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	<title>derfarbfleck &#187; Musik</title>
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		<title>Do the Harlem Shake!</title>
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		<pubDate>Fri, 12 Apr 2013 10:09:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[derfarbfleck]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[von Camil Kotkowski Es gilt als das neue Gangnam-Style. Zu einem Teil des Liedes des amerikanischen Musikproduzenten Harry Rodrigues, bekannt als Baauer, lud als Erster der Internetkomiker Filthy Frank flashmobartige zuckende Tanzszenen in Morpsuits und anderen Verkleidungen im Internet hoch. Das Video fand bisher mehr als 50.000 Nachahmer. Zu den wichtigsten Merkmalen zählt, dass ein [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><img class="alignleft" src="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/b/b8/Harlem_Shake%2C_Cambridge_Edition.JPG/540px-Harlem_Shake%2C_Cambridge_Edition.JPG" alt="" width="389" height="431" />von Camil Kotkowski</p>
<p style="text-align: justify;">Es gilt als das neue Gangnam-Style. Zu einem Teil des Liedes des amerikanischen Musikproduzenten Harry Rodrigues, bekannt als Baauer, lud als Erster der Internetkomiker Filthy Frank flashmobartige zuckende Tanzszenen in Morpsuits und anderen Verkleidungen im Internet hoch. Das Video fand bisher mehr als 50.000 Nachahmer.</p>
<p style="text-align: justify;">Zu den wichtigsten Merkmalen zählt, dass ein Verkleideter unauffällig zu der Musik in einer normalen Umgebung anfängt zu tanzen. Zu diesem Zeitpunkt wird der einzelne Tänzer komplett von dieser Umgebung ignoriert, nach dem Drop der Musik tanzt und zappelt die ganze Umgebung schließlich abstrus mit. Das Video endet fast immer mit einer Zeitlupe.</p>
<p style="text-align: justify;">Baauers Song enthält Elemente der Musikrichtungen Hip-Hop und Trap. Der Harlem Shake ist ursprünglich ein schlangenförmiger Tanz aus dem Stadtteil Harlem in New York, der in den Achtzigern entstand. Rhythmisches Zurückreißen der Schultern und Stoßbewegungen sind dessen wesentliche Elemente. In Amerika war der Song auf Platz 1 der Charts, in Deutschland landete Baauer auf dem 10. Platz.</p>
<p style="text-align: justify;">Bekannte Nachahmungen fanden in allen großen Städten der Welt statt, sogar die norwegische Armee ließ sich auf eine Parodie ein.</p>
<p style="text-align: justify;">Dieser Song sorgte wie Gangnam-Style für eine große Medienresonanz.</p>
<p style="text-align: justify;">Doch dieser schöne Song macht nicht nur Spaß: In anderen Teilen der Welt zeigt er auch Schattenseiten auf. Im Nahen Osten bekamen Schüler und Studenten Ärger, weil sie wild in der Gegend rumtanzten (beziehungsweise zappelten). An einer Hochschule in Tunis, der Hauptstadt Tunesiens, versuchten Anhänger der Salafisten laut dem Nachrichtendienst AFP den Dreh eines Videos zu verhindern, und Minenarbeiter in Australien wurden dafür gefeuert, dass sie an ihrem Arbeitsplatz eine Parodie drehten.</p>
<p style="text-align: justify;"><em>Bildquelle: By David cambridge (Own work) [CC-BY-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by/3.0)], via Wikimedia Commons</em></p>
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		<title>Für die Musik</title>
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		<pubDate>Sun, 18 Nov 2012 18:55:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[derfarbfleck]]></dc:creator>
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		<category><![CDATA[CD]]></category>
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		<description><![CDATA[von Robin Sluk Heute ist es selbstverständlich, Musik auf Youtube anzuhören, sie aus dem Internet herunterzuladen, ob legal oder illegal. Man kann sie unterwegs, zuhause, überall anhören, in überragender Qualität. Doch letztendlich hört ein jeder Musik, doch niemand hört mehr zu. Musik als Hintergrundbeschallung, als kurze Aufheiterung im stressigen Schul- beziehungsweise Arbeitsalltag,  und nicht als [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>von Robin Sluk</p>
<p style="text-align: justify;">Heute ist es selbstverständlich, Musik auf Youtube anzuhören, sie aus dem Internet herunterzuladen, ob legal oder illegal. Man kann sie unterwegs, zuhause, überall anhören, in überragender Qualität.</p>
<p style="text-align: justify;">Doch letztendlich hört ein jeder Musik, doch niemand hört mehr zu.</p>
<p style="text-align: justify;">Musik als Hintergrundbeschallung, als kurze Aufheiterung im stressigen Schul- beziehungsweise Arbeitsalltag,  und nicht als das, was sie ist: Kunst.</p>
<p style="text-align: justify;">Denn schließlich ist es unglaublich, wie durch Aneinanderreihung verschiedener Frequenzen in einem Rhythmus ganze Gefühlswelten entstehen, denn, um ein altes Sprichwort abzuwandeln: Ein Akkord sagt mehr als tausend Worte.</p>
<p style="text-align: justify;">Gut gemachte Musik, egal in welcher Geschwindigkeit, egal in welcher Lautstärke, egal ob sanft oder aggressiv, egal ob vielschichtig oder einfach gestrickt, ist etwas Wunderbares, drückt so unglaublich viel aus. Und doch ist die Musik und das Geschäft damit heute nichts weiter mehr, als einfachste Geldmacherei. Keinerlei Abwechslung, lediglich vorgehen nach ein und demselben Schema: Irgendeine einfache Melodie, die sich in das Gehirn frisst, so einfach und schnell vor sich hindudelnd, das man sie von der nächsten kaum unterscheiden kann, irgendein einfacher Text, der an die niederen Instinkte appelliert (Liebe, sich cool fühlen) und fertig: Der nächste große Superstar ist entstanden, den man dann gleich wieder verschwinden lassen kann, bevor es dann doch langweilig wird, aber nicht nachdem man nicht erst eine Menge Kohle mit ihm verdient hat. Der Nächste steht schon in der Schlange. Und niemanden interessiert es, solange es einfach nur einen „extrem geilen Bass“ hat, der nichts weiter tut, als vibrieren und somit Nerven zu stimulieren.</p>
<p style="text-align: justify;">Und überhaupt nimmt sich auch fast niemand die Zeit einmal gepflegt und in Ruhe Musik zu hören, sie ist bloßes Hintergrundgeräusch.</p>
<p style="text-align: justify;">Indiziert durch die Unpersönlichkeit einer Datei auf Computer oder MP3-Player oder eines Youtube- Videos, nimmt dieses Phänomen erschreckende Formen an. Das Verbindungsstück zwischen Hörer und Musik in Form von etwas greifbarem (Instrument, Schallplatte, CD)  geht verloren und somit auch die Faszination, die von ihr ausgeht. Wenn man immer nur ein paar Klicks entfernt ist von seinem Lieblingsstück, verliert es seine Bedeutung und immerzu vernachlässigt man seine Konzentration auf die Musik, denn schließlich bieten sich so viele Dinge nebenher an, aus jener kleinen Kiste, die man Computer nennt. Das bewusste Hören von Musik ist in dieser schnelllebigen Zeit verlernt worden, denn  es gibt hundert andere Dinge, die man tun kann/muss, oder eigentlich nicht muss, wenn man sich einfach nur mit einer Sache zu einer Zeit, dafür aber voll mit ihr beschäftigt. Denn 3 halbherzig getane Dinge verschaffen nicht einmal ein Drittel der Befriedigung, die ein einziges, bewusst getanes, verschafft.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Fähigkeit, sich für eines zu entscheiden geht verloren, denn man kann ja inzwischen alles gleichzeitig machen: Musik hören und lesen, spazieren gehen und telefonieren, auf die Toilette gehen und SMS schreiben.</p>
<p style="text-align: justify;">Und so verblasst das Interesse an der Musik als Kunstform, sie ist ein reines Konsumgut geworden. Kein Wunder also, dass die Verkaufszahlen von CDs zurückgehen, überall dasselbe Bassgedröhne aus Lautsprechern dringt und der Gewinner der nächsten Hitparade hundertprozentig feststeht.</p>
<p style="text-align: justify;">Ich würde mir wünschen, dass man sich eines Tages wieder darauf zurückbesinnt, wie unglaublich Musik sein kann und sie nicht nur als bloße Nebensache ansieht.</p>
<p style="text-align: justify;">Ansonsten kann man wohl nicht mehr darauf hoffen, das mal wieder eine richtig gute Band groß wird und es nicht nur würdige Nachfolger für Led Zeppelin, Jimi Hendrix und all die anderen, sondern sogar gänzlich neue Legenden auf diesem Gebiet geben wird.</p>
<p><em>Bildquelle: <a title="User:TomTheHand" href="http://commons.wikimedia.org/wiki/User:TomTheHand">TomTheHand</a> auf <a href="http://commons.wikimedia.org/wiki/File:2_vinyl_records_%2B_1_CD.jpg">WikimediaCommons</a></em></p>
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		<title>&#8220;Californication&#8221; im Wandel der Zeiten</title>
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		<pubDate>Fri, 21 Sep 2012 15:16:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[derfarbfleck]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Ausgestrahlt und Abgedruckt]]></category>
		<category><![CDATA[Album]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>

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		<description><![CDATA[Falls ihr demnächst mal wieder dazu verpflichtet seid, ein wenig Small Talk          zu führen, etwa auf der Hochzeit eurer Großcousine zweiten Grades, sei euch ein exzellentes Thema gesagt, das unter Umständen mit einer Frage klärt, ob der Verwandte um dutzende Ecken, der vor euch steht, es wirklich wert es, sich mit [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p lang="de-DE"><a href="http://www.derfarbfleck.de/old/wp-content/uploads/2012/09/P1030296.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-4289" title="RHCP" src="http://www.derfarbfleck.de/old/wp-content/uploads/2012/09/P1030296-300x225.jpg" alt="Foto: Lea Frauenknecht" width="300" height="225" /></a></p>
<p lang="de-DE">Falls ihr demnächst mal wieder dazu verpflichtet seid, ein wenig Small Talk          zu führen, etwa auf der Hochzeit eurer Großcousine zweiten Grades, sei euch ein exzellentes Thema gesagt, das unter Umständen mit einer Frage klärt, ob der Verwandte um dutzende Ecken, der vor euch steht, es wirklich wert es, sich mit ihm auch nur über die kulinarische Qualität des Nachtischbuffets auszulassen. Die <em>Red Hot Chili Peppers </em>sind durchaus ein guter Richtwert, seine Verwandtschaft in „spießig“ und „cool“, in „langweilig“ und „facettenreich“ zu unterteilen und dem leidigen Thema „Familienfeier“ einen vertrauten Beigeschmack zu geben.</p>
<p lang="de-DE"><em>Foto: Lea Frauenknecht</em></p>
<p lang="de-DE">Kennt der Angesprochene, etwa ein Großonkel aus dem Harz, die wohl populärste, aber trotzdem Punkrock-aber-eigentlich-klingen-sie-immer-nur-wie-sie-selbst-Band nicht, bringt es wohl höchstens etwas, ihm eines der zehn qualitativ hochwertigen Alben zu empfehlen, wobei etwa „Californication“ für einen Neuling auf dem Gebiet der <em>Red Hot Chili Peppers </em>ob seiner für die Band charakteristischen Klänge sehr empfehlenswert ist, und sich dann weiter hartnäckig kontraproduktiv anzuschweigen. Oder, falls es sich denn lohnen sollte, sich unauffällig ans Nachtischbuffet zu verabschieden. Ist dem aber nicht so, und Großonkel Hans-Walter kennt die <em>Red Hot Chili Peppers</em> – dann ist dies wohl Gesprächsthema genug für einen ganzen Abend, und keineswegs nur für oberflächlichen Small Talk. Es könnte sogar passieren, dass man über der Fachsimpelei das Nachtischbuffet vergessen sollte, so exzellent es auch sein mag. Denn man hat es mit einer Band zu tun, die den Einzelnen prägt. Wieso überhaupt?</p>
<p lang="de-DE">Ich persönlich kenne zwar natürlich auch Freunde, die die <em>Red Hot Chili Peppers </em>nicht kennen, mit denen man aber trotzdem stundenlang mehr als nur Small Talk quatschen kann. Minus dieses eine Thema, versteht sich. Auf der anderen Seite kenne ich aber auch niemanden, der die vier Kalifornier kennt und sie nicht mag. Manche sind mit ihnen aufgewachsen, weil die Eltern selber <em>Red Hot Chili Peppers</em> hören. Manche stolperten zufällig über eine CD oder LP, deren Inhalt sie in hypnotische Ekstase versetzte. Auch wenn ich zu letzterer Gruppe gehöre, möchte ich in diesem Artikel 30 Jahren Bandgeschichte und den damit verbundenen Veränderungen auf den Zahn fühlen, mich fragend, was die <em>Red Hot Chili Peppers </em>sowohl für Jugendliche als auch für Erwachsene, zwischen denen unter Umständen mehr als nur 30 Jahre Altersunterschied liegen, zu einem absoluten Muss macht. Und selbstverständlich sollen auch diejenigen, denen der Name <em>Red Hot Chili Peppers </em>oder auch <em>RHCP </em>bisher noch kein Begriff war, von dem stundenlang exzessiv möglichen Hörgenuss und seinem Ursprung erfahren, den der Name hinter einem noch unbekannten Cover bereithält.</p>
<p lang="de-DE">Aber zuerst einmal zu den Wurzeln und zur Entwicklung der Band bis heute: Vom Jahr 1983 bis ins Jahr 2012 und hoffentlich noch weit darüber hinaus. Als ich mir neulich das zweite Album der Band, „Freaky Styley“ aus dem Jahr 1985, als LP kaufte und es dann mit dem neuesten Album „I&#8217;m with you“ (2011) verglich, wurde mir zum ersten Mal klar, was für einen klanglichen Wandel die mittlerweile nicht mehr ganz so blutjunge Truppe aus Los Angeles hinter sich hat. Aus den Küken des Punkrock, die in „Nevermind“ selbstbewusst ihren späteren Erfolg vorhersagen („Nevermind the <em>Men at Work</em>/ those tunes are for the jerks/ &#8217;cause we&#8217;re the <em>Red Hot Chili Peppers</em>“) sind heute schon sehr erwachsene Männer geworden, deren Texte plötzlich sehr ernst klingen, wie etwa in „Ethiopia“: „Tell my boy/ I love him so/ tell him so he knows/ lost in Ethiopia/ we walk out in that road“. Beide Alben, nur Randteile eines gigantischen klanglichen Puzzles, sind jedoch eher unbekannt, zumindest unter denjenigen, die die <em>Red Hot Chili Peppers </em>nur schemenhaft kennen. Zwischen Gitarrensaiten, die aus Fingern springen wie die Erbsen an Knallsträuchern und langsamen, melancholisch anmutenden Akkorden, zu denen die ernste Stimme Anthony Kiedis erwachsene Worte vertont, liegt das, was man wohl als DIE <em>Red Hot Chili Peppers </em>bezeichnen würde: Der unverkennbare Sound von etwa „Californication“ (1999), „By the way“ (2002) und „Stadium Arcadium“ (2006). Freche Gitarrenstimmen, Texte, die auf der Zunge provozierend zerplatzen wie Kaugummiblasen und sich abwechseln mit melancholisch-sehnsüchtig-langsamen Rockballaden und so der Punkrocklegende ihren einzigartigen Untergrund bereiten.</p>
<p lang="de-DE">Und auch, wenn etwa die Gitarristen der Band über die Jahre hinweg schon acht verschiedene Namen trugen, so besteht der harte Kern der <em>Red Hot Chili Peppers </em> doch immer noch aus dem Sänger Anthony Kiedis, dem Bassisten Michael „Flea“ Balzary und seit 1989 auch aus dem Schlagzeuger Chad Smith. Seit 2009 ist Josh Klinghoffer der aktuelle Gitarrist der Band. Aus vier Schulkameraden (Anthony Kiedis, Michael Balzary, Hillel Slovak und Jack Irons), die im Los Angeles der frühen 1980er Jahren anfingen, zusammen Punkrock zu machen, sind heute drei Männer Anfang fünfzig geworden und ein mit Anfang 30 dazu verglichen recht junger Josh Klinghoffer. Doch als die Vier letztes Jahr während der Präsentation ihres neuen Albums „I&#8217;m with you“ auf den Dächern von Venice Beach herumhüpften, schien es fast so, als seien sie kein Jahr älter geworden seit ihrer Zeit an der Fairfax High School.</p>
<p lang="de-DE">Doch wer jetzt denkt, die <em>Red Hot Chili Peppers </em>mag nur, wer ihre lange klangliche Tradition schätzt und ihren immer noch unverwechselbaren Sound, der irrt. Denn ich könnte allein von vier Alben eine lange Liste von ganz gegensätzlichen Stimmungen machen, zu denen je mindestens ein ganz bestimmter Song passen würde. Habe ich Fernweh lausche ich den weiten Gitarrenakkorden von „Factory of Faith“ oder stelle mir den Text von „Road Trippin&#8217;“ bildlich vor. Brauche ich dagegen ein Lied, das meine Stimmung aufwertet mokiere ich mich in „Nevermind“ über Mainstream-Bands oder singe leise zu „Purple Stain“: „Knock on wood we all stay good/ &#8217;cause we all live in Hollywood“. „Snow (Hey Oh)“ ist sowieso ein Klassiker, egal ob zum Trimesterputz oder Mathelernen. Und um verliebt durch verschneite Fußgängerzonen zu laufen, kann ich „dosed“ (zu Deutsch: „süchtig“) nur empfehlen. So könnte ich die Liste noch unendlich lange fortführen und auch auf <em>YouTube </em>gibt es schier unzählige Videos die Titel tragen wie etwa: „My 40 favourite songs performed by the <em>Red Hot Chili Peppers“. </em></p>
<p lang="de-DE">Das Einzige, was mich wirklich betrübt an dieser Band ist leicht nachvollziehbar, wenn man die Seite der <em>Red Hot Chili Peppers </em>aufruft (redhotchilipeppers.com) und sich die Tourdaten für die kommenden Monate anschaut: Bis Februar sind zwar knapp 40 Konzerte eingetragen, allerdings nur in den USA, Kanada, Neuseeland, Australien und Südafrika, nie in Deutschland oder auch nur im europäischen Raum.</p>
<p lang="de-DE">Das bedeutet für alle, die über diese Band jetzt schon sagen können: „I got dosed by you“ (zu Deutsch: „Du hast mich süchtig gemacht“): je nach Stimmung weiter brav LPs und CDs in Endlosschleife hören. Und für all jene, denen demnächst eine Familienfeier blüht und die die Frage nach der Lieblingsband endlich nicht mehr mit einem unentschiedenen Herumdrucksen erwidern wollen: Fleißig <em>YouTube </em>beanspruchen. Dass die <em>Red Hot Chili Peppers </em>süchtig machen, gilt nämlich für so ziemlich alle. Außer denen, die den seichten Mainstream-Pop sowieso dem Punkrock vorziehen. Selber schuld können Chad, Flea, Anthony und Josh dazu nur sagen, denn: „Nevermind the British Bands/ nevermind the Synth Funk bands/ &#8217;cause we&#8217;re the Red Hot Chili Peppers!“</p>
<p lang="de-DE">(Lea Frauenknecht)</p>
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		<title>Von der Miniband zur Miniband</title>
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		<pubDate>Sat, 15 Sep 2012 12:34:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[derfarbfleck]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Wir hier drinnen]]></category>
		<category><![CDATA[Band]]></category>
		<category><![CDATA[GarageBand]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
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		<description><![CDATA[Zur Unterhaltung bei Weihnachtskonzerten, als Teilnehmer eines Gmünder Big Band Battles oder beim Musical: Es gibt viele Gelegenheiten, die GarageBand zu hören. Als sie das letzte Mal bei der Jahresabschlussveranstaltung einige Stücke zum Besten gab, bestand sie aus acht Leuten. Da sich der eine oder andere jetzt wundern wird, dass es bei 250 Schülern gerade [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.derfarbfleck.de/old/wp-content/uploads/2012/09/Photo-E3057A66-57A0-46C0-989D-9E57A9CE0DB1-20120424-191029-2048.jpg"><img class="size-medium wp-image-4269    alignleft" title="Raffael, Drummer der GarageBand 2012. Foto: Sebastian Hahn" src="http://www.derfarbfleck.de/old/wp-content/uploads/2012/09/Photo-E3057A66-57A0-46C0-989D-9E57A9CE0DB1-20120424-191029-2048-223x300.jpg" alt="Foto von Sebastian Hahn" width="223" height="300" /></a></p>
<p><span style="font-family: Calibri, sans-serif;">Zur Unterhaltung bei Weihnachtskonzerten, als Teilnehmer eines Gmünder Big Band Battles oder beim Musical: Es gibt viele Gelegenheiten, die GarageBand zu hören. Als sie das letzte Mal bei der Jahresabschlussveranstaltung einige Stücke zum Besten gab, bestand sie aus acht Leuten. Da sich der eine oder andere jetzt wundern wird, dass es bei 250 Schülern gerade einmal acht Musikerinnen und Musiker in dieser für unsere Schule unerlässlichen Band gibt, möchte ich erklären, was es mit dieser Miniband auf sich hat und wie es dazu kam, dass sie nach acht Jahren immer noch so klein ist.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: Calibri, sans-serif;">Als sich die Band 2005 nach gerade einmal einjährigem Bestehen unserer Schule gründete, bestand das LGH aus gerade einmal 88 Schülern. Acht davon fingen an, das LGH als eigene Band zu repräsentieren. Da sich nicht die gesamte LGH-Band aus Schülern zusammenstellen ließ, mussten damals sogar drei Lehrer ran – ich möchte hier unseren Internatsleiter Herrn Kilian als Gitarristen nennen, Herr Kaschl übernahm damals den Bass und Herr Menholz spielte nach Bedarf Trompete oder Flügelhorn. Die Untermalung von Schulveranstaltungen übernahm die Band schon damals mit Bravour und entwickelte sich zu einem festen Bestandteil jedes Konzerts.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: Calibri, sans-serif;">Mit der Zeit besuchten immer mehr Schüler das LGH und es fanden sich dementsprechend auch mehr Instrumentalisten. Als ich 2008 an die Schule wechselte, konnte man sich für das Additum „LGH-BigBand“ eintragen. Eine Band von nicht geringem Ausmaß, teils bestehend aus über 20 Schülern. Damals waren sogar mehrere Schlagzeuger, Flöten und Geigen Teil der Big Band, die sich der Aufgabe stellte, die gesamte musikalische Begleitung für das von Ulf Kaschl auf die Beine gestellte Musical „Die Leichenbraut“ zu übernehmen. Aus eigener Erfahrung weiß ich jedoch, dass damals nicht die beste Arbeitsmoral herrschte, „das fällt doch eh nicht auf, wenn ich einmal nicht da bin“ sagten sich viele.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: Calibri, sans-serif;">Zu viele für Herrn Hahns Geschmack, der langjähriger Leiter des Additums war. Als die Band durch regelmäßige Nicht- oder Teilpräsenz an Probeterminen zu stark auseinanderfiel, zog er einen Schlussstrich und beendete die Karriere der Big Band abrupt. Das schwarze Brett zeigte eine stinkwütende Nachricht, welche ankündigte, dass es ab sofort nur noch eine „Miniband“ geben werde, das Maximum, was sich aus den zuverlässigen Schülern zusammenstellen ließe. Das war es auch erst einmal mit der Präsenz – eher zu hören waren nun Bläsergruppen oder das Bebop-Ensemble.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: Calibri, sans-serif;">Die Aufregung um diesen Zusammenbruch brauchte trotzdem nicht allzu lang, um abzuebben. Viele der neueren Schüler wissen nicht einmal, dass es diesen Vorfall gab. Daher melden sich wieder immer mehr Instrumentalisten für das Additum an, was auf eine immer größer werdende Besetzung schließen ließe. Wenn es denn so wäre! Im vergangenen Schuljahr besuchten trotzdem nur zehn Schüler das Additum – eine bedenkliche Zahl. Ich hatte mich zum Schuljahresanfang als Gitarristin eingetragen und freute mich über meinen Platz in der Gruppe, musste jedoch nach kurzer Zeit auf den Bass umsteigen, da sich niemand für dieses Instrument gemeldet hatte. Auch Herr Hahn unterstützte mit der Trompete die „GarageBand“, wie wir uns nannten. So hangelten wir uns durch die Arrangements und präsentierten sie. </span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: Calibri, sans-serif;">Ein großes Event für die GarageBand war das Gmünder Big Band Battle. Sechs Gmünder Schulbands fanden sich im Unipark zusammen, um ein Begegnungskonzert zu spielen, und die GarageBand machte trotz kleiner Besetzung (die anderen Bands kamen teilweise an schätzungsweise 30 Teilnehmer heran) eine gute Figur. Stolz wuchs in uns heran und ich hörte in den Pausen schon von einigen Begeisterten LGH-lern, dass sie zukünftig auch in der Band spielen wollen. </span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: Calibri, sans-serif;">Nun bricht das neue Schuljahr an. Aus den zehn zuverlässigen Leuten im letzten Jahr sind aus Abigründen acht geworden – zu wenig für meinen Geschmack. Auch die Leitung hat sich geändert – nachdem Herr Hahn lange mit uns geprobt hat, verließ er die Schule in den vergangenen Sommerferien. Sein Nachfolger ist nun Herr Heil, der mit voller Motivation der Arbeit mit der GarageBand entgegenblickt. Die Anmeldeliste ist zum Glück nicht leer geblieben, 18 Leute haben sich für das laufende Schuljahr angemeldet – ich bin gespannt!</span></p>
<p><span style="font-family: Calibri, sans-serif;">(Marie Völkering)</span></p>
<p>&nbsp;</p>
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