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	<title>derfarbfleck &#187; Mittelmeer</title>
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	<description>mehr als nur schwarz auf weiß</description>
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		<title>Ein neuer Eiserner Vorhang – Europa schottet sich ab</title>
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		<pubDate>Mon, 09 Dec 2013 09:24:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[derfarbfleck]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[von Maximilian Ilzhöfer Ein spanischer Golfplatz, Palmen, eine Idylle &#8211; doch der bis zu 6 Meter hohe Zaun sticht ins Auge. Dieser Zaun trennt Arm und Reich. Er trennt verschiedene Ideologien, so wie einst vor etwas mehr als 20 Jahren ein Zaun den West- vom Ostblock getrennt hat. Doch dieser Zaun steht noch heute, und [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p align="left"><em>von Maximilian Ilzhöfer</em><img class="alignright" alt="File:EU - Afrika.jpg" src="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/0/09/EU_-_Afrika.jpg/405px-EU_-_Afrika.jpg" width="360" height="533" /></p>
<p align="left">Ein spanischer Golfplatz, Palmen, eine Idylle &#8211; doch der bis zu 6 Meter hohe Zaun sticht ins Auge. Dieser Zaun trennt Arm und Reich. Er trennt verschiedene Ideologien, so wie einst vor etwas mehr als 20 Jahren ein Zaun den West- vom Ostblock getrennt hat.</p>
<p align="left">Doch dieser Zaun steht noch heute, und zwar gebaut von der spanischen Regierung in Melilla. Eine Stadt, die zu Spanien gehört, aber auf afrikanischem Boden liegt und von Marokko umschlossen ist. Der Zaun ist gedacht für die Abschottung Melillas vor den afrikanischen Migranten, die aus Algerien und Marokko kommen und in Europa ein besseres Leben anfangen möchten.</p>
<p align="left">Doch der Zaun ist für sie ein fast unüberwindliches Hindernis. Er ist bis zu sechs Meter hoch und meistens in einer Doppelreihe aufgebaut. Auf europäischer Seite patrouilliert die spanische “Guardia Civil“, in der Nacht wird der Zaun mit Scheinwerfern angestrahlt und es werden Wärmebild-Kameras verwendet. Das Meer vor Melilla wird ebenfalls stark überwacht. Es patrouillieren Polizeiboote und manchmal fliegt ein Helikopter umher und sucht nach Flüchtlingen, die versuchen in ihr “gelobtes Land“ zu gelangen.</p>
<p align="left">Nicht nur in Melilla gibt es solche Grenzbefestigungen. Auch in der anderen Exklave Ceuta gibt es solche Anlagen, die verhindern sollen, dass Flüchtlinge über dieses Gebiet in die Europäische Union einreisen.</p>
<p align="left">Auch ein anderer Weg in die EU wurde durch einen Grenzzaun gegen illegale Immigranten gesichert. Dieser wiederum steht in Griechenland. Dort versuchten früher viele Menschen über den Grenzfluss Evros in die EU zu kommen.</p>
<p align="left">Der Zaun mit einer Gesamtlänge von 10.365 Metern erstreckt sich über die gesamte Länge der Festlandgrenze zur Türkei. Die Höhe des Hindernisses beträgt 4 Meter und gilt ohne mechanische Mittel als unüberwindlich. Es wurden für die Erstellung des Zauns ungefähr 6.000 Kubikmeter Beton, 800 Tonnen Stahl, 20.700 Drahtzaungeflechte, 140.000 Meter Stacheldrahtrollen und 210.000 Meter Draht verwendet. Er kostete rund 3,16 Mio. Euro. Dieses Geld hätte die Regierung genauso gut für die armen Menschen ausgeben können.</p>
<p align="left">Generell finde ich es sinnlos ein Zaun zu errichten, da man an historischen Beispielen sieht, dass es nicht möglich ist, Ideologien und Geld mit Zäunen zu trennen. Es ist pure Geldverschwendung, einen Zaun zu errichten. Dieses Geld muss in die Länder fließen, aus denen die Flüchtlinge kommen. Wenn sich dort ihre finanzielle Lage bessert, müssen diese Menschen nicht mehr aus ihren Ländern in die EU fliehen, weil sie hoffen, es erwarte sie dort ein sorgenfreies Leben.</p>
<p align="left"><em>Foto: Wikimedia Commons, Paula Riester</em></p>
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		<title>Lampedusa &#8211; unvermeidlich?</title>
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		<pubDate>Sun, 20 Oct 2013 15:03:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[derfarbfleck]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Die Welt da draußen]]></category>
		<category><![CDATA[Asyl]]></category>
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		<description><![CDATA[von Theresa Friedle Wer kennt sie nicht, die unsäglich nervigen, da allseits bekannten Mahnungen auf Facebook oder sonst wo: „Wenn du genug zu Essen, Kleidung und ein Dach über dem Kopf hast, bist du reicher als 75% der Weltbevölkerung. Wenn du zusätzlich noch Geld bei der Bank und in deinem Geldbeutel hast, gehörst du zu [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><img class="alignright" title="Lampedusa" src="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/9/90/Oxfam_Horn_of_Africa_famine_refugee.jpg" alt="" width="251" height="366" /></p>
<p style="text-align: justify;"><em>von Theresa Friedle</em></p>
<p style="text-align: justify;">Wer kennt sie nicht, die unsäglich nervigen, da allseits bekannten Mahnungen auf Facebook oder sonst wo: „Wenn du genug zu Essen, Kleidung und ein Dach über dem Kopf hast, bist du reicher als 75% der Weltbevölkerung. Wenn du zusätzlich noch Geld bei der Bank und in deinem Geldbeutel hast, gehörst du zu den reichsten 8% der Welt“ –und so weiter und so fort. Man liest es sich kurz durch, hat ein bisschen Mitleid mit den Unterprivilegierten und vergisst es dann wieder. Nicht dass sie einem egal wären. Aber man kann ja nicht den ganzen Tag unglücklich sein, weil es anderen schlecht geht. Wir können denen ja eh nicht helfen.</p>
<p style="text-align: justify;">Wenn einer das macht, hat das wenig Auswirkungen. Wenn Millionen das machen, hat es weitreichende Folgen. Und wenn Politiker so denken, führt es zu Situationen wie dieser: Innerhalb von 10 Tagen ertrinken 400 Menschen im Meer und es passiert &#8211; nichts. Erschreckend ist dabei nicht nur die reine Zahl, sondern das, wofür sie steht. Denn die Menschen, die ertrinken, sind ja nur die Spitze des Eisbergs. Denn längst nicht alle Flüchtlinge ertrinken im Meer, sondern werden in Italien und Spanien in eines der längst überfüllten Flüchtlingslager gestopft. Und längst nicht alle Menschen, die unter menschenunwürdigen Zuständen leben, fliehen nach Europa.</p>
<p style="text-align: justify;">Der erste Aspekt: Wenn die Flüchtlinge es in winzigen Booten übers Mittelmeer nach Italien, Spanien oder Griechenland geschafft haben, sind die lokalen Behörden dort meist total überfordert. In Griechenland und Spanien hausen die Asylbewerber meist in total überfüllten Baracken, in Italien leben sie teilweise auf der Straße. Dies führt so weit, dass Italien zu ungewöhnlichen Maßnahmen greift: Jeder Flüchtling, der sich bereit erklärt, nach Norden weiterzuziehen, erhält einen gültigen Pass, der zum Aufenthalt in Europa berechtigt, jedoch keine Arbeitserlaubnis darstellt sowie einen 500 €-Schein, der als Übergangsgeld gedacht ist. Nach letzten Berichten haben sich die ersten Flüchtlinge über die Autobahn schon auf nach Bayern gemacht.</p>
<p style="text-align: justify;">Doch auch in Deutschland sind die Asylbewerber nicht willkommen, allen Beteuerungen des Innenministers zum Trotz. In Deutschland würden mehr Asylanträge gestellt als in jedem anderen europäischen Land, sagt er. Das stimmt jedoch nur angesichts der absoluten Zahlen, betrachtet man die Anzahl der Anträge pro Einwohner, liegen ganz andere Länder vorne. Außerdem werden längst nicht alle Anträge bewilligt, im Gegenteil: während in Italien knapp 50 % der Anträge bewilligt werden, sind es in Deutschland gerade mal rund 30%. Die anderen werden aufgrund des Dublin-II-Abkommens direkt wieder in die Erstankunftsländer geschickt, womit wieder Italien und Co. in die Pflicht genommen werden.</p>
<p style="text-align: justify;">Wie bereits erwähnt fliehen jedoch längst nicht alle Flüchtlinge nach Europa. Im Gegenteil: Mehr als 80% der Flüchtlinge weltweit suchen Unterschlupf in Ländern wie Pakistan, Iran oder Kenia, also Ländern, die teilweise selbst als Krisengebiete gewertet werden können.<br />
Deshalb ist es dringend nötig, das bisherige System zu ändern. Das Dublin-II-Abkommen z. B. gilt unter Experten als gescheitert, da es nicht nur ungerecht, sondern auch zeitaufwändig, teuer und langwierig ist. Denn ein Großteil der Energie wird im Moment nicht darauf verwendet, den Flüchtlingen zu helfen, sondern die Zuständigkeiten laut dem Dublin-II-Abkommen zu klären, nach dem ein Asylbewerber nur in dem Land bleiben darf, in dem er als erstes angekommen ist. Durch die Nähe zu Afrika sind dies natürlich hauptsächlich die oben genannten Länder wie Griechenland und Spanien, weshalb viele der Flüchtlinge illegal nach Deutschland einwandern und umgehend in ihr Erstankunftsland zurückgeschickt werden.</p>
<p style="text-align: justify;">Doch nicht nur das Dublin-II-Abkommen muss geändert werden, auch der Umgang in den Ländern selbst muss verbessert werden. In Italien wurde kürzlich eine „Flüchtlingsabwehr“ etabliert, die offiziell Menschenhändler abschrecken und Flüchtlingen in Not helfen soll. Die Realität ist jedoch nicht so rosig. Berühmt wurde der Fall, in dem vor ein paar Jahren Fischer als Menschenhändler angeklagt wurden, die Flüchtlingen an Land geholfen hatten. Sie wurden zwar freigesprochen, der Fall wirft trotzdem ein bezeichnendes Licht auf den Umgang mit den Flüchtlingen.</p>
<p style="text-align: justify;">Selbstverständlich ist es zeitaufwändig und teuer, all diese Maßnahmen durchzuführen &#8211; und wirklich aus der Welt geschafft wird das Problem damit auch nicht, denn selbst wenn die Menschen Asyl bekommen, so richtig Fuß fassen sie selten. Deswegen sollte das Problem an der Wurzel gepackt werden und notleidenden Menschen schon in ihren Heimatländern geholfen werden. Dazu ist eine bessere Zusammenarbeit mit den Herkunftsländern der Flüchtlinge erforderlich, vor allem aber die Erkenntnis, dass ein Menschenleben nicht nur 500 € wert ist.</p>
<p style="text-align: justify;"><em>Bild: Oxfam East Africa über Wikmedia Commons</em></p>
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