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		<title>Von der Kunst des Rollens</title>
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		<pubDate>Wed, 08 Jul 2015 09:33:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[derfarbfleck]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Die Welt da draußen]]></category>
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		<description><![CDATA[von Sarah Dotterer Fußball ist natürlich eine der bekanntesten Sportarten, doch bei weitem natürlich nicht die Einzige. So gehört zu den bekannteren der akrobatischen Sportarten der Eiskunstlauf. Doch es gibt auch Eiskunstlauf auf Rollen, so wie in den 80ern jeder Rollschuhe hatte. Doch diese Sportart existiert auch noch heutzutage, wenn auch etwas professioneller als damals. [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>von Sarah Dotterer<img class=" alignright" src="http://res.freestockphotos.biz/pictures/17/17906-roller-skates-pv.jpg" alt="http://res.freestockphotos.biz/pictures/17/17906-roller-skates-pv.jpg" width="469" height="363" /></em></p>
<p>Fußball ist natürlich eine der bekanntesten Sportarten, doch bei weitem natürlich nicht die Einzige. So gehört zu den bekannteren der akrobatischen Sportarten der Eiskunstlauf. Doch es gibt auch Eiskunstlauf auf Rollen, so wie in den 80ern jeder Rollschuhe hatte. Doch diese Sportart existiert auch noch heutzutage, wenn auch etwas professioneller als damals.</p>
<p>Ich selbst betreibe nun seit fast zehn Jahren diese Sportart. Für mich persönlich ist eine schöne Mischung aus Tanz, Musik und Rollen.</p>
<p>In Deutschland gibt es die RKB Solidarität sowie den Württembergischen/ Deutschen Roll- und Inlinerverband (WRIV/DRIV). Bei beiden Verbänden gibt es sowohl das Pflicht- als auch das Kürlaufen.</p>
<p>Beim Pflichtfahren wird auch zwischen vorwärts und rückwärts sowie auswärts und einwärts unterschieden. Auswärts ist wenn der äußere Fuß weggestreckt ist, da man immer nur auf einem Bein fährt, einwärts ist wenn der innere Fuß weggestreckt ist. Es werden Dreier, also eine Drehung von rückwärts auf vorwärts oder von vorwärts auf rückwärts, Doppeldreier, also zwei Dreier, Wenden bzw. Gegenwenden, Dreier mit bzw. gegen den Uhrzeigersinn mit Kreiswechsel, vorgeführt.</p>
<p>Die Läufer laufen auf Bögen, zwei gleichgroße, miteinander verbundene Kreise, Schlangenbögen, drei gleichgroße, miteinander verbundene Kreise, sowie Schlingen. Schlingen sind kleinere Kreise, in denen auf der gegenüberliegenden Seite des Starts eine Schlinge aufgezeichnet ist und genau auf dieser muss man fahren. Bei den Schlingen gibt es keine Dreier, Gegendreier, Wende sowie Gegenwenden.</p>
<p>In der Kür wird beim WRIV/DRIV in den Leistungsklassen nochmals zwischen Kurzkür und Langkür unterschieden. Bei der Kurzkür sind festlegte Elemente, also Sprünge, Pirouetten und Schritte, in einer bestimmten Reihenfolge zu zeigen. Bei der Langkür sind bestimmte Elemente Pflicht, jedoch gibt es Höchstschwierigkeiten und die Reihenfolge dieser Elemente ist egal. Des Weiteren werden in den Leistungsklassen die Gruppen nur nach Alter eingeteilt.</p>
<p>In der RKB Solidarität gibt es nur Langküren und die Gruppen werden nach Leistungsständen eingeteilt.</p>
<p>Beim WRIV/DRIV gibt es zusätzlich den Solotanz. Dort wird wiederum zwischen Pflichttänzen und Kürtänzen unterschieden. Die Pflichttänze haben festgelegte Musiken und auch die Schritte sowie das Spurenbild sind vorgegeben. Bei den Kürtänzen gibt es auch vorgeschriebene Elemente, jedoch ist hier die Musik frei wählbar und es dürfen höchstens zwei Sprünge sowie zwei Pirouetten gezeigt werden.</p>
<p>Beim Paarlauf fahren, sowohl beim WRIV/DRIV als auch bei der Solidarität, je ein Mädchen und ein Junge zusammen. Bei diesem Wettbewerb bestehen die Küren zum Großteil aus Hebungen sowie Würfen, jedoch müssen bestimmte Sprünge und Pirouetten auch Teil der Kür sein.</p>
<p>Bei den Formationen fahren, sowohl beim WRIV/DRIV als auch bei der Solidarität, zwischen zwölf und 24 Läufern gleichzeitig auf der Fläche, jedoch werden keine Sprünge oder Pirouetten, sondern Kreise, Reihen, Durchkreuzmanöver und Blöcke vorgeführt.</p>
<p>Beim RKB Solidarität gibt es jedoch zusätzlich den Zweierlauf sowie den Gruppenlauf, bestehend aus vier Läufern. Bei diesen Wettbewerben geht es im Vordergrund um die Harmonie und die Synchronität der Läufer.</p>
<p>Ich hoffe ich konnte euch nun einen kleinen Einblick in eine für mich sehr schöne Sportart geben.</p>
<p><em>Bild: freestockphotos.biz</em></p>
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		<title>Die Leiden der jungen Freiwilligen</title>
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		<pubDate>Sun, 21 Jun 2015 15:04:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[derfarbfleck]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Die Welt da draußen]]></category>
		<category><![CDATA[Abitur]]></category>
		<category><![CDATA[Bewerbung]]></category>
		<category><![CDATA[FSJ]]></category>
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		<description><![CDATA[&#8211;  How many roads must a teenager go down before you can call him/her a volunteer? Ein Erfahrungsbericht &#160; von Lea Frauenknecht Meine Maxime für die Zeit nach dem Abitur? Erstmal ein Jahr lang was Freiwilliges machen und auf keinen Fall sofort studieren! Bereits in der sechsten Klasse hatte ich mir vorgenommen, nach der Schule [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>&#8211;  <strong>How many roads must a teenager go down before you can call him/her a volunteer? <img class=" alignright" src="https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/5/5c/1977_Hitchhiker-Luxemburg-1977.jpg?uselang=de" alt="https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/5/5c/1977_Hitchhiker-Luxemburg-1977.jpg?uselang=de" width="524" height="398" /></strong></p>
<p>Ein Erfahrungsbericht</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>von Lea Frauenknecht</em></p>
<p>Meine Maxime für die Zeit nach dem Abitur? Erstmal ein Jahr lang was Freiwilliges machen und auf keinen Fall sofort studieren!</p>
<p>Bereits in der sechsten Klasse hatte ich mir vorgenommen, nach der Schule etwas Anderes zu machen, ein Jahr lang, und nicht gleich mit dem Studium anzufangen. Damals entwickelte ich ein sehr ausgeprägtes Interesse an Israel und der jüdischen Kultur und plante, mein sogenanntes <em>gap year</em> in einem Kibbuz zu verbringen. Als die politische und sicherheitstechnische Lage in Israel sich in den darauffolgenden Jahren wieder zunehmend anspannte, beschloss ich, vielleicht doch lieber nach Südamerika zu gehen oder alternativ dazu in einem us-amerikanischen Nationalpark in einer einsamen Hütte zu sitzen, Bärenbestände zu erfassen und unachtsame Touristen anzumeckern. Als meine Familie mich schließlich bat, aus Sicherheitsgründen doch lieber in Europa zu bleiben und ich mich mit meinem Freund auf das ungefähre Ziel „Skandinavien“ geeinigt hatte, konnte es losgehen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Nachdem ich diverse Möglichkeiten, ins Ausland zu gelangen, durchforstet hatte und schließlich beschloss, mich im Rahmen eines European Voluntary Service für ein Jahr in einer sozialen Einrichtung in Skandinavien zu bewerben, schrieb ich vor einem knappen Jahr an meine zukünftige Entsendeorganisation in Deutschland, die sich daraufhin dazu bereiterklärte, mich bei meiner Suche zu unterstützen und mich auf das Auslandsjahr vorzubereiten. Die letzten Wochen der Sommerferien verbrachte ich damit, die Database der Projekte zu durchstöbern, meinen Lebenslauf in Englisch umzuschreiben und einseitige Motivationsschreiben, die auf jede Stelle angepasst waren, zu verfassen. Den Arbeitsaufwand hierfür kann ich nicht genau beziffern, ich schätze ihn aber auf ungefähr 50 Stunden.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Kurz danach erfasste mich zum ersten Mal die ungute Ahnung, dass es nicht so einfach sein würde, wie ich mir das nach 50 Stunden Vorbereitung vorgestellt hatte: Manche Stellen sagten, sie würden zur Zeit keine Freiwilligen mehr aufnehmen; manche nahmen &#8211; entgegen dem, was in der Database vermerkt war – nur Bewerber von bestimmten Organisationen; manche meinten, ich sei zu früh dran und solle die Dokumente später schicken. Viele verzichteten ganze auf irgendeine Art von kommunikativer Regung. Wirkliche Absagen habe ich für an die 25 Bewerbungen nur zwei Stück bekommen. Nachdem ich nach dem schriftlichen Abitur immer noch keine Ahnung hatte, was ich wo nächstes Jahr machen würde, beschloss ich, mir einen Plan B zu suchen: Einigermaßen lustlos beschloss ich, mich für ein FSJ Kultur in Deutschland zu bewerben, kurz vor Bewerbungsschluss. Der Arbeitsaufwand hierfür war erfreulich gering und etwa zwei Stunden, die ich damit verbrachte, Fragen auf der Plattform des FSJ Kultur im Netz zu beantworten, standen nun den 50 Arbeitsstunden für den Europäischen Freiwilligendienst gegenüber. Etwa eine Woche später durfte ich den Stellen in den Bundesländern, in denen ich mich beworben hatte, Prioritäten zuordnen. Wieder zwei Wochen später wurde veröffentlicht, bei welchen Stellen ich Bewerbungsgespräche haben würde, darunter namhafte Institutionen wie das Grips-Theater in Berlin oder die Semperoper in Dresden.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Ab diesem Moment beschloss ich, dass es vielleicht doch lohnenswerter sein könnte, in Deutschland in Theatern, Opern und anderen Kultureinrichtungen zu arbeiten, als in Schweden alten Leuten den ganzen Tag Babybrei zu füttern oder kleinen Kindergartenkindern in Island auf der Toilette den Po abzuwischen. Das klingt jetzt vielleicht herablassend und arrogant, weil diese Sachen ja auch gemacht werden müssen. Fakt ist trotzdem, dass es durchaus attraktiver – weil anspruchsvoller- ist, im kulturellen Sektor zu arbeiten. Im Mai bin ich nun quer durch Deutschland zu verschiedenen Bewerbungsgesprächen gefahren und geflogen, zwei Mal nach Berlin, ein Mal nach Lübeck, ein Mal nach Kiel. Mindestens drei weitere Gespräche wären noch auf mich zugekommen, aber es kam anders.</p>
<p>Gerade sitze ich im ICE von Dresden nach Kassel, auf der Rückfahrt nach Schwäbisch Gmünd. Gestern Abend bekam ich eine E-Mail aus Kiel: Meine favorisierte Stelle schickte mir eine Zusage. Und das erste Mal seit knapp einem Jahr verspüre ich nun eine unheimliche Erleichterung, ausgelöst durch die eintreffende Gewissheit über das kommende Jahr. Jetzt muss ich nur noch eine WG finden und ab in den Norden.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Ich will mit diesem Erfahrungsbericht niemandem davon abraten, ein freiwilliges Jahr zu machen, bevor das Studium losgeht. Das hat, meiner Meinung nach, fast nur Vorteile: Man sammelt erste praktische Berufserfahrungen; kann sich fachlich orientieren; sich Zeit geben, das richtige Studium zu finden und etwas tun, für das man später im Leben nie mehr die Zeit und nie mehr die Kapazitäten haben wird. Aber ich will mit dem, was ich hier schreibe, zeigen, dass es unter Umständen nicht einfach ist, als potentieller Freiwilliger einen Platz zu finden, auch, wenn die Bezahlung gering und die Arbeit oft sehr anstrengend ist.</p>
<p>Mit dem FSJ im Ausland, also zum Beispiel einem European Voluntary Service, kann es auch besser laufen, als das bei mir der Fall war. Mein Freund geht nächstes Jahr nach Finnland und arbeitet in einer kleinen Behindertenwerkstatt in der Nähe von Helsinki. Aber es gehört auch Glück dazu und das Gefühl, in vielen Fällen seine Bewerbungen quasi ins Nichts zu schicken.</p>
<p>Das Prozedere des FSJ Kultur, des FSJ Schule und des FSJ Politik ist auf jeden Fall transparenter und geordneter. Neben den vielen namhaften Institutionen, die Stellen anbieten, ist hier allerdings ein Problem, dass man lediglich 300 Euro Taschengeld im Monat bekommt, während beim European Voluntary Service Kost, Logis sowie ein etwa halb so hohes Taschengeld gestellt werden. Man kann allerdings Wohngeld beantragen, dass je nach Wohnort zwischen etwa 200 und 350 Euro im Monat liegt. Dadurch, dass man zu jedem Bewerbungsgespräch hinfahren muss, sieht man im Bewerbungsverfahren zum FSJ Kultur, FSJ Schule oder FSJ Politik unter Umständen sehr viel von Deutschland und kann sich ein besseres Bild von seiner potentiellen Einsatzstelle machen– das kann aber auch sehr anstrengend sein und macht sich zeitlich sowie finanziell durchaus bemerkbar. Und auch hier ist ein Platz nicht garantiert, vor allem nicht an solch recht begehrten Orten wie Berlin, wo dieses Jahr auf 140 Plätze im FSJ Kultur mehr als 1.400 Bewerbungen kamen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Also, liebe zukünftige Abiturienten und nach-dem-Abitur-eine-Stelle-als-Freiwillige(r)-Suchende: Wer wirklich ein soziales/politisches/kulturelles freiwilliges Jahr machen will, der kriegt auch eins, aber im Zweifelsfall eben nicht ohne erheblichen Aufwand und Umwege über zunächst weniger attraktiv scheinende Alternativpläne. Auf die Frage: „How many roads must a teenager go down before you can call him/her a volunteer?“ gilt trotzdem immer noch, frei nach dem guten alten Bob Dylan: „The answer, my friend, is blowing in the wind&#8230;“</p>
<p><em>Bild: Wikimedia Commons, Roger McLassus</em></p>
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		<title>Impressionen &#8211; made in China</title>
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		<pubDate>Thu, 14 May 2015 10:15:34 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[von Sarah Dotterer Wir hier am LGH feierten im vergangenen Turnus eine Premiere. Wir empfingen im Rahmen eines neuen Austausches Schüler aus China, genauer gesagt aus Hangzhou. Diese verbrachten dann zunächst sechs Tage bei uns im Internat und danach noch drei Tage bei ihren jeweiligen Austauschpartnern. Ich war vor zwei Jahren selber schon einmal in [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>von Sarah Dotterer</em></p>
<p>Wir hier am LGH feierten im vergangenen Turnus eine Premiere. Wir empfingen im Rahmen eines neuen Austausches Schüler aus China, genauer gesagt aus Hangzhou. Diese verbrachten dann zunächst sechs Tage bei uns im Internat und danach noch drei Tage bei ihren jeweiligen Austauschpartnern. Ich war vor zwei Jahren selber schon einmal in China und es ist wirklich ein Erlebnis, auf welches ich nicht verzichten wollen würde. Hier ein paar Impressionen, was die  LGH-Austauschpartner erwartet, wenn Sie kommenden Herbst nach China reisen.<img class="details-image" draggable="false" src="http://www.derfarbfleck.de/old/wp-content/uploads/2015/05/Chinesische-Mauer2-1024x683.jpg" alt="" width="724" height="483" /></p>
<p>Eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten ist die chinesische Mauer. Laut aktuellen Erkenntnissen erstreckt sich diese über 21 196,18 km, wobei heute jedoch nicht mehr alle Teile davon erhalten sind. Die Mauer gilt zudem als Weltkulturerbe.</p>
<p><img class="details-image aligncenter" draggable="false" src="http://www.derfarbfleck.de/old/wp-content/uploads/2015/05/Essen-683x1024.jpg" alt="" width="356" height="534" /></p>
<p>Wie man sehen kann unterscheiden sich die Essgewohnheiten schon ein bisschen. Allerdings gibt es statt gegrillten Skorpionen auch Reis und Nudeln.</p>
<p><img class="details-image" draggable="false" src="http://www.derfarbfleck.de/old/wp-content/uploads/2015/05/Shanghai-von-oben-1024x683.jpg" alt="" width="906" height="604" /></p>
<p><img class="details-image aligncenter" draggable="false" src="http://www.derfarbfleck.de/old/wp-content/uploads/2015/05/Jin-Mao-Tower-683x1024.jpg" alt="" width="605" height="907" /></p>
<p>Der Jin Mao Tower bietet in einer Höhe von 348 m einen schönen Ausblick über Shanghai.</p>
<p><img class="details-image" draggable="false" src="http://www.derfarbfleck.de/old/wp-content/uploads/2015/05/Skyline-1024x683.jpg" alt="" width="909" height="606" /></p>
<p>Die berühmte Skyline von Shanghai bei Nacht erleuchtet.</p>
<p><img class="details-image" draggable="false" src="http://www.derfarbfleck.de/old/wp-content/uploads/2015/05/Himmelstempel-1024x683.jpg" alt="" width="909" height="606" /></p>
<p>Zu den Sehenswürdigkeiten gehört natürlich auch der Himmelstempel. Dort wurde zu den Zeiten der Dynastien von den Kaisern jedes Jahr für eine gute Ernte gebetet.</p>
<p><img class="details-image" draggable="false" src="http://www.derfarbfleck.de/old/wp-content/uploads/2015/05/Verbotene-Stadt-1024x683.jpg" alt="" width="909" height="606" /></p>
<p>In der verbotenen Stadt regierten die chinesischen Kaiser. Normalen Bürgern war der Zutritt verwehrt und wenn man reindurfte kam man erst nach dem eigenen Tod wieder heraus.</p>
<p><img class="details-image" draggable="false" src="http://www.derfarbfleck.de/old/wp-content/uploads/2015/05/Teeplantage-1024x683.jpg" alt="" width="906" height="604" /></p>
<p><img class="details-image" draggable="false" src="http://www.derfarbfleck.de/old/wp-content/uploads/2015/05/Tee-1024x683.jpg" alt="" width="909" height="606" /></p>
<p>In China wird viel, bevorzugter Weise grüner, Tee getrunken und dieser muss ja auch wachsen.</p>
<p><img class="details-image" draggable="false" src="http://www.derfarbfleck.de/old/wp-content/uploads/2015/05/Vogelnest-1024x683.jpg" alt="" width="906" height="604" /></p>
<p>Das für die olympischen Spiele 2008 erbaute Olympiastadion ist auch unter dem Namen „Vogelnest“ bekannt.</p>
<p><em>Bilder: Sarah Dotterer</em></p>
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		<title>Unser April</title>
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		<pubDate>Wed, 06 May 2015 13:45:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Unser Monat]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Kolumnen]]></category>
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		<category><![CDATA[Satire]]></category>
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		<description><![CDATA[Besuch von einem Polizeibeamten, die Schülerzahl vorläufig um drei verringert, VfR Aalen(letzter Tabellenplatz) getröstet – ein stinklangweiliger Monat eben. Vollversammlungen Es begab sich etwa zu der Zeit als Herr Dr. Sauer noch Leiter des Kompetenzzentrums war, die Geschirrwagen am richtigen Platz standen, es runde Tische in der Mensa gab, Herr Neudert weit und breit gefürchtet [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.derfarbfleck.de/old/wp-content/uploads/2014/03/titelbild-300x223.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-6127" src="http://www.derfarbfleck.de/old/wp-content/uploads/2014/03/titelbild-300x223.jpg" alt="titelbild-300x223" width="300" height="223" /></a>Besuch von einem Polizeibeamten, die Schülerzahl vorläufig um drei verringert, VfR Aalen(letzter Tabellenplatz) getröstet – ein stinklangweiliger Monat eben.</p>
<p><strong>Vollversammlungen</strong></p>
<p>Es begab sich etwa zu der Zeit als Herr Dr. Sauer noch Leiter des Kompetenzzentrums war, die Geschirrwagen am richtigen Platz standen, es runde Tische in der Mensa gab, Herr Neudert weit und breit gefürchtet und Herr Schuck noch der General genannt wurde.</p>
<p>Die Abreise erfolgte nicht vor 20.00 Uhr. Für den Turnusputz war eine ganze Doppelstunde vorgesehen und wer es geschafft hatte sich sein Zimmer abnehmen zu lassen, konnte vor dem Schulabend noch in Ruhe Abend essen. Im Anschluss an den Schulabend verabschiedete man sich herzlich von den Mitschülern, die dablieben, und stieg in die Busse zum Bahnhof. Wer eine weite Heimreise auf sich nehmen musste, dem blieb nur die Möglichkeit am Freitagmorgen nach Hause zu fahren. <a href="http://www.derfarbfleck.de/old/wp-content/uploads/2013/12/gernot-hassknecht-einen-scheic39f.jpg"><img class="alignright wp-image-5944 size-medium" src="http://www.derfarbfleck.de/old/wp-content/uploads/2013/12/gernot-hassknecht-einen-scheic39f-300x163.jpg" alt="gernot-hassknecht-einen-scheic39f" width="300" height="163" /></a>Vollversammlungen fanden außerplanmäßig, zu Unterrichtszeiten, allerhöchstens dreimal jährlich statt.</p>
<p>Wir befinden uns nun in der NS-Zeit (Nach-Schödel). Man fing an sich Gedanken über eine frühere Heimreise zu machen. Um aber dennoch den Turnus gemeinsam zu beenden, veranstaltete man die Vollversammlung nun regelmäßig (B-Donnerstag 5. Stunde). Die Vollversammlung bestand aus musikalischen Darbietungen der Musikkurse &#8211; teils <span style="text-decoration: line-through;">auf</span> vor der neu angeschafften Orgel, teils auf der Bühne –, Ehrungen von Schülern mit erfolgreichen Wettbewerbsteilnahmen und einem klitzekleinen Rapport der Schulleitung.</p>
<p>Es kam wie es kommen musste, die Abreise erfolgte immer früher und die Vollversammlung rutschte im Zeitplan immer weiter nach oben. Schließlich stand man unter Zeitdruck und verzichtete notgedrungen auf die Musik und den unterhaltenden Charakter.</p>
<p>Es scheint fast, als wäre die Vollversammlung nur noch ein Relikt aus alten Zeiten, von dem man den eigentlichen Zweck nicht mehr genau wisse, aber um des Alters willen das Monstrum nicht einfach einschläfern lassen kann.</p>
<p>Es gab unzählige Umfragen über den zeitlichen Ablauf der Vollversammlung, aber die eigentlich sinnvollere Frage stellt niemand – weil man die Antwort schon kennt.</p>
<p><strong><em>Abgehakt – Die Kurzmeldungen des Monats:</em></strong><em> +++ Beim Frühlingsball ernährte sich in etwa die Hälfte der Teilnehmer vegetarisch. Unfreiwillig. Wer sich halt falsch anstellt. +++ </em>Polizeiprävention am LGH &#8211; offene Zimmer verleiten zu Diebstählen!<em> +++ Der Aufsichtsratchef des VfR Aalens besorgte uns Freikarten und die Möglichkeit echten Fußballern Nachhilfe geben zu können. +++ Die Achtklässler besuchten Elmar, der sich mit einer Kreissäge die Fingerkuppe abtrennte. +++ ES VERSTEHT SICH VERDAMMT NOCHMAL VON SELBST, DASS MAN NICHT AUF FRÖSCHE TRITT! DIE FLECKEN GEHEN NUR SCHWER WIEDER RAUS. +++</em></p>
<p><strong>Notunterkünfte</strong></p>
<p><a href="http://www.derfarbfleck.de/old/wp-content/uploads/2013/12/the-word.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-5933" src="http://www.derfarbfleck.de/old/wp-content/uploads/2013/12/the-word-300x225.jpg" alt="the-word" width="300" height="225" /></a>Die Stadt Schwäbisch Gmünd hat unweit des Lidl ein Flüchtlingslager errichtet, wo bereitwillig Asylsuchende aufgenommen werden. Auch zögert man nicht lange und quartiert eine notleidende Gruppe Ungarn in den Internaten ein. Aber die eigenen Schüler? Wen interessiert schon ob die Bahn streikt? Macht, dass ihr nach Hause kommt! Hier darf noch deutlich nachgebessert werden.</p>
<p><em>von Pascal Winterhalter</em></p>
<p><em>Bildnachweise: Morio (Wikimedia Commons)</em></p>
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		<title>Star Wars – Original Series, Prequels, Sequels – Eine unendliche Geschichte</title>
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		<pubDate>Mon, 04 May 2015 19:25:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[derfarbfleck]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Ausgestrahlt und Abgedruckt]]></category>
		<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[Kino]]></category>
		<category><![CDATA[Star Wars]]></category>

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		<description><![CDATA[Von Lisa McDowell „Die Originals sind eindeutig die Besten! Die Prequels kann man vergessen!“ Diese Aussage bekommt man von vielen Star Wars Fans, wenn man sie fragt, welche Trilogie nun am besten ist. Doch wenn man sie fragt warum, dann kriegt man kaum eine gute Antwort mit schlüssigen Argumenten. Auch wollen viele die neue Trilogie [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Von Lisa McDowell<img class="alignright" src="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/de/f/f8/Star_Wars_Schriftzug.jpg" alt="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/de/f/f8/Star_Wars_Schriftzug.jpg" width="488" height="366" /></em></p>
<p>„Die Originals sind eindeutig die Besten! Die Prequels kann man vergessen!“ Diese Aussage bekommt man von vielen Star Wars Fans, wenn man sie fragt, welche Trilogie nun am besten ist. Doch wenn man sie fragt warum, dann kriegt man kaum eine gute Antwort mit schlüssigen Argumenten. Auch wollen viele die neue Trilogie nicht mal sehen, da „die Letzte schon schrecklich war und die Neue nur noch schlimmer werden kann!“ Ich will hier auf der Basis der Original Series, also „<em>Eine Neue Hoffnung</em>“ (1977; Abk. ENH), „<em>Das Imperium Schlägt Zurück</em>“ (1980; DISZ) und „<em>Die Rückkehr Der Jedi-Ritter</em>“ (1983; DRDJ), mögliche Argumente begründen warum die Prequels, also „<em>Die Dunkle Bedrohung</em>“ (1999; DDB), „<em>Angriff Der Klonkrieger</em>“ (2002; ADK) und „<em>Die Rache Der Sith</em>“ (2005; DRDS), kritisiert werden. Auch will ich hier einige positive Aspekte über die Prequels aufgreifen, die im Gegensatz zu den Originals stehen. Zusätzlich werde ich noch einige Punkte zu dem neuen Film „<em>Das Erwachen Der Macht</em>“ nennen.</p>
<p>Die Prequels haben eindeutig ihre Schwächen. Die Originals haben zwar, vom heutigen Standard her, nicht unbedingt eine gute Qualität, doch ihre extreme Geschichte und Handlung sind die Grundbausteine der Filme. Damals waren die benutzten Effekte ungewöhnlich und außerordentlich. ENH ist zum Beispiel der erste Film, der mit Surround-Sound, also wenn der Ton von allem Seiten kommt, veröffentlich wurde. Bei den Prequels hingegen ist die Handlung nicht stark ausgeprägt. CGI (Computer-Generated-Image; Animation) und SFX (Spezial Effekte) scheinen eher im Vordergrund zu stehen. Dieses extreme Animieren war zwar auch neu, doch zum Teil überwiegt es alles andere. Viele, die die Prequels sehen, erinnern sich eher an die epischen Weltraum- und Lichtschwertkämpfe als an die Handlung. Die Gefühlstiefe der Originals, scheint vergessen und einfach durch CGI ersetzt zu sein.</p>
<p>Insgesamt scheinen die Bilder in den Prequels manchmal etwas sehr weit hergeholt und einfach unrealistisch zu sein. Mit ihren unglaublichen Sets und Requisiten, sehen die Originals eigentlich immer echt aus. An manchen Stellen, wie zum Beispiel einige der Weltraumszenen, mag der Hintergrund etwas getrickst erscheinen, doch er ist immer noch realistisch, wohingegen in den Prequels es an einigen Stellen deutlich herauskommt, dass keine Sets gebaut wurden, sondern dass man sich pur auf Animationen verlassen hat. Alle Weltraumschlachten mussten in den Prequels mit Modellen und gezeichneten Hintergründen gefilmt werden. Dies hat Sachlachten für jeden gut übersichtlich gemacht. Auf der anderen Seite hat es die Animation in den Prequels ermöglicht, zum Teil hunderte Schiffe auf einmal im Bild erscheinen zu lassen, von denen man jedoch nicht mehr weiß zu welcher Seite sie gehören. In diesem großen Wirrwarr verliert man schnell die Übersicht über die Schlacht. Auch an anderen Stellen ist es eindeutig, dass animiert worden ist, wo es nicht unbedingt notwendig war. Ein animierter Yoda sieht eben nicht so realistisch aus wie die Puppe aus den Originals.</p>
<p>Außerdem ist die Handlung der Prequels selber an Stellen unverständlich und die Kontinuität zwischen den zwei Trilogien hängt teilweise nicht zusammen. Wer in den 70ern, oder auch einfach so, die Originals vor den Prequels gesehen hat, hat vor allem eins von den neuen drei Teilen erwartet. Der tragische Fall Darth Vaders zur dunklen Seite. Die Originals zeigten die Erlösung Vaders. Selten hat ein Bösewicht das Bewusstsein der Menschen so durchbrochen. Nicht nur sein Kostüm und seine unglaubliche Stimme, sondern vor allem die Hintergrundgeschichte Vaders haben ihn zu einer fast mythologischen Figur gemacht. Darth Vader war einst ein großartiger Mann, der einen tragischen Fall zur dunklen Seite durchlebte. Herausgekommen ist eine Verschmelzung von Mann und Maschine, die dem Bösen vollkommen erlegen ist. Diese Geschichte ist, was viele von den Prequels erwartet haben. DDB war eigentlich ziemlich neutral, indem es die Vorgeschichte Vaders aufgestellt hat, doch in ADK wird dieser großartige Mann nicht wirklich als „großartig“ dargestellt. Stattdessen wird Anakin Skywalker gezeigt, der zwar auf seine eigene Weise großartig ist, doch eine Enttäuschung für viele Zuschauer darstellt. Mit seiner Eigennützigkeit und Arroganz ist er eigentlich nur nervig. Der großartige Mann, den viele vielleicht erwartet haben, erscheint nicht.</p>
<p>In den Originals werden die Jedi Ritter als eine mysteriöse Gruppe dargestellt, die für Frieden und Gerechtigkeit kämpft, bis Darth Vader und das Imperium sie so gut wie auslöschen. Ihre Geschichte hat eine fast genauso mythologische Stellung, wie die von Vader. Es ist in den Originals extrem wenig über sie bekannt. Sie scheinen in der Galaxie eine Legende zu sein, außer für einige Wenige, die sie persönlich kannten oder sie in den Kriegen in Aktion gesehen haben. In den Prequels hingegen ist der Jedi Orden eine große Organisation, die sich aus mehreren hundert Mitgliedern zusammensetzt. Der Orden scheint in der gesamten Galaxie ziemlich gut bekannt und respektiert zu sein, mit Ausnahme einiger abgelegenen Planeten. Sie sind politisch extrem einflussreich und werden durch die gesamte Galaxie als Diplomaten, Boten, Beschützer etc. eingesetzt. Es mag zwar verständlich sein, dass eine Organisation, die fast komplett ausgelöscht wurde, irgendwann nur noch in Geschichten existiert, doch zwischen DRDS und ENH vergehen 19 Jahre. Diese kurze Zeit sollte eigentlich nicht genügen, dass die Jedi so sehr in Vergessenheit geraten. Auch wenn Krieg geherrscht hat, es sollten genügend Leute überlebt haben, so dass die Jedi als historische Gruppe bezeichnet werden könnten und nicht als Legenden, wie sie in den Originals dargestellt werden.</p>
<p>Die Handlung selber ist in den Prequels stellenweise schwer zu verstehen oder nicht nachvollziehbar. DDB kann anfangs ziemlich unverständlich wirken, da die gesamte politische Situation erst nach und nach während der Filme deutlich wird. Die erste Szene in DDB ist ohne weitere Hintergrundinfos eigentlich unmöglich zu verstehen, da die Gründe für die momentane Situation nicht genannt werden. Auch die Liebesgeschichte zwischen Anakin Skywalker und Padmé Amidala scheint erzwungen zu sein. Es ist von Anfang an vielleicht klar, dass sie sich verlieben werden, doch vor allem im Dialog von ADK wird klar, dass die Umsetzung dieser Liebe nicht wirklich gelungen ist. Zusätzlich hat Obi-Wan Kenobi in den Prequels die Angewohnheit ab und zu den Charakter zu wechseln. In den Originals wird er extrem weise dargestellt, doch in den Prequels scheint sich sein Charakter, vor allem in ADK und DRDS, von einem Moment auf den anderen von weise zu fast waghalsig zu ändern.</p>
<p>Die generelle Qualität der Filme lässt an Stellen auch zu wünschen übrig. Die Schauspieler in den Prequels können nicht immer mit den in den Originals mithalten. Hayden Christensen macht zwar einen ziemlich guten Job, den Fall seines Charakters zur dunklen Seite darzustellen, doch an vielen Stellen schafft er es nicht, die Gefühlstiefe und durchgewühlten Emotionen, die zum Teil auch in den Originals von seinem Charakter gezeigt werden, auszudrücken und dem Publikum zu übermitteln. Die an Stellen schlechten Dialoge lassen manche Szenen, wie zum Beispiel das Gespräch zwischen Anakin und Padmé aus Naboo in ADK, unnatürlich wirken.</p>
<p>Wer bei ADK und DRDS einen Unterschied in der Bildqualität gemerkt hat, lag nicht falsch. Die Originals sowie DDB wurden auf 35mm Film gedreht, während die Weiteren vollkommen digital produziert wurden. Dies lässt, hauptsächlich auf der großen Leinwand, eine bessere Qualität zu. Neue Ressourcen, wie eben das Animieren oder neue Soundsysteme, wurden teilweise einfach zu viel und nicht vorsichtig genug verwendet.</p>
<p>Die Originals haben einen extrem hohen Standard für alle weiteren Filme gesetzt. Die Prequels haben versucht diesen zu treffen und sind daran gescheitert. Dennoch sind sie nicht nur durchgängig misslungen, sie haben auch ihre guten Seiten. Die oben genannten Punkte können zum Teil einfach umgedreht und als Pro-Argumente für die Prequels benutzt werden. Genau das, was einem in Erinnerung bleibt, nämlich die epischen Lichtschwertkämpfe und Weltraumschlachten, sind in ihrem gesamten einfach unglaublich. Zusätzlich unterstützen sie auch die Tatsache, dass die Republik und die Jedi ihre besten Jahre durchlebt haben. Die Animation ist das Gerüst, das diese Kämpfe und Schlachten trägt.</p>
<p>In den Originals sehen wir nur einen kleinen Teil einer riesigen Galaxie. Die Prequels zeigen uns mehr von dieser und erweitern unsere Vorstellung mit neuen Planeten und Wesen. Auch bauen sie die Planeten mehr auf. Ganze Handlungsstränge spielen sich auf und auch wegen bestimmten Planeten ab. Außerdem werden die wirklichen Lebensbedingungen der Menschen, die zwar nichts mit der Handlung zu tun haben, besser dargestellt. So wirkt die erschaffene Welt realistischer, als in den Originals.</p>
<p>In den Prequels besteht keine klare Grenze zwischen Gut und Böse. Da Anakin anfangs gut ist und anschließend zur dunklen Seite fällt, muss man sich nicht unbedingt für eine Seite entscheiden. Dies gibt dem Zuschauer mehr Optionen sich zu entscheiden, für wen sie sein wollen.</p>
<p>Ein weiterer guter Punkt ist, dass es mehr Bösewichte gibt. Mit Darth Maul in DDB, Count Dooku in ADK, General Grievous in DRDS und Darth Sidious, der alle verbindet, ist das Böse in den Prequels viel weitrangiger als in den Originals. Dies unterstützt auch die Handlung, indem es zeigt, wie stark das Imperium wirklich ist.</p>
<p>Das eigentlich Beste an den Filmen ist die neue Musik. Die von John Williams komponierten Stücke für die Prequels passen mit ihren Szenen überein und fügen Emotion hinzu. Eine der besten Szenen aller Filme ist in DDB, als die Hauptfiguren Darth Maul stellen. Die ausdrucksstarken Emotionen, die in dieser Szene stecken, kommen hauptsächlich von der Musik, die perfekt zur Szene passt.</p>
<p>Das Star Wars Universum basiert auf eine ganze Reihe ikonischer Charaktere, wie Darth Vader, Yoda, Han Solo etc. In den Prequels werden viele neue Charaktere hinzugefügt, die diese Reihe erweitern, wie Mace Windu, Darth Maul, General Grievous etc. Diese Charaktere sind genauso ein wichtiger Teil des Star Wars Universums wie die in den Originals.</p>
<p>Das ausschlaggebendste Argument, weshalb die Filme gelungen sind, ist, dass sie existieren. Sie sind die Wurzeln der Saga. Diese Filme zeigen die Ereignisse, die zu der Situation in den Originals führem. Der Fall Anakins zur dunklen Seite, das Auslöschen der Jedi und der Untergang der Republik. Ohne diese Filme währen diese Dinge für uns nur kurze Erwähnungen und Andeutungen. Auch, dass man sich die Mühe gemacht hat, weitere drei Filme zu produzieren, ist lobenswert. Die Filme gibt es und dies sollte man aus Respekt für die viele Arbeit, die dahinter steckt, in Erinnerung behalten.</p>
<p>Im Endeffekt muss sich jeder selbst entscheiden, ob er die Prequels mag oder nicht. Ich selber finde sie als Filme ganz gut, doch ich kann leicht verstehen, dass sie als Anfang der Saga etwas enttäuschend sind. Auch respektiere ich, dass man sie überhaupt gemacht hat und will deshalb genauso der neuen Trilogie eine Chance geben.</p>
<p>Der erste dieser, „<em>Das Erwachen der Macht</em>“, kommt 17. Dezember dieses Jahres in die Kinos. Der neuste Film der Saga spielt in etwa 30 Jahre nach DRDJ und basiert nicht auf vorher publizierte Bücher oder sonstige Medien. Während alte Charaktere wie Luke Skywalker, Han Solo, Leia Organa, Chewbacca, R2-D2 und C3PO zurückkehren, kommen einige neue hinzu, von denen wir nicht viel wissen. John Boyega, Daisy Ridley uns Oscar Isaac sind nur drei der Schauspieler, die uns in diesem Film begegnen werden. Zusätzlich ist es bekannt, dass Andy Serkis, eine Rolle spielt. Der ungewöhnliche Schauspieler ist hauptsächlich für seine Rolle als Gollum in der „<em>Herr der Ringe</em>“ und „<em>Hobbit</em>“ Trilogie und seine Rolle als King Kong in „<em>King Kong</em>“ (2005) bekannt. Es ist bestätigt, dass er den Erzähler im ersten Teaser Trailer spricht, während Mark Hamill im zweiten Teaser die Rolle des Sprechers übernimmt. Der Film wird, wie die Originals und DDB auch, auf 35mm Film gedreht und Teile zusätzlich auf 65mm IMAX Format. Anstatt George Lukas hat J.J. Abrams den Regisseur Stuhl besetzt. Mit seiner unglaublichen Arbeit an den Filmen „<em>Star Trek</em>“ (2009) und „<em>Star Trek Into Darkness</em>“ (2013) kann man darauf hoffen, dass die neue Trilogie gut wird. Zusätzlich ist in einer seiner Ansagen im Hintergrund ein unbekanntes Wesen zu sehen, dass davon zeugt, dass die Produktion mehr auf traditionelle Mittel, wie Sets und Requisiten zurückgreifen will. Einige (geleakte) Set Fotos bezeugen dies. Man sollte diesen Filmen eine Chance geben, da extrem viel Arbeit hinter so einer Produktion steckt und es einfach eine Erweiterung einer unglaublichen Geschichte ist.</p>
<p>Wir wohnen in einer freien Welt, also ist meine Empfehlung, die Filme einmal anzuschauen und sich dann selber entscheiden, ob man sie mag.</p>
<p><em>Möge die Macht mit euch sein.</em></p>
<p><em>Bild: Wikimedia Commons, Little Ani</em></p>
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		<title>Unser März</title>
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		<pubDate>Thu, 16 Apr 2015 14:55:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Unser Monat]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Kolumnen]]></category>
		<category><![CDATA[Wir hier drinnen]]></category>
		<category><![CDATA[BESTEKOLUMNEEVER]]></category>
		<category><![CDATA[LGH]]></category>
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		<category><![CDATA[Unser Monat]]></category>

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		<description><![CDATA[Unser Monat meldet sich zurück aus den Osterferien und hat eine frohe Botschaft für euch: Nur noch 6 Wochen bis zu den nächsten Ferien! Die Sache hat nur einen kleinen Haken: Trotz nochmals umgeworfener Unterrichtszeiten am B-Donnerstag &#8211; Kein Mensch braucht die Vollversammlung! – wird die Abreise nicht vor 15.00 Uhr stattfinden. Das traditionelle Frühjahrskonzert [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.derfarbfleck.de/old/wp-content/uploads/2014/03/titelbild-300x223.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-6127" src="http://www.derfarbfleck.de/old/wp-content/uploads/2014/03/titelbild-300x223.jpg" alt="titelbild-300x223" width="300" height="223" /></a></p>
<p>Unser Monat meldet sich zurück aus den Osterferien und hat eine frohe Botschaft für euch:</p>
<p>Nur noch 6 Wochen bis zu den nächsten Ferien!</p>
<p>Die Sache hat nur einen kleinen Haken: Trotz nochmals umgeworfener Unterrichtszeiten am B-Donnerstag &#8211; Kein Mensch braucht die Vollversammlung! – wird die Abreise nicht vor 15.00 Uhr stattfinden. Das traditionelle Frühjahrskonzert ohne den traditionellen Kompositionswettbewerb findet nämlich statt. Yay!</p>
<p><strong>Vortragsabend</strong></p>
<p>Der Vortragsabe<img class="alignleft size-full wp-image-6178" src="http://www.derfarbfleck.de/old/wp-content/uploads/2014/04/kultur.jpg" alt="kultur" width="227" height="142" />nd diesen Monat hat äußerst positiv überrascht! Herr Palm verstand es, sein Publikum zu fesseln und selbst Physikfremde Schüler in Begeisterung ausbrechen zu lassen.</p>
<p>Weiter so!</p>
<p>Schade war nur, dass ausgerechnet an diesem Vortragsabend die Zwölfer (versehentlich?) von ihrer Anwesenheitspflicht entbunden wurden.</p>
<p>Nicht, dass die Anwesenheitspflicht bislang irgendwen interessiert hätte – sie wurde als Druckfehler aufgefasst und flugs handschriftlich korrigiert.</p>
<p><strong>Abgehakt – die Kurzmeldungen des Monats: </strong><em>+++ Das Casting hat begonnen. An insgesamt vier Tagen verstopften potentielle neue Schüler die Anstellwege in der Mensa. +++ Um einen größeren Anreiz für die Teilnahme am Mathe-Känguru zu schaffen, legte man die Teilnahme auf den B-Do</em><em>nnerstag 4. Stunde. +++ </em><em>Über den Schulabend schweigen wir diesen Monat lieber nur betreten… +++ Das schriftliche Abitur wurde von den Zwölfern geschrieben. +++ Die Alumni waren da! Wir sagen Danke für die tolle Studienberatung. +++ Das LGH Running Team disqualifizierte sich beinahe für alle zukünftigen Stadtläufe. Wenigstens den 4. Platz überließen sie einem Gmünder. +++ Herr Bauer war mit sieben Schülern beim CERN und hat uns keine Antimaterie mitgebracht. +++ Das Improtheater begeisterte im Leuchtturm. +++</em></p>
<p><strong>Schülerzeitung</strong></p>
<p>Seit fast zwei Monaten veröffentlich derfarbfleck.de nur noch Artikel der Chefredaktion und Hausaufgaben aus dem Elite-<a href="http://www.derfarbfleck.de/old/wp-content/uploads/2013/12/the-word.jpg"><img class="alignleft  wp-image-5933" src="http://www.derfarbfleck.de/old/wp-content/uploads/2013/12/the-word-300x225.jpg" alt="the-word" width="219" height="164" /></a>Deutschkurs Prietz. Was ist denn da los? Hat die gesamte Redaktion die Masern bekommen und kann ihrer Schreibarbeit nicht mehr nachgehen?</p>
<p>Da ist eine neue Ausgabe der aktuellen Wahrheit längst überfällig! Zeigt dem Farbfleck, was eine Schülerzeitung ist.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em> </em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em><em>von Pascal Winterhalter</em></em></p>
<p><em>Bildnachweise: Morio (Wikimedia Commons)</em></p>
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		<title>Protest und Verheißung &#8211; von der Freiheit des Aufbegehrens</title>
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		<pubDate>Fri, 27 Mar 2015 14:13:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[derfarbfleck]]></dc:creator>
				<category><![CDATA["Und wenn es gar nichts geworden ist, dann sag, es sei ein Essay."]]></category>
		<category><![CDATA[Aufbegehren]]></category>
		<category><![CDATA[Essay]]></category>
		<category><![CDATA[Meinungsfreiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Protest]]></category>

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		<description><![CDATA[von Cosima Friedle „Es mag Zeiten geben, in welchen wir machtlos sind, Ungerechtigkeit zu verhindern, doch es darf nie eine Zeit geben, in welcher wir nicht protestieren.“ Mit diesen Worten ruft Elie Wiesel, Überlebender des Holocausts, die Menschen zum Protest auf. Doch wieso sollten wir Menschen protestieren, angesichts der häufig drohenden Konsequenzen? Und vielmehr noch [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>von Cosima Friedle</em><a href="http://www.derfarbfleck.de/old/wp-content/uploads/2015/03/man-159155_1280.png"><img class=" wp-image-6736 alignright" src="http://www.derfarbfleck.de/old/wp-content/uploads/2015/03/man-159155_1280-223x300.png" alt="man-159155_1280" width="247" height="332" /></a></p>
<p>„Es mag Zeiten geben, in welchen wir machtlos sind, Ungerechtigkeit zu verhindern, doch es darf nie eine Zeit geben, in welcher wir nicht protestieren.“ Mit diesen Worten ruft Elie Wiesel, Überlebender des Holocausts, die Menschen zum Protest auf. Doch wieso sollten wir Menschen protestieren, angesichts der häufig drohenden Konsequenzen? Und vielmehr noch stellt sich die Frage: Weshalb tun wir es dennoch so oft? Welche Verheißung verleitet uns dazu, aufzubegehren und für unsere Rechte zu kämpfen?</p>
<p>Wirft man einen Blick auf die historische Vergangenheit verschiedener Länder, so entsteht der Eindruck, wir Menschen wären zum Aufbegehren geboren. Kein Jahr vergeht ohne dass in irgendeinem, meist von Unruhen und Bürgerkriegen geplagten, Land Menschen auf die Barrikaden gehen, gegen Politik und Regimes aufbegehren und für ihre Rechte und Freiheiten kämpfen. Doch genauso häufig wie Reportagen über Demonstrationen und Proteste sind in den Medien Katastrophenberichte über Polizeieinsätze bei friedlichen Protestmärschen sowie über getötete Freiheitskämpfer zu lesen. Die Ursache hierfür liegt in der Tatsache, dass in einigen Ländern die Freiheit des Aufbegehrens nicht gewährleistet ist. Gesetze, welche in Deutschland absolute Grundrechte sind, wie Pressefreiheit, Meinungsfreiheit oder das Recht auf Demonstrationsfreiheit, sind in anderen Ländern teilweise gar nicht vorhanden, und wenn doch, so werden sie häufig mit Füßen getreten. Doch trotz der drohenden Konsequenzen zieht es jährlich Millionen Menschen auf die Straße, um für einen Regierungswechsel, mehr Rechte oder auch nur gegen eine zweite Startbahn zu kämpfen. Es stellt sich die Frage, was ist das in uns, was uns dazu bringt, aufzubegehren, zu demonstrieren, nicht jede Ungerechtigkeit oder Rechtswidrigkeit protestlos hinzunehmen?</p>
<p>Die Tradition des Aufbegehrens reicht weit in die Geschichte zurück. So fanden bereits im 15. Jahrhundert in ganz Europa Bauernaufstände statt, in welchen sich die Bauern und teilweise auch Bürger gegen den Adel erhoben. Forderungen waren Gleichheit, Freiheit und Gerechtigkeit. Die Motivation der Aufbegehrenden ist hier also klar erkennbar: Sie kämpften für mehr Rechte, lehnten sich gegen den sie unterdrückenden Adel auf und hofften somit auf eine Verbesserung ihrer Lebensumstände. Doch kann diese Verheißung über die unmenschlichen, drohenden Konsequenzen hinwegtrösten? Die fürchterlichen Reaktionen der Herren reichten von Verpflichtung zu Schadensersatz über Abgabe der Waffen bis hin zu Hinrichtungen, und auch bereits während des Bürgerkrieges verloren Tausende ihr Leben. Lohnt es sich bei diesen Aussichten überhaupt, auf die Straße zu gehen und für seine Rechte zu kämpfen? Wieso siegt hier nicht der rationale Geist, der die Ausgangslage mit dem möglichen Ausgang eines Protests vergleichen würde, über den aufbegehrungswütigen Widerstandsgeist? Die Antwort ist einfach: die Unzufriedenheit ist größer als die Furcht vor möglichen Konsequenzen, die Wut über die Zustände größer als die Vernunft, und die Hoffnung auf Erfolg stärker als das Ohnmachtsgefühl gegenüber der Regierenden. Wenn die Menschen keinen anderen Weg mehr sehen, ihre Meinung durchzusetzen, dann gehen sie an die Öffentlichkeit. Vor diesem Hintergrund sind die zahlreichen Proteste, so beispielsweise Demonstrationen gegen den Vietnamkrieg im 20. Jahrhundert, Proteste gegen den drohenden Irakkrieg 2003 oder die Montagsdemonstrationen in Dresden in der DDR, logische Folgen eines übermächtig gewordenen Unzufriedenheitsgefühl in der Bevölkerung.</p>
<p>So stellt sich vielmehr die Frage, was Menschen daran hindert, auf die Straße zu gehen und für ihre Rechte zu kämpfen oder für ihre Meinung einzustehen? Immer wieder lassen sich in einem Land schwerwiegende Missstände feststellen, welche jedoch mit nur geringem oder gar keinem Widerstand kommentiert werden, so beispielsweise die Repressionen in China 2011. Aus welchem Grund stellen sich Menschen lieber negativen Situationen, als dagegen aufzubegehren und sich zu wehren? Psychologischen Forschungen zufolge kann eine Ursache für Widerstandslosigkeit äußere Bedrohung oder Kritik des Systems sein, in welchem die Betroffenen leben. Aus Loyalitätsgründen verspüren sie eher den Drang dazu, das jeweilige System zu befürworten, als selbst auch Kritik und Widerstand zu üben. Auch eine gewisse Abhängigkeit von dem System oder die scheinbar unmögliche Flucht daraus lähmen Menschen und machen sie widerstandslos. Der vermutlich größte Protesthemmer ist jedoch die Angst der Menschen. Selbst in Deutschland kommt es auch heute noch immer zu gewaltsamen Polizeieinsätzen auf friedlichen Demonstrationen, beispielhaft hierfür der Einsatz von Wasserwerfern und Pfefferspray am 30.09. 2010 im Stuttgarter Schlossgarten, bekannt geworden als der „Schwarze Donnerstag“. Mit dem Einsatz gewaltsamer Mittel und sogar einigen Festnahmen beendete die Polizei eine Demonstration gegen den Baubeginn von „Stuttgart 21“. Solche Schlagzeilen verängstigen die Bevölkerung, verringern den Willen zum Widerstand. Es zeigt sich also, dass die Freiheit des Aufbegehrens nicht immer gewährleistet ist. Dennoch stellt sich die Frage, ob die Freiheit des Aufbegehrens nicht vielmehr eine Pflicht als ein Recht ist? Sind wir als Bürgerinnen und Bürger, als Bevölkerung einer Stadt, eines Landes nicht dazu verpflichtet, aufzubegehren? Sind wir wirklich frei in der Freiheit des Aufbegehrens? Oder ist es nicht unsere unbedingte Pflicht, zu protestieren, gegen unterdrückende Regierungen uns aufzulehnen, für Frieden und Gerechtigkeit zu kämpfen? Was wäre, gäbe es niemanden mehr, der aufbegehrte, protestierte? Wären wir dann nicht verloren, schutzlos und machtlos ausgeliefert der Macht aller über uns Herrschenden? Lassen wir uns verängstigen, zu sehr von der Angst und den rationalen Überlegungen leiten, dann erstickt der Funke Widerstandsgeist, der in uns allen schlummert, irgendwann völlig. Doch das soll nicht das Ziel sein, vielmehr sollte die Freiheit des Aufbegehrens von jenen, die sie haben, genutzt werden, um sie auch denen zu ermöglichen, welche sie noch nicht besitzen. In der Geschichte hat sich gezeigt, dass Aufbegehrende häufig mutige, unerschrockene Einzelkämpfer sind, welche diese Freiheit für sich nutzen. Etwas zu erreichen war für jene Aufbegehrenden sehr schwer, da sie mit ihrem Wunsch nach Protest oft alleine standen. Doch tun dies mehrere Menschen, so kann, entgegen aller Zweifel, auch tatsächlich etwas bewegt werde. In jedem Fall aber ist das Protestieren, das nicht reflexionslose Annehmen einer Regierung für eine Bevölkerung nicht nur ein Recht, sondern seine wichtigste Pflicht.</p>
<p>Diese unabdingbare Pflicht des Aufbegehrens spricht auch Elie Wiesel in seinem Zitat an. Er räumt zwar ein, dass durch Protest das Gewünschte nicht immer erreicht werden kann, dass der Kampf gegen Ungerechtigkeit manchmal zwecklos ist. Aber dennoch dürfen wir nicht aufhören, uns aufzulehnen und zu protestieren, müssen den in uns schlummernden Funken Widerstandsgeist nähren, bis er wächst und zu einem Feuer des Protests wird.</p>
<p><em>Bild: CCO Public Domain</em></p>
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		<title>Kaffeekochen aus dem Ff</title>
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		<pubDate>Tue, 17 Mar 2015 22:25:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[derfarbfleck]]></dc:creator>
				<category><![CDATA["Und wenn es gar nichts geworden ist, dann sag, es sei ein Essay."]]></category>
		<category><![CDATA[Kolumnen]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung]]></category>
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		<description><![CDATA[von Wenke Grahneis Herzlich Willkommen zur ersten Ausgabe der Farbfleckkolumne     [&#8230;] aus dem Ff! „Ich bin fast 18 und habe keine Ahnung von Steuern, Miete oder Versicherungen. Aber ich kann ’ne Gedichtsanalyse schreiben. In 4 Sprachen.“ (Naina, 17) Die hitzige Diskussion, die der Tweed einer Kölner Schülerin auslöste, weckte die deutsche Bildungslandschaft aus [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>von Wenke Grahneis</em><img class="alignright" src="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/1/10/Hier_k%C3%B6nnen_Familien_Kaffee_kochen.jpg/800px-Hier_k%C3%B6nnen_Familien_Kaffee_kochen.jpg" alt="File:Hier können Familien Kaffee kochen.jpg" width="453" height="303" data-file-width="2740" data-file-height="1834" /></p>
<p style="text-align: left;">Herzlich Willkommen zur ersten Ausgabe der Farbfleckkolumne     <em>[&#8230;] aus dem Ff!</em></p>
<p style="text-align: left;">„Ich bin fast 18 und habe keine Ahnung von Steuern, Miete oder Versicherungen. Aber ich kann ’ne Gedichtsanalyse schreiben. In 4 Sprachen.“ (Naina, 17)</p>
<p style="text-align: left;">Die hitzige Diskussion, die der Tweed einer Kölner Schülerin auslöste, weckte die deutsche Bildungslandschaft aus dem Winterschlaf.</p>
<p>Es ist eine Grundsatzdiskussion, in der sich alles um die zentrale Frage dreht, ob die Schüler im Unterricht auf das Leben vorbereitet werden. Denn zwischen Gedichtsvergleich und komplexen Zahlen, entdeckt so mancher –hui buh- den Zeitgeist des 21sten Jahrhunderts in der Erkenntnis, die den römischen Philosophen Seneca bereits vor zwei Jahrtausenden ereilte: „Non vitae, sed scholae discimus“ – Nicht für das Leben, sondern für die Schule lernen wir.</p>
<p>Hierzulande war im letzten Jahrzehnt ein enormer Wandel der Bildungslandschaft zu beobachten. Infrastrukturelle Großprojekte wurden im Schnellverfahren durchgeboxt und umgesetzt. Allerlei Straßenbaumaßnahmen, wie der Ausbau der neuen Bildungsautobahn G8, dem Bau entlastender Umgehungsstraßen und Zubringer, oder die Zunahme der von privaten Unternehmern subventionierten Mautstraßen, erhöhten zwar die Mobilität der Verkehrsteilnehmer, aber das verwinkelte Straßennetz mit all seinen Abzweigungen erhöhte gleichzeitig auch das Risiko, sich zu verfahren. Erschwerend hinzu kommt die Aufhebung der Zulassungsbeschränkung für langsamere Fahrzeuge, die Aufhebung der Geschwindigkeitsbegrenzung, des Park- und des Überholverbots. Vor allem aber die geplante Sperrung der soliden Hauptstraßen führt zu einem steigenden Unfallrisiko, zu erschwerten Arbeitsbedingungen für die Weisungsbefugten des öffentlichen Dienstes und somit in letzter Konsequenz zu einem Verkehrschaos. Es ist, als drehe man Jahr für Jahr, Runde um Runde auf dem <em>Place du Charles de Gaulle Étoile </em>auf der Suche nach der richtigen Ausfahrt, während die Pariser Straßenwacht damit beschäftigt ist, Straßenschilder und Wegweiser Abzuschrauben, Ampeln abzuschalten. Sie wechseln nicht mehr von Rot, zu Gelb, zu Grün. Nichts nimmt mehr seinen gewohnten Gang. Alles wird schneller, voller, hektischer. Anhalten kann man sich nicht leisten.Also fährt man weiter Runde um Runde im ewigen Triumphbogenkarussell.</p>
<p>Damit die ewige Fahrerei euch keinen Drehwurm verpasst, habt ihr hier die Chance, anzuhalten und auszusteigen, mitzukommen auf einen Spaziergang, abseits befestigter Straßen, auf Trampelpfaden und Umwegen, ein Reiten durch Weiten, Hieven in Tiefen, Entdecken der Ecken, der vergessenen Flecken, der Meere, der Leere der Bildungslandschaft. Ein Spaziergang zu schließen die Bildungslücken, um außerhalb der LGH-Käseglocke, sozusagen in freier Wildbahn, zu überleben.</p>
<p>Ich werde wohl nie vergessen, wie ich einen ersten Blick auf die beachtliche Käseglocke erhaschte. Ich entdeckte sie, konfrontiert mit einer Frage, die mich gleichsam schockierte und amüsierte. Ich war gerade dabei den Genozid an den pathogenen Bakterienstämmen, die sich im WG-Spülbecken angesiedelt hatten, voranzutreiben, als mich die Worte: „Wenke, was kommt nochmal zuerst in den Topf?&#8230;. das Wasser, oder die Nudeln?&#8230;“, erstarren ließen. Das Gesagte brauchte einige Augenblicke, um in meine Hirnwindungen vorzudringen, aber der Ausdruck, in dem meine Gesichtsmuskeln schließlich erstarrten, war vermutlich köstlicher als die Pasta, die es am besagten Abend noch geben sollte. Wann ich meine Stimme wiederfand und was ich antwortete, weiß ich nicht mehr. Ich hatte nur noch einen Gedanken: Das Gute an einer Käseglocke ist der Käse, man verhungert wenigstens nicht.</p>
<p>Geprägt von dieser Grenzerfahrung, fühle ich mich berufen, den unersättlichen Wissendurst der Spezies Choloepus ingeniosus zu stillen. Ohne einen Mangel an Allgemeinbildung zu unterstellen und um wirklich niemanden zu überfordern, habe ich beschlossen ganz simpel mit der Kunst des Kaffeekochens anzufangen. Eine durchaus sehr nützliche Fähigkeit, da der Durchschnittsstudent &#8211; und dieses Schicksal wird die meisten von euch ereilen &#8211; dazu neigt, Schlaf durch Koffein zu ersetzen. Zwar hat heute beinahe jeder eine Pad- oder Kapselmaschine, deren Bedienung, wie George Clooney im Fernsehen eindrucksvoll beweist, ziemlich idiotensicher ist. Dennoch können die Kosten für Selbige schnell das Budget des Noch-nicht-Verdieners übersteigen, vor allem, wenn es nicht bei der einen Tasse am Morgen bleibt. Die Schlüsselqualifikation des Kaffeekochens bringt auch im Hinblick auf die Karrierechancen oftmals den entscheidenden Wettbewerbsvorteil gegenüber Mitbewerbern, mit der man vor allem bei künftigen Vorgesetzen punkten kann.</p>
<p>Nun heißt es also „back to the roots“ und nichts wie ran an den guten alten Filterkaffee. Filterkaffee, ein Wort, das, für den Konsumenten noch vor 50 Jahren Inbegriff von Verlockung und Genuss, zugegeben in den Ohren des trendbewussten Caramel-Macchiato-Liebhabers wie ein Schimpfwort klingen mag. Wer hingegen ab und an die Zeitreise in Omas trautes Heim wagt, weiß, dass im Grunde nichts über einen frisch gebrühten, starken, schwarzen Filterkaffee geht auch, wenn es den dort heute leider nur noch Sonntags gibt, weil das Teufelszeug dem altersschwachen Herz übel mitspiele und die Gesundheit sei schlussendlich, ist die Verlockung noch so süß, oberstes Gebot. Wenn man also schonmal bei der Oma ist, kann man sich auch gleich vom Meister in die Wissenschaft des Kaffeebrauens einweisen lassen. Grundlegend für den Erfolg und den ultimativen Geschmack ist die Verwendung des guten alten Porzellanfilters, der im Gegensatz zu alternativen Materialien wie Plastik auch auf lange Sicht geruchsneutral bleibt. Ansonsten nehme man Filterpapier und natürlich hochwertiges Kaffeepulver, das im Vergleich zu qualitativ vergleichbaren Kaffeepads oder Kapseln wesentlich preiswerter ist. Sollte das, was ihr vorfindet, wenn ihr in die Packung linst, größere Ähnlichkeit mit der Hinterlassenschaft einer Ziege haben, habt ihr den falschen Mahlgrad erwischt. Sollte dies nicht der Fall sein fehlt für den Kaffeegenuss nur noch kochend heißes Wasser und eine Tasse oder Kanne je nach Personenzahl beziehungsweise Schlafpensum. Wie vermutlich niemand geahnt hätte ist das Pulver und damit die Stärke des Kaffees individuell dosierbar. Man ist also immer gut bedient, egal ob einem der Sinn steht, nach einem Ristretto, Volluto, Fortissio oder wie sie doch alle heißen. Die Faustregel beim Filterkaffe ist jedoch ein gehäufter Teelöffel pro Tasse und einen zusätzlich für die Kanne. Ein weiter Vorzug des Filterkaffees ist, dass er im Gegenteil zu seinen kleinen bunten Kapselkollegen, deren Namen sich so temperamentvoll italienisch aussprechen lassen, keine Umweltbelastung darstellt. Die Herstellung des Aluminiums, welches für die Kaffekapseln verwendet wird, ist unheimlich energieaufwändig und Recycling ist, da nicht-italienisch, wohl ein Fremdwort. Es wäre also weder verwunderlich noch im selben Maße realitätsfern wie die meisten anderen Politdebatten, wenn der Bundestag bald über den Kapsel-Kaffee-Ausstieg debattieren würde. Der Kaffesatz des Filterkaffees beglückt hingegen entweder die Regenwürmer auf dem Kompost, oder kann alternativ als Dünger für die Zimmerpflanzen der Studentenbude zum Einsatz kommen, unter denen ja bekanntlich, die nach Spidermans Freundin benannte, sehr gefragt sein soll.</p>
<p>Solltet ihr eines Tages in die Verlegenheit geraten, dass der Filter nass, der Kaffee schwarz, der Kaffeesatz aber auf wundersame weiße verschwunden ist, dann ist das weder ein Beweis für die Existenz von Schwarzen Löchern noch für die von <em>Dobby dem Hauself</em>, sondern schlichtweg die Oma, die älter wird. Ja, so ist das mit dem Älterwerden, man wird vergessen man vergisst, vergisst, dass man in die rote Dose ja zuletzt das <em>HAG</em>-Instantpulver gefüllt hatte.</p>
<p>Bevor auch mich die Altersdemenz einholt und ich am Ende vergesse, zum Ende zu kommen, steht mir jetzt der Sinn nach einer schönen Tasse Kaffee, die ich in der Hoffnung genieße, dass die ein oder andere Leseratte unter euch die Käseglocke entdeckt hat. Also nichts wie hoch damit und ran an den Käs… äh Kaffee!</p>
<p><em>Bild: Wikimedia Commons, Hier können Familien Kaffee kochen, Hans Baluschek, 1895</em></p>
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		<title>Mein Traumberuf: Nichts tun und berühmt werden</title>
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		<pubDate>Mon, 16 Mar 2015 13:08:24 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[von Cosima Friedle In zwei Tagen ist es wieder so weit, dann werden tausende Schülerinnen und Schüler in Deutschland ihr Abitur ablegen. Doch der wirkliche Stress beginnt erst danach. Dann ist es nämlich an der Zeit, sich die Frage zu stellen, was nach dem erfolgreich absolvierten Schulabschluss folgen soll? Ein Studium beginnen, eine Ausbildung machen, [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>von Cosima Friedle<a href="http://www.derfarbfleck.de/old/wp-content/uploads/2015/03/man-534379_19201.jpg"><img class=" wp-image-6727 alignright" src="http://www.derfarbfleck.de/old/wp-content/uploads/2015/03/man-534379_19201-300x225.jpg" alt="man-534379_1920" width="417" height="313" /></a></em></p>
<p style="text-align: left;">In zwei Tagen ist es wieder so weit, dann werden tausende Schülerinnen und Schüler in Deutschland ihr Abitur ablegen. Doch der wirkliche Stress beginnt erst danach. Dann ist es nämlich an der Zeit, sich die Frage zu stellen, was nach dem erfolgreich absolvierten Schulabschluss folgen soll? Ein Studium beginnen, eine Ausbildung machen, oder doch erst mal für ein Jahr ins Ausland gehen &#8211; die Möglichkeiten sind vielfältig. Gerade moderne Berufe, sowie neue Studiengänge machen die Entscheidung nicht leichter.  Allen, die noch keine Idee haben, möchte ich hier einen sowohl modernen als auch äußerst verlockenden Beruf vorstellen. Du hast keine besonderen Talente, keinen überragenden oder gar keinen Schulabschluss? Du möchtest viel Geld verdienen, viel reisen, aber möglichst wenig Arbeit damit haben? Du willst von Beginn an selbständig und dein eigener Chef sein? Dir sollen deine Anhänger zu Füßen liegen und du willst mit Fanpost überhäuft werden? Dann ist dieser Job genau der richtige für dich. Alles, was du dafür tun musst, ist dein Leben zu filmen. Du nimmst die Kamera einfach überall hin mit und hältst alle wichtigen, unwichtigen, peinlichen und völlig privaten Momente fest. Damit das Ganze nicht zu lang wird, schneidest du anschließend noch ein paar Szenen raus, überarbeitest alles und filmst noch ein kleines Intro. Das Video lädst du dann noch auf einer Plattform hoch, und fertig ist ein Tageswerk. Hin und wieder solltest du auch mal ein etwas aufwändigeres Video drehen, zum Beispiel einen Haul, in welchem du deine Shoppingtour-Ausbeute vorstellst. Wichtig hierbei ist zu erwähnen, dass du zwar von den ganzen Firmen Geld dafür bekommst, dass du ihre Produkte zeigst, aber die Zuschauer profitieren natürlich auch davon. Logisch, oder? Auch privatere Videos kommen immer sehr gut an, wie beispielsweise TAGs, in welchen du einfach Fragen beantwortest. Besonders gut wäre es hierfür, wenn du eine dunkle Vergangenheit hast. Hierfür eignen sich besonders gut Mobbing in der Schule, häusliche Gewalt, lieblose Eltern oder Suizidversuche. Das sollte dann auch vor der Kamera möglichst ausführlich behandelt werden. Über zu private Dinge wie Beziehungen oder deine Wohnung solltest du jedoch nicht berichten, da dies dann wirklich zu sehr in deine Privatsphäre eingreifen würde.Und, falls du mal von Freunden gefragt wirst, was du denn eigentlich von Beruf bist: Du bist Youtuber.</p>
<p>Selbstverständlich ist die Darstellung von sogenannten „Vloggern“  hier überspitzt und pointiert. Zweifelsohne müssen auch diese hart arbeiten und etwas für ihr Geld tun. Dennoch ist der Trend, welcher sich in den letzten Jahren entwickelt hat, dass diese eigentlich ganz normalen Menschen, die kein überragendes Talent haben, regelrecht wie Superstars gefeiert werden,  reichlich unverständlich. Schließlich sind die ganzen Themen, welche in den Videos regelmäßig behandelt werden, herrlich banal und offensichtlich. In „Abendroutinen“ wird erklärt, wie man sich Nudeln vom Vortag aufwärmt oder sich gründlich die Zähne putzt, in TMI ( too much information)-TAGs wird zu mehr Lebensfreude aufgerufen. Die Spitze des Eisbergs haben nun Sami, Dounya und Lamiya Slimani, ein Geschwistertrio aus Stuttgart erreicht. Mit ihrem neu erschienenen Buch „Das Slimani-Prinzip“ geben sie Tipps zu einem glücklicheren Leben und einer positiven Grundeinstellung. Aber wer sind sie denn, dass sie sich anmaßen, mit einem Selbsthilfebuch ganz Fan-Deutschland bekehren zu wollen? So unverständlich der Hype um die Helden unser Generation auch ist, muss man einräumen, dass die Fangemeinden der Youtube-Stars riesig sind. Wer weiß, möglicherweise wird es in der Zukunft sogar Studiengänge für Youtube-Vlogger geben? Obwohl, wie man Nudeln aufwärmt, sollten selbst die Schülerinnen und Schüler des heutigen Schulsystems noch wissen.</p>
<p><em>Bild: CCO Public Domain</em></p>
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		<title>Smells like Teen Spirit</title>
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		<pubDate>Fri, 13 Mar 2015 21:03:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[derfarbfleck]]></dc:creator>
				<category><![CDATA["Und wenn es gar nichts geworden ist, dann sag, es sei ein Essay."]]></category>
		<category><![CDATA[Aufbegehren]]></category>
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		<description><![CDATA[von Simon Neumaier Die Jugend ist langweilig geworden. Spießig, kleinbürgerlich, konventionell. Dieses Bild zeichnet die gebetsmühlenartige Schwarzmalerei der Gesellschaftskritiken, Feuilletonartikel und soziologischen Essays, die den Esprit der Generationen „Jetzt“, „XY“, „Sowohl als auch“, „Ja aber“ und wie sie alle heißen mögen, für tot erklärt. Und das alles, weil die Jugend die Rebellion verlernt hat. Den [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>von Simon Neumaier<img class="shrinkToFit alignright" src="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/5/5d/Instandbesetzer_Berlin_Kreuzberg_1981.jpg" alt="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/5/5d/Instandbesetzer_Berlin_Kreuzberg_1981.jpg" width="409" height="286" /></em></p>
<p>Die Jugend ist langweilig geworden. Spießig, kleinbürgerlich, konventionell. Dieses Bild zeichnet die gebetsmühlenartige Schwarzmalerei der Gesellschaftskritiken, Feuilletonartikel und soziologischen Essays, die den Esprit der Generationen „Jetzt“, „XY“, „Sowohl als auch“, „Ja aber“ und wie sie alle heißen mögen, für tot erklärt. Und das alles, weil die Jugend die Rebellion verlernt hat. Den Protest gegen Strukturen, Establishment und das, was die vorherigen Generationen als Institutionalisierung ihres Lebenswerks sehen. Der Protest. Das war die Inkarnation des Drangs der Jugend auf Wandel, auf Neuerung; und in einer stark banalisierten Retrospektive tut man sich leicht, Jugendkultur seit ’64 auf diesen Aspekt zu reduzieren. Die Studenten der 60er und 70er Jahre sind noch heute Vorreiter und Ikonen eines gesellschaftspolitischen Bewusstseins. Eine zu Wirkzeiten von Etablierten verlachte, bis verhasste Bewegung zeigt erstmals in dieser Dynamik die Tendenz, in einem Kollektiv kritisch zu denken und daraus Handlungen abzuleiten, die die Elterngeneration, die unter der Doktrin preußischer Sekundärtugenden erzogen worden war, ratlos ihren Kindern gegenüberstehen ließ, deren Gebaren in ihrer Jugend als das eines Taugenichts abgestempelt worden wäre. Eine Selbsterkenntnis in Hinsicht der Wirkmächtigkeit der eigenen Meinung und des Beteiligungswillens entstand, ein Wunsch Teilzuhaben und die Definition dessen, was die Gesellschaft anerkennt und tut, nicht nur den Eltern zu überlassen. Aus dem Wunsch nach selbstbestimmter Veränderung, die nicht eintrat, wurde die Freiheit darüber aufzubegehren. Dies sei der Aktionismus, zu versuchen, etwas zu bewirken, auch wenn dies gegen Widerstände erfolge, der heute vielen fehle, mit dem die heutige Jugend verglichen, blass und unpolitisch sei. Aber ist das wirklich so? Lässt der Wandel jungen Protests nur eine Beobachtung über den Aussagenden, nicht aber über die Art der Aussage zu? Protest und Jugendbewegungen sind ein spezifisches Thema im Sammelbecken des Aufstands. Aber junge Protestkultur ist immer richtungsweisend und progressiv. Sie zu betrachten mag unvollständig sein, schränkt die Perspektive aber nicht zu sehr ein, weil junger Protest avantgardistisch sein kann, ohne automatisch exklusiv zu werden</p>
<p>Der Protest ist ein machtvolles Instrument politischer Aktion. In vielerlei Hinsicht ist er die Ultima Ratio der Opposition gegen einen Umstand, Entschluss oder Plan. Der Entschluss zum Protest ist der Äußerste, der feststellt, dass jede andere Initiative gescheitert oder perspektivlos ist. Wer sich nicht klar und unmissverständlich gegen etwas aussprechen muss, hat offensichtlich keinen Grund den Protest zu suchen; was sich im Gespräch in gegenseitigem Einvernehmen und als einheitliches Interesse festlegen lässt, bedarf keiner Demonstration. Diese Feststellung hat allerdings auch einen Umkehrschluss, der den Protest zu einem Mittel macht, das mit größerer Vorsicht einzusetzen ist, als dies in der Geschichte oft geschah. Es geht mit ihm die Verantwortung einher, ihn nur in letzter Konsequenz anzustreben. Für ein machtvolles, politisches Instrument gilt, unabhängig vom Akteur, dass der Einsatz entsprechend gerechtfertigt sein muss. Sonst bekommt der Protest ein Legitimationsproblem.</p>
<p>Wer den Protest wählt, stellt damit auch die eigene sonstige Ohnmacht fest, im geregelten Lauf der Dinge eine Veränderung herbeizuführen. Es ist Ohnmachtsbekunden und Machtbeweis zugleich, indem es die Auseinandersetzung auf eine neue Ebene hievt, die dadurch, dass Sie gegen Konventionen spricht, dem Gegenüber der Auseinandersetzung erschwert, darauf zu reagieren. Wer den Protestmarsch wählt, stellt damit fest, in Plenarsälen nichts mehr erreichen zu können, hievt die politische Auseinandersetzung auf die Ebene des Plenums der Straße, auf die der Berufspolitiker schlechter reagieren kann. Sind zuvor nicht alle Mittel ausgereizt, gibt es weniger Möglichkeit, begründet erklären zu können, warum diese Ausweitung nötig ist. Die Rede-, Presse- und Versammlungsfreiheit sind Rechte, die mündigen Bürgern zugesprochen werden müssen, sie sind allgemein anerkannte Grundprinzipien einer demokratisch-pluralistischen Grundordnung. Dass ein mündiges Mitglied einer solchen mit Rechten auch Verpflichtungen erwirbt, ist ersichtlich. Dazu gehört die Grundordnung, der gemeinsamen Bewältigung von Aufgaben und Problemen beizutragen, was nirgends explizit niedergeschrieben sein mag, aber einleuchtet, wenn man voraussetzt, dass der engagierte Demokrat auch ein Interesse an der Erhaltung der Demokratie hat. Wer Probleme lösen will, ist darauf angewiesen, dass die anderen das auch wollen und daher angehalten, in wechselseitigem Interesse auch auf deren Probleme konstruktiv einzugehen. Mit der Freiheit des Aufbegehrens geht also auch eine Pflicht einher: die Verantwortung der Freiheit ernst zu nehmen und die Hintergründe des Protests kritisch zu prüfen. Denn das, was dem Protest seine Legitimation raubt, ist, wenn er zum Selbstzweck verkommt und damit, entgegen seiner eigentlichen Entstehungsgrundlage, Lösungsmöglichkeiten umgeht.</p>
<p>Ein veränderter Umgang mit Protest muss nicht ausschließlich nahelegen, dass sich etwas im Wesen der Protestierenden verändert hat, sondern kann auch bedeuten, dass die Umstände anders waren, die Menschen einst dazu bewegten. Je mehr der Pluralismus dazu in der Lage ist, Meinungen zu integrieren und ernsthaft zu berücksichtigen, desto weniger werden die Berücksichtigten einen Grund sehen, ihre Meinung in einen Kreis zu tragen, der nötig wird, weil sie sonst niemand hören will. Wenn kein Ronald Reagan an der Spitze des Staates California sitzt, der bereit ist, im Ernstfall Studenten auf dem Berkeley Campus niederknüppeln zu lassen, muss es erst gar keine Studenten geben, die lauthals Veränderung fordern, weil die politische Kaste zu weit von ihrem Wirkradius entfernt ist, als dass sie sich verstanden fühlen würden.</p>
<p>Die Verheißung des Aufbegehrens ist fast immer eine Hoffnung auf eine bessere, gerechtere, freiere, solidarischere oder offenere Ordnung, die allzu oft enttäuscht wurde. Diese nicht leichtfertig herauszufordern, wenn man die Möglichkeit hat, zuvor andere Wege zu gehen, ist kein Zeichen von politischer Blässe und Unwille zur Beteiligung. Es ist ein Bekenntnis zu politischer Reife, die den Prozess der langfristig-soliden Alternativen den massenwirksam-plakativen vorzieht.</p>
<p><em>Bild: Wikimedia Commons, Squatters in Berlin, Kreuzberg (1981), Tom Ordelman</em></p>
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