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	<title>derfarbfleck &#187; Kunst</title>
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	<description>mehr als nur schwarz auf weiß</description>
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		<title>Humba Humba Humba Tätärä!</title>
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		<pubDate>Fri, 08 Feb 2013 20:06:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[derfarbfleck]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Farbflecken]]></category>
		<category><![CDATA[Fasching]]></category>
		<category><![CDATA[Karneval]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst]]></category>

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		<description><![CDATA[Montag, 4. Februar 2013. Ich gehe zum Frühstück und setze mich wie gewohnt an einen Tisch. Nach und nach füllt sich die Mensa. Unter den zahlreichen Menschen, die zum Essen kommen, finden sich seit ein paar Minuten immer häufiger solche, die im Anzug oder in einer Bluse die Schule besuchen. Auch ich habe mich anders [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Montag, 4. Februar 2013. Ich gehe zum Frühstück und setze mich wie gewohnt an einen Tisch.<br />
Nach und nach füllt sich die Mensa. <span id="more-5128"></span>Unter den zahlreichen Menschen, die zum Essen kommen, finden sich seit ein paar Minuten immer häufiger solche, die im Anzug oder in einer Bluse die Schule besuchen.</p>
<p style="text-align: justify;">Auch ich habe mich anders gekleidet als sonst. Mein Stirnband, das sonst eher Markenzeichen meines Lateinlehrers ist, rutscht mir ständig über die Augen, und der Rollkragenpulli fühlt sich seltsam an.</p>
<p style="text-align: justify;">Aber warum ziehen wir uns denn auch so etwas an, wenn es doch unangenehm oder ungewohnt ist?<br />
Ganz einfach: Wir feiern Karneval. In der Narrenzeit begegnet man vielen kuriosen Gestalten. Mit Rufen wie Alaaf, Helau und De Un Da sowie ausgefallenen Kostümen und viel Spaß wird die fünfte Jahreszeit in aller Welt zelebriert.<br />
Da Rosenmontag und damit der Höhepunkt des Fasching in den Winterferien, auch Faschingsferien genannt, liegt, werden seit ein paar Jahren von der SMV in der letzten Woche vor den Ferien Mottotage veranstaltet. An diesen drei bis vier Tagen geht jeder, der will, kostümiert in die Schule, und dabei ist nichts peinlich oder komisch – allein der Spaß zählt, und der ist immer dabei.</p>
<p style="text-align: justify;">Heute beginnt diese Faschingswoche, das Thema ist „Business“. Noch nehmen eher wenige Schüler am Thementag teil, doch ich bin zuversichtlich, dass das morgen schon ganz anders aussieht.</p>
<p style="text-align: justify;">Tatsächlich. Am Dienstag, Motto „Serien und Kindheitshelden“, sehen meine Mitschüler schon viel ungewöhnlicher aus. Zwischen Schülern aller Jahrgangsstufen finden sich Super Mario und Luigi, Pippi Langstrumpf, Bibi und Tina und viele mehr.<br />
Kreativ waren die LGHler sehr in der Vorbereitung auf diesen Tag; von Videospielcharakteren bis hin zu Animefiguren ist alles vertreten, und alle Kostüme sind ausgetüftelt bis ins letzte Detail, Super Mario und Luigi spielen sogar ihre Hintergrundmusik in Dauerschleife ab.</p>
<p style="text-align: justify;">Mittwochs sind die Kostüme wieder weniger kompliziert, aber bei genauem Betrachten nehmen auch diesmal wieder einige teil. „Weniger ist mehr“ ist das Thema, zu dem die Schüler bauchfreie Schlafanzüge oder Boxershorts in der Schule tragen. Heute bleiben mir aber zwei Kostüme wohl am besten im Gedächtnis: Einerseits die drei Zwölftklässler (Jungs) im Bikini, die offensichtlich sehr viel Spaß bei der Sache haben, und andererseits meine Klassenkameradin, die genau das Gegenteil des Mottos umsetzte, indem sie im Hijab in den Unterricht kommt und sich nur an den Augen erkennen ließ.</p>
<p style="text-align: justify;">Donnerstag ging es dann noch ein letztes Mal wild zu: „Bad Taste“ steht auf dem Plan, und das Motto ist Programm: in den wildesten Farb- und Musterkombinationen gehen wir aus dem Haus, und es finden sich immer mehr Leute, die das Motto eindeutig verwirklicht haben. Heidi Klum bekäme den Schock ihres Lebens, wenn sie uns sähe, aber wir lachen nur und schreiben uns gegenseitig #YOLO ins Gesicht, für viele eines der Unwörter des Jahres. Mit Hosen in den Socken und angesprühten hochgebundenen Frisuren treffen wir uns ein letztes Mal im Foyer, um unsere Verkleidungen auf einem Foto festzuhalten, so wie wir es in den letzten Tagen auch getan haben, denn heute ist der letzte Mottotag, bevor wir in die Ferien abreisen.</p>
<p style="text-align: justify;">Beim Wiederanschauen der Fotos freue ich mich, dass sich so viele Schüler bei uns finden, die Spaß daran haben, Karneval zu feiern und sich zu verkleiden, und so kommt auch schon Freude auf, diese Mottotage nächstes Jahr wieder zu veranstalten. Die Fotos sind <a href="http://www.flickr.com/photos/73276168@N04/sets/72157632691513685/">[hier]</a> zu finden – damit alle auch im Nachhinein noch einmal in den Genuss kommen, sich die kreativen Kostüme der LGHler anzusehen.</p>
<p style="text-align: justify;"><img class="alignleft" src="http://farm9.staticflickr.com/8531/8452100813_c800a1fb8d_b.jpg" alt="" width="768" height="1024" /></p>
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<p style="text-align: justify;"><em>von Marie Völkering</em></p>
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		<title>Von der Kunst, aufzuräumen</title>
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		<pubDate>Mon, 04 Feb 2013 08:04:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[derfarbfleck]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Ausgestrahlt und Abgedruckt]]></category>
		<category><![CDATA[Farbflecken]]></category>
		<category><![CDATA[Aufräumen]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[Künstler]]></category>
		<category><![CDATA[Ordnung]]></category>

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		<description><![CDATA[von Leonie Töpert „Räum hier mal auf!“, diesen ungeliebten Satz bekommt man von den Mentoren am LGH leider oft zu hören,  aber dass das Aufräumen auch als Kunst durchgehen kann, davon hört man selten etwas. Ursus Wehrli heißt der Erfinder des „Kunst Aufräumens“, er ordnet die Pommes aus einer ganz normalen Portion Pommes der Größe [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;"><img class="alignleft" title="Knöpfe" src="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/1/1e/Kn%C3%B6pfe.jpg" alt="" width="480" height="354" /></p>
<p style="text-align: justify;">von Leonie Töpert</p>
<p style="text-align: justify;">„Räum hier mal auf!“, diesen ungeliebten Satz bekommt man von den Mentoren am LGH leider oft zu hören,  aber dass das Aufräumen auch als Kunst durchgehen kann, davon hört man selten etwas.</p>
<p style="text-align: justify;">Ursus Wehrli heißt der Erfinder des „Kunst Aufräumens“, er ordnet die Pommes aus einer ganz normalen Portion Pommes der Größe nach oder eine Buchstabensuppe nach dem Alphabet – eine sehr mühsame Arbeit. Er hat sogar eine Fußballmannschaft geordnet und van Goghs Kunstwerk „Das Schlafzimmer“ renoviert. Auch aus einem Tannenzweig hat er ein Kunstwerk erschaffen.</p>
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<p style="text-align: justify;">Aber wie kommt man auf so eine Idee? Sachen aufzuräumen, die es ,wie die Nudelsuppe, gar nicht nötig haben? Ist Ursus Wehrli etwa so begeistert von Ordnung, dass er den Drang hat, sogar sein Essen zu sortieren?</p>
<p style="text-align: justify;">Die Antwort lautet Nein. Anscheinend ist er auf die Idee der Aufräum-Kunst während einer seiner Tourneen gekommen: Er war so fasziniert von dem Gedanken, dass das Hotelpersonal Hotelzimmer aufräumt, obwohl es ja gar nicht wissen kann, wo was hingehört. Also fing er an, kleine Sachen des Alltags nach Kriterien wie Farbe oder Größe zu ordnen, da kann man ja nichts falsch machen.</p>
<p style="text-align: justify;">Er hat auch schon zwei Bücher zu diesem Thema verfasst: „Kunst aufräumen“ und „Noch mehr Kunst aufräumen“ (beide erschienen bei Kein&amp;Aber), in denen er bekannte Bilder durch Aufräumen so verfremdet, dass man sie fast nicht wiedererkennt.</p>
<p style="text-align: justify;">Bis jetzt hat er aber noch nicht all seine Aufräum-Ziele erfüllt: Er würde noch gerne ein Aquarium mit Fischen aufräumen und einen Ameisenhaufen ordnen, aber ob das mit so vielen eigenwilligen Lebewesen  klappen wird…</p>
<p style="text-align: justify;">Man sieht: Aufräumen kann nicht nur nervig sein, sondern auch als Kunst gelten, aber ob man alles in seinem Zimmer nach Farbe und Größe ordnen will, sollte man sich gut überlegen. Auch wenn es schön ist, werden wir nach einem Sinn suchen. Werden wir ihn finden?</p>
<p style="text-align: justify;"><em>Bildquelle: By Tullius (Own work) (CC-BY-SA-3.0-migrated (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)), via Wikimedia Commons. </em></p>
<p><em>Quellen:  Der Spiegel, „Kunst Aufräumen“ von Ursus Wehrli</em></p>
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		<title>Ein Bild von Edward Hopper</title>
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		<pubDate>Wed, 16 Jan 2013 13:53:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[derfarbfleck]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Farbflecken]]></category>
		<category><![CDATA[Edward Hopper]]></category>
		<category><![CDATA[Kreativ]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[NIghthawks]]></category>

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		<description><![CDATA[von Viktoria Kamuf Es ist fast still. Wisst ihr, ich meine nicht die Stille, bei der einfach nur keiner redet, nein ich meine diese totale Stille, bei der kein Laut zu hören ist. Doch leise und rauschend dringt Musik aus dem Radio in die Nacht hinaus, hin und wieder unterbrochen von der Stimme des Moderators, [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>von Viktoria Kamuf</p>
<p>Es ist fast still. Wisst ihr, ich meine nicht die Stille, bei der einfach nur keiner redet, nein ich meine diese totale Stille, bei der kein Laut zu hören ist. Doch leise und rauschend dringt Musik aus dem Radio in die Nacht hinaus, hin und wieder unterbrochen von der Stimme des Moderators, das neue SuperFlexKlebeband anpreisend und die Gurken nur 2,50 das Kilo.</p>
<p>Die Läden sind längst schon zu, die Straßen sind leer und in den Fenstern erlöschen die Lichter. Doch die Schlaflosen finden hier ihren Platz. Einsam sind sie oder beenden ihren Zug um die Häuser nachdem sie festgestellt haben, dass das große Abenteuer nicht hier stattfindet. Heute woanders.</p>
<p>Sie sind Nachteulen, schweigsam, doch wach und wachsam. Das grelle Licht hüllt sie ein, zeichnet ihre schlanken Gestalten an die Theke, so wie es die Dunkelheit niemals könnte. Schmucklos und leer malen klare Linien die Vollkommenheit der Zeit. So ist Platz für Träume im großen amerikanischen Wunderland.</p>
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<p><img class="alignleft" src="http://i.images.cdn.fotopedia.com/flickr-2551809640-hd/Museums_of_the_world/Museums_with_major_collections_of_European_prints_and_drawings/Art_Institute_of_Chicago/Art_Institute_of_Chicago_Nighthawks_by_Edward_Hopper.jpg" alt="" width="490" height="308" /></p>
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<p><span style="color: #888888;">photo by <a href="http://www.fotopedia.com/redirect?u=http%3A%2F%2Fwww.flickr.com%2Fphotos%2F22746515%40N02" rel="cc:attributionURL" target="_blank"><span style="color: #888888;">Bert Kaufmann</span></a> on <a href="http://www.fotopedia.com/redirect?u=http%3A%2F%2Fwww.flickr.com%2Fphotos%2F22746515%40N02%2F2551809640" rel="cc:attributionURL" target="_blank"><span style="color: #888888;">Flickr</span></a></span></p>
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		<title>Für die Musik</title>
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		<pubDate>Sun, 18 Nov 2012 18:55:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[derfarbfleck]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Farbflecken]]></category>
		<category><![CDATA[Bands]]></category>
		<category><![CDATA[CD]]></category>
		<category><![CDATA[Konsum]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[Medienkonsum]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Musikindustrie]]></category>

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		<description><![CDATA[von Robin Sluk Heute ist es selbstverständlich, Musik auf Youtube anzuhören, sie aus dem Internet herunterzuladen, ob legal oder illegal. Man kann sie unterwegs, zuhause, überall anhören, in überragender Qualität. Doch letztendlich hört ein jeder Musik, doch niemand hört mehr zu. Musik als Hintergrundbeschallung, als kurze Aufheiterung im stressigen Schul- beziehungsweise Arbeitsalltag,  und nicht als [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>von Robin Sluk</p>
<p style="text-align: justify;">Heute ist es selbstverständlich, Musik auf Youtube anzuhören, sie aus dem Internet herunterzuladen, ob legal oder illegal. Man kann sie unterwegs, zuhause, überall anhören, in überragender Qualität.</p>
<p style="text-align: justify;">Doch letztendlich hört ein jeder Musik, doch niemand hört mehr zu.</p>
<p style="text-align: justify;">Musik als Hintergrundbeschallung, als kurze Aufheiterung im stressigen Schul- beziehungsweise Arbeitsalltag,  und nicht als das, was sie ist: Kunst.</p>
<p style="text-align: justify;">Denn schließlich ist es unglaublich, wie durch Aneinanderreihung verschiedener Frequenzen in einem Rhythmus ganze Gefühlswelten entstehen, denn, um ein altes Sprichwort abzuwandeln: Ein Akkord sagt mehr als tausend Worte.</p>
<p style="text-align: justify;">Gut gemachte Musik, egal in welcher Geschwindigkeit, egal in welcher Lautstärke, egal ob sanft oder aggressiv, egal ob vielschichtig oder einfach gestrickt, ist etwas Wunderbares, drückt so unglaublich viel aus. Und doch ist die Musik und das Geschäft damit heute nichts weiter mehr, als einfachste Geldmacherei. Keinerlei Abwechslung, lediglich vorgehen nach ein und demselben Schema: Irgendeine einfache Melodie, die sich in das Gehirn frisst, so einfach und schnell vor sich hindudelnd, das man sie von der nächsten kaum unterscheiden kann, irgendein einfacher Text, der an die niederen Instinkte appelliert (Liebe, sich cool fühlen) und fertig: Der nächste große Superstar ist entstanden, den man dann gleich wieder verschwinden lassen kann, bevor es dann doch langweilig wird, aber nicht nachdem man nicht erst eine Menge Kohle mit ihm verdient hat. Der Nächste steht schon in der Schlange. Und niemanden interessiert es, solange es einfach nur einen „extrem geilen Bass“ hat, der nichts weiter tut, als vibrieren und somit Nerven zu stimulieren.</p>
<p style="text-align: justify;">Und überhaupt nimmt sich auch fast niemand die Zeit einmal gepflegt und in Ruhe Musik zu hören, sie ist bloßes Hintergrundgeräusch.</p>
<p style="text-align: justify;">Indiziert durch die Unpersönlichkeit einer Datei auf Computer oder MP3-Player oder eines Youtube- Videos, nimmt dieses Phänomen erschreckende Formen an. Das Verbindungsstück zwischen Hörer und Musik in Form von etwas greifbarem (Instrument, Schallplatte, CD)  geht verloren und somit auch die Faszination, die von ihr ausgeht. Wenn man immer nur ein paar Klicks entfernt ist von seinem Lieblingsstück, verliert es seine Bedeutung und immerzu vernachlässigt man seine Konzentration auf die Musik, denn schließlich bieten sich so viele Dinge nebenher an, aus jener kleinen Kiste, die man Computer nennt. Das bewusste Hören von Musik ist in dieser schnelllebigen Zeit verlernt worden, denn  es gibt hundert andere Dinge, die man tun kann/muss, oder eigentlich nicht muss, wenn man sich einfach nur mit einer Sache zu einer Zeit, dafür aber voll mit ihr beschäftigt. Denn 3 halbherzig getane Dinge verschaffen nicht einmal ein Drittel der Befriedigung, die ein einziges, bewusst getanes, verschafft.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Fähigkeit, sich für eines zu entscheiden geht verloren, denn man kann ja inzwischen alles gleichzeitig machen: Musik hören und lesen, spazieren gehen und telefonieren, auf die Toilette gehen und SMS schreiben.</p>
<p style="text-align: justify;">Und so verblasst das Interesse an der Musik als Kunstform, sie ist ein reines Konsumgut geworden. Kein Wunder also, dass die Verkaufszahlen von CDs zurückgehen, überall dasselbe Bassgedröhne aus Lautsprechern dringt und der Gewinner der nächsten Hitparade hundertprozentig feststeht.</p>
<p style="text-align: justify;">Ich würde mir wünschen, dass man sich eines Tages wieder darauf zurückbesinnt, wie unglaublich Musik sein kann und sie nicht nur als bloße Nebensache ansieht.</p>
<p style="text-align: justify;">Ansonsten kann man wohl nicht mehr darauf hoffen, das mal wieder eine richtig gute Band groß wird und es nicht nur würdige Nachfolger für Led Zeppelin, Jimi Hendrix und all die anderen, sondern sogar gänzlich neue Legenden auf diesem Gebiet geben wird.</p>
<p><em>Bildquelle: <a title="User:TomTheHand" href="http://commons.wikimedia.org/wiki/User:TomTheHand">TomTheHand</a> auf <a href="http://commons.wikimedia.org/wiki/File:2_vinyl_records_%2B_1_CD.jpg">WikimediaCommons</a></em></p>
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