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	<title>derfarbfleck &#187; Homosexualität</title>
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	<description>mehr als nur schwarz auf weiß</description>
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		<title>Bildungsplan unterm Regenbogen</title>
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		<pubDate>Fri, 24 Jan 2014 16:13:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[derfarbfleck]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Die Welt da draußen]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung]]></category>
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		<description><![CDATA[von Theresa Friedle Nach Schweinegrippe, Vogelgrippe und Ehec nun die neueste Skandalkrankheit: Homosexualität. Mögliche Symptome sind, wie uns ein Lehrer aus dem Nordschwarzwald mitteilt, Drogenmissbrauch und erhöhte Suizidgefahr. Ansteckungsgefahr besteht hauptsächlich an Schulen, wenn den Schülern zum Beispiel mitgeteilt wird, diese Krankheit sei gar keine Krankheit. Zack! Ist die gesamte Klasse homosexuell. Bevor mich jetzt [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em><a href="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/6/6d/Rainbow_flag_and_blue_skies.jpg/800px-Rainbow_flag_and_blue_skies.jpg"><img class="alignleft" alt="File:Rainbow flag and blue skies.jpg" src="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/6/6d/Rainbow_flag_and_blue_skies.jpg/800px-Rainbow_flag_and_blue_skies.jpg" width="384" height="255" /></a>von Theresa Friedle</em></p>
<p>Nach Schweinegrippe, Vogelgrippe und Ehec nun die neueste Skandalkrankheit: Homosexualität. Mögliche Symptome sind, wie uns ein Lehrer aus dem Nordschwarzwald mitteilt, Drogenmissbrauch und erhöhte Suizidgefahr. Ansteckungsgefahr besteht hauptsächlich an Schulen, wenn den Schülern zum Beispiel mitgeteilt wird, diese Krankheit sei gar keine Krankheit. Zack! Ist die gesamte Klasse homosexuell.</p>
<p>Bevor mich jetzt die Ersten für verrückt erklären: Nein, das ist nicht meine Meinung. Aber anscheinend ist es die von fast 150.000 Menschen, die die Petition gegen den neuen Bildungsplan unterschrieben haben. Für viele ist diese Zahl ein erschreckendes Zeichen der Homophobie. Doch wie passt dazu, dass 62 % der Männer und 72% der Frauen laut eigener Aussage „keine oder nur wenige Vorbehalte gegen Homosexuelle“ haben? Immer frei nach dem Motto, sollen sie doch schwul sein, solange ich ihnen dabei nicht zuschauen muss?</p>
<p>So einfach  ist es nicht. Aus der Petition gegen den Bildungsplan 2015 spricht nämlich nicht nur die Angst vor einer „ideologischen Umerziehung“ der Schüler, sondern vor allem die Befürchtung, dass die Schule als homophober Ort abgestempelt werden soll. Denn wenn die Schule nicht homophob wäre, müsste man den Lehrern ja nicht vorschreiben, dass sie weniger homophob werden sollen. Hinzu kommt das Verhältnis zwischen Schule und Elternhaus, dass durch den neuen Bildungsplan gefährdet werde. Dieses Thema scheint der Petition sehr wichtig zu sein, dennoch geht sie hier von falschen Annahmen aus. Denn die Aufgabe der Schule ist nicht, den Weg des geringsten Widerstandes zu gehen, sondern die  Schüler zu Erwachsenen zu erziehen, die sich als wertvoll für unsere Gesellschaft erweisen. Und zu dieser Gesellschaft gehört eben zunehmend der Umgang mit sexuellen Minderheiten, die im Allgemeinen unter LSBTTI (Lesbisch, schwul, bisexuell, transsexuell, transgender, intersexuell) zusammengefasst werden. Daher ist es notwendig, die Schüler darauf vorzubereiten, mit diesen Minderheiten respektvoll umzugehen, ebenso wie in Schulen auch dem Rassismus und dem Sexismus vorgebeugt wird. Damit wird auch die Angst vor einer Umerziehung ad absurdum geführt.</p>
<p>Das eigentliche Problem ist jedoch wohl wirklich die erhöhte Anzahl an Suizidversuchen unter homosexuellen Jugendlichen. Es sind sich auch alle einig, dass sich das ändern muss. Nur nicht darüber, wie. Wie vermutlich die meisten, geht die Landesregierung davon aus, dass die erhöhte Abrutschgefahr homosexueller Jugendlicher eine Folge der Diskriminierung und Ausgrenzung ist. Daher soll das Thema präsenter werden, um diesen Jugendlichen das Gefühl des „nicht-dazugehörens“ zu nehmen.</p>
<p>Im Gegensatz dazu gehen die Befürworter der Petition davon aus, dass die Landesregierung die Probleme homosexueller Jugendlicher auf „gesellschaftliche Akzeptanzfragen“ verkürze. Vielmehr gebe es einen direkten Zusammenhang zwischen Homosexualität und Suizidgefahr. Als Beweis werden mehrere Studien angeführt, die zeigen, dass Homosexuelle, die einen Suizidversuch überlebten, meist Gründe für den versuchten Suizid angaben, die nichts mit ihrer Homosexualität zu tun haben. Jedoch stellt sich die Frage, ob das genannte Beispiel Liebeskummer wirklich nichts mit der eigenen Sexualität zu tun hat.</p>
<p>Den unwahrscheinlichen Fall einmal angenommen, diese These ist richtig, birgt sie dennoch keine Lösung. Denn die Sexualität eines Menschen ist keine Entscheidung, die er bewusst trifft. Daher hilft es auch nichts, sie feige zu verschweigen, in der Hoffnung, damit irgendetwas zu verhindern. Denn das Diskriminierung die Lage sexueller Minderheiten zumindest nicht verbessert, ist auch klar.</p>
<p>Die Befürworter der Petition sollten sich überlegen, für was es sich lohnt, zu kämpfen, denn es gibt wahrlich echte Missstände in Deutschland. Und es ist traurig genug, dass es nötig ist, Schülern den Respekt vor anderen Menschen in der Schule beizubringen.</p>
<p><em>Bild: Ludovic Bertron via Wikipedia.org</em></p>
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