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	<title>derfarbfleck &#187; Krieg</title>
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		<title>Der philosophische Krieg</title>
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		<pubDate>Thu, 23 Oct 2014 08:51:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[derfarbfleck]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Die Welt da draußen]]></category>
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		<description><![CDATA[von Ira Welz Jeder weiß es, jeder sieht es, die ganze Welt zeigt mit dem Finger: Es ist wieder Krieg, in Syrien lebt der Terror. Und nicht nur das, es ist nicht Krieg zwischen dem Christentum und dem Islam, oder Krieg zwischen Syrien und den USA &#8211; Nein, es ist Krieg zwischen Syrern und Syrern. [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em><br />
<a href="http://www.derfarbfleck.de/old/wp-content/uploads/2014/10/800px-Amam_camp_-_Flickr_-_Al_Jazeera_English.jpg"><img class="alignright wp-image-6508 size-medium" src="http://www.derfarbfleck.de/old/wp-content/uploads/2014/10/800px-Amam_camp_-_Flickr_-_Al_Jazeera_English-300x225.jpg" alt="800px-Amam_camp_-_Flickr_-_Al_Jazeera_English" width="300" height="225" /></a></em><em>von Ira Welz<a href="http://www.derfarbfleck.de/old/wp-content/uploads/2014/10/IS-Réfugié_kurde_"><img class="alignnone size-full wp-image-6491" src="http://www.derfarbfleck.de/old/wp-content/uploads/2014/10/IS-Réfugié_kurde_" alt="IS Réfugié_kurde_à_Mursitpinar" width="1" height="1" /></a><a href="http://www.derfarbfleck.de/old/wp-content/uploads/2014/10/IS-Réfugié_kurde_"><img class="alignnone size-full wp-image-6491" src="http://www.derfarbfleck.de/old/wp-content/uploads/2014/10/IS-Réfugié_kurde_" alt="IS Réfugié_kurde_à_Mursitpinar" width="1" height="1" /></a><a href="http://www.derfarbfleck.de/old/wp-content/uploads/2014/10/IS-Réfugié_kurde_"><img class="alignnone size-full wp-image-6492" src="http://www.derfarbfleck.de/old/wp-content/uploads/2014/10/IS-Réfugié_kurde_" alt="IS Réfugié_kurde_à_Mursitpinar" width="1" height="1" /></a></em></p>
<p>Jeder weiß es, jeder sieht es, die ganze Welt zeigt mit dem Finger: Es ist wieder Krieg, in Syrien lebt der Terror. Und nicht nur das, es ist nicht Krieg zwischen dem Christentum und dem Islam, oder Krieg zwischen Syrien und den USA &#8211; Nein, es ist Krieg zwischen Syrern und Syrern.</p>
<p>Auch der IS teilt das  sowieso schon stark angeschlagene und von Unruhen durchzogene Land &#8211; und die Meinungen der Nationen rund um den Globus gleich mit. Die USA reagieren auf die Provokationen, als hätte ihnen ein räudiger Hund ans Bein gepinkelt, die Franzosen liefern Waffen und die Deutschen diskutieren. Ein Ende ist nicht in Sicht, die Berichterstattungen überschlagen sich und brechen jeden Tag aufs Neue wie eine Welle über den politikbewussten, deutschen Durchschnittsbürger ein. Und jeder spricht darüber. Darf man sich in die Angelegenheiten von anderen Staaten militärisch einmischen? Darf man Menschen töten, um andere vor dem Tod zu bewahren?  So manch ein Deutscher gerät in Rage beim Debattieren um die Todesstrafe, und stimmt doch für einen Einsatz in Syrien, um der Terrororganisation „Islamischer Staat“ ein für alle Mal ein Ende zu bereiten &#8211; militärisch natürlich, denn sie sollen mit dem Tod bezahlen, so wie alle unschuldigen Opfer, die ihre grausamen Taten die Welt gekostet hat. Die Ethik, Philosophie und Doppelmoral hinter dem Krieg ist groß, keiner kann es umgehen, sich Gedanken zu machen.</p>
<p>Und die große Frage, die über all den Geschehnissen und dem Geschehenen steht, ist das Warum.</p>
<p>Alle zeigen mit dem Finger, die ganze Welt schaut nach Syrien. Was bewegt den IS? Was bewegt alte und junge Menschen rund um den Globus, nach Syrien oder in andere Länder in den sicheren Tod für eine Organisation zu reisen? Was bewegt Teenager, von zu Hause los zu pilgern, um für die Ideale einer Rechtsradikalen Vereinigung  zu sterben, die bereits in der Vergangenheit viel Leid in die Welt getragen hat? Es muss einen Reiz geben, den wir nicht verstehen können, und als „wir“ lässt sich nicht einmal eine Gruppe definieren, nicht die Deutschen, nicht Europa, nicht der Westen. Stimmen und Berichte werden laut, die von Europäern, ja auch Deutschen schildern, die sich aufmachen, um in Syrien einen religiösen Tod zu sterben, jung und alt, männlich und weiblich, christlich und muslimisch, religiös oder nicht. Ist es die Verzweiflung? Weil sich der Sinn des Lebens niemals allgemein definieren lassen wird und vor allem Teenager oft erdrückt werden von der Absurdität des Lebens? Es scheint dieses allgemeine Phänomen zu sein, das vor allem Teenager Jahr für Jahr in den Bann von rechtsradikalen Vereinigungen zieht; so wie es damals NSU-Mitglied Beate Zschäpe erging. Der Wunsch nach Identität und Zusammenhalt ist mächtig; viele Teenager sind in Gefahr, und erschreckend ist, wie egal die soziale Stellung dabei ist. Nur, wofür kämpfen sie? Für eine Islamistische Welt? Und dann? Oder ist es nur der Geltungsdrang, der als Treibstoff für die Aktionen dient? Einmal im Leben etwas getan zu haben, was auf allen verschiedensten vorstellbaren Sprachen in aller Munde ist und wovon vielleicht sogar die Nachwelt noch erfahren wird?</p>
<p>Fakt ist, dass sich die Meinungen bezüglich allem rund um den Islamistischen Terror teilen, egal, in welcher Hinsicht. Und egal, welche Gründe die Beteiligten für ihre grausamen Taten haben mögen, gefährdet werden die Leben von vielen tausenden anderen Menschen, und die nächsten Fragen, die sich nicht jetzt und wahrscheinlich auch nicht in fünf Jahren beantworten lassen, sondern vielleicht erst in 50 oder 100, tun sich auf. Was ist das Richtige, was jetzt zu tun ist ? Was soll die Welt tun? Was kann man gegen rechtsradikales Gedankengut noch tun, außer zu versuchen, Jugendliche aufzuklären? Ist es die richtige Entscheidung, die Initiative zu ergreifen und radikal militärisch gegen Terror vorzugehen? Oder ist es doch richtig den Prozess langsam vorangehen zu lassen, ohne Öl ins sowieso schon auflodernde Feuer zu gießen? Man fühlt sich wie in einem Vakuum &#8211; Die Zukunft des Krieges scheint ungewiss, und es wird noch lange dauern, bis ein valides Urteil möglich sein wird.</p>
<p>Was Deutschland dem Konflikt beizutragen hat, scheint ebenfalls immer noch unklar zu sein. So manch eine Stimme aus dem Volk wird vorwurfsvoll laut und meint, dass Deutschland nie die Initiative ergreift, und sich aus sämtlichen Konflikten heraushält &#8211; und, dass es höchste Zeit ist, dass die Deutschen ebenfalls seinen (bedeutenderen) Teil zur Krise beiträgt. Vor allem Angela Merkel war zeitweise stark in der Kritik, was das anging. Ist das gerechtfertigt? Geht Deutschland eine Krise, die nicht nur territorial weit von Deutschland entfernt ist, etwas an? Sicher ist dabei jedoch eines, was oft doch außer acht gelassen zu sein scheint &#8211; Je mehr Parteien an einem Krieg teilnehmen, desto grösser, umfangreicher und vor allem auch weitreichender wird er. Die Gefahr ist, wenn sich der einen Seite Parteien anschließen, wird auch die andere Unterstützung bekommen. Die andere Frage ist, was Deutschland in der Krise denn beitragen könnte, mehr Soldaten und mehr Waffen werden den Krieg sicher nicht beenden. Es geht um Gedankengut, und, was nicht vergessen werden sollte, eine innenpolitische Krise. Und ob Waffen und mehr Soldaten eine solche Krise, bei der es auch um eine erhoffte politische Neuordnung eines gesamten Landes aufgrund des Willens nach mehr Freiheit zu Entscheidungen des Volkes geht, ist sicherlich auch nicht ganz unfragwürdig. Ist die Neuordnung eines Landes, welches Regierung oder gar Regierungsform, ändern möchte, nicht ein Prozess, der immer schon eine lange Zeit und mehr als eine Generation benötigt hat? Kann eine militärische Einmischung heutzutage dabei überhaupt noch hilfreich sein?</p>
<p>Es ist auf jeden Fall  (egal, was man darüber denkt) interessant, wie der Krieg sich entwickeln und ausgehen wird &#8211; denn die heutige Welt wird sicherlich noch des Öfteren in der kommenden Zeit auf solche Krisen vorbereitet sein müssen; immer öfter gibt es innenpolitische Schwierigkeiten, immer mehr Bürger kämpfen für mehr politische Mitbestimmung und Freiheit. Und auch rechte Gruppierungen, die ihre radikal religiösen Ansichten verbreiten wollen, werden dabei sicherlich noch öfters auftauchen, viele Menschen schließen sich ihnen an, auf der Suche nach Sinn, Mitbestimmung, Religion, oder was auch immer die Gründe sein mögen. Und  die Welt kann aus der Syrien-Krise sicherlich auch für die Zukunft viel lernen, denn die Philosophie, die hinter den Taten aller beteiligten und unbeteiligten Gruppen steht, ist sicherlich eines: zeitgemäß, interessant, und auch zukunftsweisend, denn viel verbreitetes Gedankengut und Einstellungen, egal, wie man selbst das eigene und das der anderen bewertet, entspricht einem Zeitgeist, der in eine bestimmte Zukunftsrichtung hinweist. Ob einem selbst das gefällt oder nicht, sei dahingestellt. Diesen aber trotzdem zu erkennen hilft sicherlich, kommende Krisen dieser Art bestmöglich zu lösen &#8211; Denn aus Fehlern lernt man.</p>
<p><em>Bildquelle: Al Jazeera English über Wikimedia Commons</em></p>
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		<title>„Das Schlimmste ist, dass wir nichts tun können“</title>
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		<pubDate>Sat, 27 Sep 2014 10:02:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[derfarbfleck]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ein Interview mit Samer Sadeh, Organisator einer Informationsveranstaltung zum Gaza-Konflikt Tag für Tag spitzte sich die Lage in Gaza im Sommer 2014 weiter zu. Und auch nun, nach der vereinbarten Waffenruhe, ist der Albtraum noch nicht vorbei, es gab sogar schon erneute Angriffsversuche – ein richtiges Ende liegt noch in weiter Ferne. Zuschauen und abwarten, [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ein Interview mit Samer Sadeh, Organisator einer Informationsveranstaltung zum Gaza-Konflikt<a href="http://www.derfarbfleck.de/old/wp-content/uploads/2014/09/Israel_and_Gaza_at_night.jpg"><img class="alignright wp-image-6432 size-medium" src="http://www.derfarbfleck.de/old/wp-content/uploads/2014/09/Israel_and_Gaza_at_night-300x199.jpg" alt="Israel_and_Gaza_at_night" width="300" height="199" /></a></strong></p>
<p><em>Tag für Tag spitzte sich die Lage in Gaza im Sommer 2014 weiter zu. Und auch nun, nach der vereinbarten Waffenruhe, ist der Albtraum noch nicht vorbei, es gab sogar schon erneute Angriffsversuche – ein richtiges Ende liegt noch in weiter Ferne.</em></p>
<p><em>Zuschauen und abwarten, was passiert? Das kam für Samer Sadeh nicht in Frage. Zusammen mit Freunden und Bekannten hat er Ende Juli in seinem Wohnort Vreden in Nordrhein-Westfalen eine Informationsveranstaltung auf die Beine gestellt, um Bewohner aufzuklären und Betroffenen die Möglichkeit zu geben, allen mitzuteilen, was sie zu sagen haben &#8211; und tatsächlich kamen Menschen verschiedenster Nationalitäten, Religionen und Organisationen, um die Gelegenheit zu nutzen. Im Nachgang durfte ich Samer, unterstützt von Mitorganisatorin Nauras Birawi, in Bezug auf diese Veranstaltung und den Konflikt interviewen.</em></p>
<p><em>von Marie Völkering</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Der Farbfleck:</strong> Eure Veranstaltung war ein voller Erfolg, die Resonanz der Teilnehmer und Zuschauer ist durchweg positiv. Aber um auf die Ursprünge eurer Aktion zurückzugreifen: Welchen persönlichen Bezug habt ihr Organisatoren zu dem Konflikt und inwiefern habt ihr direkten Kontakt nach Palästina?</p>
<p><strong>Samer Sadeh:</strong> Wir stammen alle aus Palästina und haben sehr viele Verwandte, die dort leben, Onkel, Tanten, Cousins und so weiter. Wir können uns jedoch sehr glücklich schätzen, dass sich unsere Verwandtschaft nicht im Gazastreifen aufhält. Wir kommen alle aus einem Ort in Palästina, der sich Nablus nennt. Dieser Ort ist noch relativ von den israelischen Angriffen verschont, sodass es uns einfach fällt, mit unseren Verwandten per Email, Internet und auch Telefon im Kontakt zu bleiben, die uns natürlich über viele Dinge, die dort passieren, informieren.</p>
<p><strong>Der Farbfleck: </strong>Was löst der Konflikt bei dir für ein Gefühl aus? Kann man das noch mit Worten beschreiben?</p>
<p><strong>Sadeh:</strong> Um ehrlich zu sein, ist es sehr schwer geworden, unsere Gefühle und Emotionen noch in Worten ausdrücken zu können. Ich persönlich bin wirklich zutiefst verletzt, mit ansehen zu müssen, was in meinem eigenen Heimatland passiert und es frustriert mich sehr, dass tagtäglich aufs Neue unschuldigen Zivilisten das Leben genommen wird. Das wohl schlimmste Gefühl ist die Tatsache, dass wir nichts tun können, außer zu beten und den Bedürftigen mit Spenden entgegen zu kommen.</p>
<p><strong>Der Farbfleck: </strong>Warum ist es für dich wichtig, dass solche öffentlichen Aktionen wie Samstag stattfinden? Warum sollten sich Leute lieber bei euch, also bei persönlichen Informanten, erkundigen, statt die Lage im Fernsehen oder Radio zu verfolgen?</p>
<p><strong>Sadeh: </strong>Solche Veranstaltungen wie am Samstag geben uns die Möglichkeit, die Leute über den Konflikt aufklären zu können. Es gibt uns die Möglichkeit, Menschen, die weniger Ahnung von solchen Konflikten und Kriegen haben, etwas von diesen Problemen berichten und erzählen zu können. Leider gibt es heutzutage viele Menschen, die solchen Konflikten auf dieser Erde zu wenig Aufmerksamkeit schenken. Der Grund, warum es besser ist, sich bei persönlichen Informanten zu erkundigen, liegt einfach darin, dass die unterschiedlichen Fernsehsender ihre Nachrichten meistens individuell und unterschiedlich ausrichten. Es ist relativ bekannt, dass das eine Medium ein Konflikt oftmals anders präsentiert und darstellt als das andere. Meistens ist es daher besser, sich bei Leuten zu erkundigen, die selbst in dem Krisengebiet waren und mit eigenen Augen miterlebt haben, was dort wirklich passiert.</p>
<p><strong>Der Farbfleck: </strong>Wann wurde dir klar, dass es notwendig ist, selbst aktiv zu werden und die Leute zu informieren?</p>
<p><strong>Sadeh:</strong> Uns wurde dies vor allem bewusst, als wir bemerkt haben, wie wenig Ahnung die Menschen (auch in unserer Umgebung!) von diesem Konflikt haben und da wir solche Probleme auf dieser Welt als sehr wichtig empfinden, wurde uns klar, dass wir etwas unternehmen müssen, um die Menschen hier aufzuklären.</p>
<p><strong>Der Farbfleck: </strong>Hattet ihr vorher Ziele, was die Veranstaltung angeht, zum Beispiel eine bestimmte Besucherzahl?</p>
<p><strong>Sadeh:</strong> Unser größtes Ziel war ein zahlreiches Erscheinen und viele Menschen aus allen möglichen Kulturen anzuziehen, da dieser Konflikt nicht nur die Palästinenser und Israeliten selbst betrifft, sondern alle Menschen, die sich für die Menschenrechte auf dieser Welt einsetzen wollen.</p>
<p><strong>Der Farbfleck: </strong>Habt ihr eure Ziele deiner Meinung nach erreicht?</p>
<p><strong>Sadeh:</strong> Ja, meiner Meinung nach wurde unser Ziel erreicht. Unsere Erwartungen wurden überstiegen, wir hätten niemals mit so vielen Leuten gerechnet und sind wirklich sehr froh, dass alles so harmonisch und friedlich abgelaufen ist.</p>
<p><strong>Der Farbfleck: </strong>Hättest du dir auch vorstellen können, eine Informations- oder sogar Diskussionsveranstaltung gemeinsam mit Unterstützern der israelischen Seite zu organisieren?</p>
<p><strong>Sadeh:</strong> Natürlich haben wir diese Idee in Betracht gezogen, allerdings hätten wir mit der Vorbereitung viel eher anfangen müssen und uns wurde dann bewusst, dass es auch nicht einfach wäre, beiderseits Leute zu finden, die wirklich sachlich diskutiert und die Menschen objektiv über diesen Konflikt informiert hätten. Bei solchen Themen besteht leider sehr schnell die Gefahr, dass solche Diskussionen sehr schnell zu subjektiv wirken und zu unsachlich geführt werden können.</p>
<p><strong>Der Farbfleck: </strong>Möchtest du unseren Lesern außerdem noch etwas mitteilen?</p>
<p><strong>Sadeh:</strong> Wir möchten alle Leser darum bitten, sich mit diesem Konflikt einmal in Ruhe auseinanderzusetzen und sich ein eigenes Bild von diesem Geschehen zu machen. Es liegt uns sehr am Herzen, dass alle Menschen Solidarität und Mitgefühl zeigen, da dieser Konflikt nicht nur die Palästinenser und Israeliten selbst betrifft, sondern uns alle. Wir sind alle Menschen und niemand sollte irgendwo geringer geschätzt werden.</p>
<p><em> Bildquelle: NASA/Alexander Gerst über Wikimedia Commons</em></p>
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