen schauderhaften Sprüchen wieder vermehrt Zuspruch findet. Es ist der braune Rassismus, der sich unter einem scheinbar blütenweißen Bettlaken des Neokonservatismus und des „gesunden Menschenverstandes“ versteckt hat. Und leider lassen sich nur allzu viele Menschen von diesem <em>Wolf im Schafspelz 2.0</em> täuschen.</p>
<p>Wie ernst die Lage wirklich ist, zeigte sich in der Neujahrsrede der Bundeskanzlerin: Wenn selbst Angela Merkel, die ja jetzt nicht gerade als linke Socke verschrien ist, ausdrücklich vor dem rechtsradikalen Hintergrund der Pegida-Demonstrationen warnt und zu deren Boykott aufruft, ist es wirklich kurz vor Geisterstunde. Trotzdem boten die letzten Wochen auch mehrfach Beispiele dafür, dass viele Menschen diesem Spuk ein Ende bereiten wollen: In zahlreichen deutschen Städten konnten Pegida-Aufmärsche durch zahlenmäßig überlegene Gegendemos blockiert werden.</p>
<p>Und auch die kritischen Fragen, die von Seiten der Schülerschaft am Donnerstagabend die weiße Verkleidung von Hui Buh in Frage stellten und die braune Gestalt darunter erfolgreich enttarnten, beweisen, dass eine erfreuliche Mehrheit nicht dazu bereit ist, die rechten Parolen einfach zu akzeptieren und den Geistern ihren Glauben zu schenken. Ein Gespenst geht um in Deutschland. Nur wer das Geheule kritisch hinterfragt, setzt dem Spuk ein Ende!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>* Name von der Autorin geändert, damit es ihr später nicht wie Faust ergehen wird („Die Geister, die ich rief&#8230;“)</p>
<p><em>Bildquelle: Andreas Augstein über Wikimedia Commons</em></p>
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		<title>Rechts und rechter</title>
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		<pubDate>Tue, 11 Jun 2013 04:35:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[derfarbfleck]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[von Theresa Friedle Es gibt Vereine, in denen scheint die Zeit stehen geblieben zu sein. Viele Menschen würden bei diesem Satz vermutlich an die katholische Kirche denken, doch ich meine damit die Burschenschaften, die kürzlich wieder einen erheblichen Rechtsruck durchliefen. Nun kann man natürlich anmerken, dass diese Studentenverbindungen noch nie sonderlich demokratisch oder liberal waren. [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><img class="alignleft" title="Rechts und rechter" src="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/b/b5/2012-08-16_Grenzgang_in_Biedenkopf_Aufstellung_Marktplatz_IMG_0291.jpg" alt="" width="540" height="360" /></p>
<p style="text-align: justify;"><em>von Theresa Friedle</em></p>
<p style="text-align: justify;">Es gibt Vereine, in denen scheint die Zeit stehen geblieben zu sein. Viele Menschen würden bei diesem Satz vermutlich an die katholische Kirche denken, doch ich meine damit die Burschenschaften, die kürzlich wieder einen erheblichen Rechtsruck durchliefen.</p>
<p style="text-align: justify;">Nun kann man natürlich anmerken, dass diese Studentenverbindungen noch nie sonderlich demokratisch oder liberal waren. Doch diese Einschätzung stimmt nur zum Teil.</p>
<p style="text-align: justify;">Vor zwei Jahren stellte die „Alte Breslauer Burschenschaft der Raczeks zu Bonn“ auf dem Burschentag in Nürnberg den Antrag, die Burschenschaft „Hansea Mannheim“ aus der Deutschen Burschenschaft auszuschließen, da diese ein chinesischstämmiges Mitglied in ihren Reihen hatte. Aufgrund des großen öffentlichen Drucks musste der Antrag jedoch zurückgezogen werden. Doch es schien, als sei das der letzte Sieg der liberalen Gruppen gewesen. Denn was sich im letzten halben Jahr in der Deutschen Burschenschaft ereignete, darf fast als Putsch bezeichnet werden. In mehreren E-Mails hatten sich die eher rechten Bruderschaften der Gemeinschaft darauf verständigt, die liberaleren Bruderschaften aus allen leitenden Positionen des Dachverbandes Deutsche Burschenschaft zu drängen. Dies ist ihnen auch gelungen, denn nach dem Burschentag im November 2012 war die Trennung besiegelt und seitdem sind fast zwei Dutzend liberale Burschenschaften aus dem Dachverband ausgetreten. Die Leitung haben die Wiener Tutoren übernommen, ein Verein, der selbst für die Burschenschaftliche Gemeinschaft ein Hardliner ist. Daher können sich die rechten und völkischen Ideen in der Deutschen Burschenschaft weitgehend ungestört ausbreiten. Dies zeigt sich auch in den Anträgen, der für den Burschentag im Mai gestellt wurde: Wie schon vor zwei Jahren gefordert, sollte ein „Ariernachweis“ erbracht werden, um Mitglied in einer Burschenschaft werden zu können. Dazu sollten die Bewerber in drei Kategorien eingegliedert werden:  Deutsch, abendländisch-europäisch und nicht-abendländisch-europäisch. Im letzten Fall sollte eine „Einzelprüfung“ nötig sein, die zwar schriftlich, aber ohne Begründung erfolgen sollte. Des Weiteren dürften laut des Antrags nur männliche Studenten Mitglied einer Burschenschaft sein. Außerdem gab es weitere Anträge, in denen zum Beispiel die Einführung einer Pflichtmensur (Kampf mit scharfen Waffen zwischen Mitgliedern unterschiedlicher Studentenverbindungen), „Gleichbehandlung“ aller Parteien (zum Beispiel der NPD) oder Institute zur Erforschung von Deutschfeindlichkeit gefordert werden. Zumindest einige dieser Anträge konnten zum Glück abgewehrt werden, so wurde über den Antrag des „Ariernachweises“ angeblich gar nicht abgestimmt.</p>
<p style="text-align: justify;">Da nun die meisten der liberaleren Burschenschaften ausgetreten sind, vertritt die Deutsche Burschenschaft nur noch circa 90 der 300 deutschen Burschenschaften und auch die Burschenschaften selbst machen an den Studentenverbindungen nur noch einen kleinen Anteil aus. Trotzdem sollte man sie nicht unterschätzen, denn gerade für die chronisch klammen, jungen Neonazis sind die Burschenschaften mit einer langen Tradition und sogenannten „alten Herren“, die aus alter Anhänglichkeit das Image der Burschenschaft um jeden Preis bewahren wollen, ein Paradies. Und die Gruppen wiederum, die unter Nachwuchsmangel leiden, sind durchaus bereit, rassistische Äußerungen unter den Tisch fallen zu lassen, wenn sie sie nicht selbst unterstützen. Auch im Verfassungsbericht tauchen immer wieder Burschenschaften auf, da ihre Mitglieder zum Teil offen rechtsextrem auftreten. Außerdem werden die Burschenschaften nur in Deutschland als harmlos angesehen. In Österreich, wo es ebenfalls eine solche Tradition gibt, sind diese weitaus wichtiger und prägen daher auch das politische Klima. Denn das ist die größte Gefahr bezüglich der Burschenschaften: Dass man sie vergisst. Denn wäre nicht der Aufschrei in den Medien gewesen, wäre der „Ariernachweis“ vielleicht schon im ersten Durchlauf durchgekommen.</p>
<p style="text-align: justify;"><em>Bildquelle:</em> By Eckhard Henkel (own work), (CC-BY-SA-3.0(http://www.creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/deed.de)), via Wikimedia Commons.</p>
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		<title>Rassismus in Deutschland?</title>
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		<pubDate>Wed, 09 Jan 2013 18:22:42 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[von Theresa Friedle Rassismus in Deutschland? Gibt es nur in der NPD, und die wird ja eh bald verboten. Na gut, Sarrazin vielleicht noch. Aber der hat ja auch Recht mit vielem, was er sagt. Solche rassistischen und verharmlosenden Äußerungen sind laut einer aktuellen Umfrage in Deutschland erschreckend weit verbreitet. So stimmten etwa fast 50% [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft" src="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/3/36/Motto_Schule_ohne_Rassismus_Schule_mit_Courage_am_Eingang_der_Rosa-Parks-Schule_Hannover_Isernhagener_Stra%C3%9Fe_33.jpg/320px-Motto_Schule_ohne_Rassismus_Schule_mit_Courage_am_Eingang_der_Rosa-Parks-Schule_Hannover_Isernhagener_Stra%C3%9Fe_33.jpg" alt="" width="320" height="213" />von Theresa Friedle</p>
<p><em>Rassismus in Deutschland? Gibt es nur in der NPD, und die wird ja eh bald verboten. Na gut, Sarrazin vielleicht noch. Aber der hat ja auch Recht mit vielem, was er sagt.</em></p>
<p><em></em><br />
Solche rassistischen und verharmlosenden Äußerungen sind laut einer aktuellen Umfrage in Deutschland erschreckend weit verbreitet. So stimmten etwa fast 50% der Befragten der Aussage „In Deutschland leben zu viele Ausländer“ zu. Ebenso waren 20% der Befragten der Meinung, wenn es weniger Arbeitsplätze gebe, sollten Ausländer wieder zurückgeschickt werden. Diese Ergebnisse sind wirklich ein Armutszeugnis, vor allem für ein Land mit unserer Vergangenheit. Doch es lohnt sich, die Ergebnisse der Studie einmal näher zu betrachten, bevor man diese für unreflektiert hält.</p>
<p>Die Deutschen sind nämlich nicht nur radikaler geworden. So sind zum Beispiel Sexismus, Antisemitismus und Homophobie zurückgegangen im Vergleich zu früheren Studien. Doch die Ergebnisse unterscheiden sich nicht nur nach Zeit, sondern auch nach Umfrage. Es gibt nämlich noch eine Umfrage und diese kommt zu ganz anderen Schlüssen. Laut dieser Langzeitstudie gehört Deutschland zu den fremdenfreundlichsten Ländern Europas. Doch wie können zwei so ähnliche Studien zu so unterschiedlichen Ergebnissen kommen? Zumal sich beide Ergebnisse aus der deutschen Geschichte begründen ließen? Zuerst einmal war die Vorgehensweise bei den beiden Studien entgegengesetzt. Bei der ersten Studie wurden den Menschen Aussagen vorgelegt, die möglichst unterschwellig rechtsradikal waren, bei der anderen Studie waren die Aussagen hingegen möglichst fremdenfreundlich. In beiden Studien stimmten viele Menschen den Aussagen zu. Doch was bedeutet das?</p>
<p>Zunächst einmal zeigt die zweite Studie, dass die Menschen sich sehr wohl bewusst sind, was politisch korrekt ist und wie die offizielle Haltung zu Ausländern aussieht. Und das Ergebnis zeigt, dass wir uns auch unserer Vergangenheit bewusst sind und uns daher sogar toleranter zeigen als andere europäische Länder ohne Altlasten. Doch die andere Umfrage enthüllt, dass diese Ansicht nicht so fest in unserer Moral verankert ist, wie es wünschenswert wäre. Im Gegenteil: Wenn es eng wird, versuchen die meisten Deutschen eher die Türen zuzumachen, was durchden Standpunkt zu den Arbeitsplätzen bewiesen wird. Das gefährliche an dieser Aussage: auch wenn sie auf den ersten Blick rational wirkt, ist ihr Hintergrund doch ein rassistischer, vor allem, da eine Frage offen bleibt: welche Ausländer sind gemeint? Asylsuchende, die in ihrer Heimat verfolgt werden, dürfen nur sehr eingeschränkt arbeiten. Damit bleiben als „Ausländer“ nur noch Deutsche mit Migrationshintergrund. Diese haben jedoch den deutschen Pass und sind oftmals in Deutschland aufgewachsen. Daher kann man auch sie nicht zurückschicken &#8211; wohin zurück denn auch? Dieses Beispiel verdeutlicht eine These, die schon länger gilt: je weniger Kontakt Menschen zu „Ausländern“ haben, desto ignoranter sind sie diesen gegenüber.<br />
Daher sollten wir uns alle merken, dass es nicht reicht, zu wissen, dass Rassismus falsch ist, sondern man auch danach handeln muss. Dafür ist es wichtig, sich zu informieren und nicht die Augen zu verschließen, damit man nicht aufgrund falscher Vorstellungen (Vor-)Urteile fällt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Bildquelle: By Bernd Schwabe in Hannover (Own work) [CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons</em></p>
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